Top8: Smarte Eigenverbrauchsoptimierung anstelle von Netzein

  • Smarte Eigenverbrauchsoptimierung anstelle von Netzeinspeisung


    Die beschriebene Idee:
    Anstelle den Überschussstrom einzuspeisen, wird versucht den Eigenverbrauch zu optimieren. Die Optimierung erfolgt anhand lernender Algorithmen, die das persönliche Verbrauchsverhalten mit berücksichtigen.


    https://www.photovoltaikforum.…h-optimieren-t115859.html
    https://www.photovoltaikforum.…eichersystem-t115623.html
    https://www.photovoltaikforum.…%C3%9Cbersch-t115614.html


    Im Mittelpunkt der Idee steht die automatische Eigenverbrauchsoptimierung über eine zentrale Steuereinheit. Die Grundidee erinnert an bestehende Produkte wie den Sunny Home Manager.


    Ansatzpunkte für die Diskussion: Wieviel mehr an Eigenverbrauch muss eine intelligente Eigenverbrauchsoptimierung bringen? Welche Anforderungen erfüllen bestehende Lösungen nicht? Welche Geräte sollen einbezogen werden? Ist Eigenverbrauchsoptimierung zu viel Fremdbestimmung.

  • Mal eine Idee zur Plattform, auf der man das ganze abbilden könnte. Hier besteht ja die Herausforderung, dass man möglichst viele Verbraucher steuern können möchte, die heute natürlich nicht alle auf einem gemeinsamen Standard aufsetzen. Gleichzeitig sollte das nicht gar so "krude" daherkommen, wie z.B. die heute praktizierten Funksteckdosen, die den Geräten einfach den Strom abstellen, ohne dass sichergestellt ist, dass die Geräte damit auch zurechtkommen.


    Als Plattform, die diese Integrationsarbeit aus meiner Sicht sehr gut erledigt würde ich openHAB ins Spiel bringen (http://www.openhab.org). Dort ist bereits heute die Integration verschiedenster Techniken erfolgt, und meiner Einschätzung nach ist hier auch eine gewisse Dynamik von weiteren Integrationen erkennbar.


    Es ist auch eine gewisse Regelsprache vorhanden, mit denen man heute bereits einiges abdecken kann, aber sicherlich noch recht weit weg von "selbstlernend anhand Verbrauchsgewohnheiten".


    Cheers,

  • es ist eigenartig,
    da gibt es das hier beschriebene schon :!:
    Hier die Infos dazu: http://www.i-feu.de
    sowie https://www.photovoltaikforum.…adesteuerung-t115847.html und jetzt soll das Rad wirklich neu erfunden werden?
    Für Jemand, der gerne programmiert und sich Problemen mit neuen Lösungsansätzen widmet, mag das ja ganz sinnerfüllend sein, aber für die meisten Leser in diesem Forum braucht es wohl eher etwas, das man einsteckt, minimal verdrahtet oder konfiguriert und dann soll das Ding seinen Zweck erfüllen. Wenn es ganz nebenbei noch nicht viel Geld kostet, dann ist das perfekt.
    [IMG:http://www.i-feu.de/I-FEU/Podc…_files/droppedImage_7.jpg]

  • Hallo zusammen,


    ich habe in letzter Zeit etwas mit meiner Homematic Anlage "herumgespielt" und bin dadurch auf eine recht simple Lösung
    gestoßen den Verbrauch im Haus etwas zu optimieren. Ich setze für eine Teil meine Rollläden einen Funk-Lichtsensor ein. Dieser misst die Lichtstärke in LUX und steuert bei zu viel Sonne die Rollläden an. Ich hab dann mal die Kurve meiner Photovoltaikanlage mir der von dem Sensor verglichen und festgestellt, dass sie sich ziemlich gleichen. Bedeutet viel Sonne -> viel Leistung (auch logisch). Jetzt kann man nun Schaltaktoren einsetzen um einen Verbraucher zu schalten. Mein Gedanke war dabei meine
    Poolpumpe im Sommer bei Sonne anzuschalten. Bisher lief die über eine Zeitschaltuhr unabhängig ob Sonne da war ober nicht.
    Jetzt kann ich das ganze auch noch von der Leistung der PV-Anlage abhängig machen.


