Schneegitter auf vermieteter Solaranlage

  • Hallo zusammen,


    wir haben einen großes Problem !!!


    Vor 3 Jahren haben wir in Hagen (NRW) einen Bauernhof gekauft. Auf dem Hauptgebäude ist eine Solaranlage montiert, die von jemand anderes Betrieben wird. Der Vorbesitzer hatte die Dachfläche vermietet. Wir bekommen montlich einen Abschlag dafür. Wir haben nur das große Problem das die Anlage sehr groß ist und über das ganze Dach geht. Da wir auch sehr hoch liegen (ca. 400 m ü.NN) haben wir sehr viel Schnee hier. Jeden mal wenn es anfängt zu tauen kommen jetzt Schneelawinen runter. Das sind richtige Schneemassen. Wir haben den Bertrieber vor 2 Jahren schon gebetten eine Schneefanggitter anzubringen, leider hat er das abgelehnt. Da wir einen Laden hier auf dem Hof betreiben und auch Kinder haben sind wir daran intressiert das diese Gefahr abgestellt wird. Leider gibt der Betreiber sich nicht einsichtig und blockt ab. Selbst als wir angeboten haben die Kosten (ca. 4.500 €) zu teilen, sagte er das er das nicht machen müsste.


    Hat einer von euch eine Idee was wir machen können ????


    Lg

  • ... da hast du ein Problem!


    Rutscht der Schnee ab - verdiene ich* RICHTIG Geld, da meine Anlage dann im Winter gekühlt sehr viel liefert.
    durch deine Fanggitter wird unten abgeblockt- zumindest die Untere Reihe bleibt schneebedeckt- das Reicht um den Ertrag zu killen...


    Also nicht die Gitterkosten sind interessant sondern die Verluste- und die willst du nicht tragen....



    PS *ich: in der Ich - Form geschrieben - ich Betreiber du Vermieter der Anlage...

    ...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!


    §328 StGB Abs. 2.3

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird derjenige bestraft der eine nukleare Explosion verursacht. :saint:

  • Wenn ich ein Dach vermietet bekomme und es steht nix im Vertrag, dann würde ich es auch nicht dulden, wenn jetzt Schneegitter montiert werden....


    Das wäre jetzt so als ob du daneben einen Wolkenkratzer baust!


    Da würde ich auch begeistert sein.... :ironie:

    ...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!


    §328 StGB Abs. 2.3

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird derjenige bestraft der eine nukleare Explosion verursacht. :saint:

  • Naja, ich denke der Hauptgrund ist erstmal, dass der PV-Besitzer für die Schneefanggitter aufkommen soll. Und da kommt es halt auch drauf an, was im Pachtvertrag so drinsteht.
    Den Verlust (wenn überhaupt vorhanden) durch das Schneefanggitter muss er aus meiner Sicht hinnehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Gitter ja nicht aus Jux und Dolerei, sondern aus der Verkehrssicherungspflicht installiert wird.


    Stefan

  • Und warum wird jetzt auf einmal der Verkehr geschützt und bis jetzt noch nie?

    ...klar kann man es auch SO machen. - Nur dann ist es halt Mist!


    §328 StGB Abs. 2.3

    Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird derjenige bestraft der eine nukleare Explosion verursacht. :saint:

  • Zitat von LumpiStefan

    Naja, ich denke der Hauptgrund ist erstmal, dass der PV-Besitzer für die Schneefanggitter aufkommen soll. Und da kommt es halt auch drauf an, was im Pachtvertrag so drinsteht.
    Den Verlust (wenn überhaupt vorhanden) durch das Schneefanggitter muss er aus meiner Sicht hinnehmen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Gitter ja nicht aus Jux und Dolerei, sondern aus der Verkehrssicherungspflicht installiert wird.


    Sehe ich fast genauso. Die Pflicht für einen sicheren Zugang zu sorgen, liegt beim Eigentümer des Daches. Wenn man sich und seine eigenen Kinder gefährden will, dann ist das ´Privatvergnügen´; wenn man dort aber noch einen Laden betreibt und es einen der Kunden erwischt, dann ist man dran.


    Jetzt muss ein Blick in den Vertrag geworfen werden. Wenn da nicht ausdrücklich drinsteht, dass der Vermieter jegliche bauliche Maßnahme zu unterlassen hat, die eine schädliche Wirkung auf die Leistung der PV haben könnte, dann muss da auf eigene Kosten das Schneefanggitter angebracht werden und der Mieter vom Dach muss das hinnehmen. Wenn aber so etwas im Vertrag drin steht, dann wird zusätztlich zumindest eine Entschädigung fällig und/oder es muss eine Umverstringung gemacht werden und die Kosten bleiben dann auch beim Vermieter.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo, vielen Dank für eure Antworten. :danke:


    Anbei habe ich den Notarvertrag hochgeladen. Dort steht:


    "Alle mit dem Recht zusammenhängenden Kosten für Unterhaltung, Instandhaltung und Instandsetzung trägt der Berechtige. Gleiches gilt für etwaige Verkehrssicherungspflichten bzgl. Dachflächen."


    Und für mich hört sich das so an das der Betreiber für die "Sicherheit" zuständig ist und das Schneefanggitter bezahlen muss.


    Wie seht ihr das ?

    Dateien

    • Scan0092.pdf

      (659,83 kB, 237 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Ich hatte dieses Problem bei zwei Objekten als Betreiber, und nachdem es einen Rosenstock im Garten und ein Autodach erwischt hatte, netterweise von der Haftopflichtversicherung des Verpächters bezahlt, hatte ich mich entschlossen, die WR gegen solche mit eingebauter Abtauanlage zu tauschen. Schneefanggitter werfen Schatten, wenn das Modulfeld nah an den Rand des Daches gebaut ist, und können die Last auch nicht notwendigerweise halten und brechen aus (hohes Gitter, weil es ja über die Modulebene gucken muss, an anderer Stelle so passiert).
    Jetzt können die Dachlawinen bei Tauwetter kontrolliert abgehen.

  • Zitat von Solartomnrw

    Und für mich hört sich das so an das der Betreiber für die "Sicherheit" zuständig ist und das Schneefanggitter bezahlen muss.


    Wie seht ihr das ?


    Eigentlich ja.


    Aber als das Dach mit der PV Anlage ausgestattet wurde war das ein privater Hof und den Vermieter haben die Dachlawinen nicht gestört.


    Daß das Gebäude verkauft wird und jetzt plötzlich Publikumsverkehr entsteht war ja damals nicht abzusehen.


    Warum habt ihr da nicht vor dem Kauf geregelt die Anlage war ja schon da?
    Außerdem hättet ihr das Dachlawinen Problem bei Publikumsverkehr doch auch ohne die PV Anlage. Hättet ihr dann vom Verkäufer eine Nachträgliche Installation gefordert?