    Ich weiß nicht ob schon jemand hier diese Idee hatte konnte jedenfalls nichts darüber hier finden. Der Vorteil ist das diese Lösung
    unabhängig vom PV Hersteller ist.


    Gruß Axel

  • Zitat von tommoni

    ...aber für die meisten Leser in diesem Forum braucht es wohl eher etwas, das man einsteckt, minimal verdrahtet oder konfiguriert und dann soll das Ding seinen Zweck erfüllen. Wenn es ganz nebenbei noch nicht viel Geld kostet, dann ist das perfekt.


    Genau da hatte ich angesetzt, als ich meine Eigenverbrauchssteuerung entwickelte. Unnötigen Schnickschnack wie die Anbindung ans Internet absichtlich weggelassen. Höchst universell werden die Stromdaten von drei Stromwandlern detektiert und in einem einfachen Interface zur Weiterverwendung bereitgestellt.
    Danach kann der versierte Betreiber selber Schwachstromtechnik verbauen, oder seine Haustechnik anschliessen lassen und seine persönlichen Parameter einstellen und anpassen.
    Am Anfang sehe ich eine Liste von zusammengetragenen Verbrauchern, welche überhaupt in die Eigenverbrauchssteuerung eingebunden werden können. Vor der grossen Investition kann ein Budget erstellt werden mit Aufwand / Ertragsrechnungen und Kostenfaktoren. Es braucht also kein WLAN, kein Iphone, kein Portal und keine Funksteckdosen. :wink:
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Ja, oft ist ein Blick aus dem Fenster zuverlässiger als jede Steuerung. :shock:
    Das mag gehen, solange die Hausbewohner am gleichen Strick -in die gleiche Richtung ziehen und jemand zu Hause ist.
    Wama und Geschirrspüler sind jedoch bloss Kleinvieh. Was richtig zuschlägt ist die WW-Aufbereitung und danach natürlich alles was rund um die Uhr Strom zieht, ob notwendig, oder nicht kann jeder selber bestimmen. Da ist Phantasie gefragt. :wink:
    In unserem Mehrpersonenhaushalt fange ich mal mit einer Ampel an. :idea:
    einstein0

    Bilder

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Ja, oft ist ein Blick aus dem Fenster zuverlässiger als jede Steuerung. :shock:
    Das mag gehen, solange die Hausbewohner am gleichen Strick -in die gleiche Richtung ziehen und jemand zu Hause ist.


    Hallo Einstein


    Sehe ich genau so.
    Es bringt nichts wenn der Hausmann glaubt die Waschmaschine oder der Geschirrspüler muss um 14 Uhr laufen,
    wenn die Hausfrau schon um mittag fertig sein will. Deine Ampel passt da genau dazu.
    Da solche Gerätschaften ohnehin je Arbeitsgang nur 1,5 kwh benötigen, und das hauptsächlich am Beginn
    reicht auch ein Blick aus dem Fenster oder von 10 bis 14 uhr laufen lassen.
    Bei Abwesenheit mittels Zeitvorwahl.
    So nebenbei, daß Waschmittel für die Wama ist ohnehin teurer als der Strom.


    Zitat

    Wama und Geschirrspüler sind jedoch bloss Kleinvieh. Was richtig zuschlägt ist die WW-Aufbereitung


    Bei einem 4 Personenhaushalt rechnet man mit ca. 100 l Warmwasser am Tag, was schon min. 4 kwh entspricht,
    ergo min. 1300 kwh im Jahr.
    Meist sind die Heizstäbe im Boiler schon vorhanden, man muss sie nur nutzen.
    Einen kostengünstigen Überschusszähler, einen Leistungsteller und eine günstige Steuerung mit O-10-V Ausgang und los geht's.
    Da kann dann fast jedes Watt ausgehebelt werden, notfalls bis 70 Grad hoch.
    In der Übergangszeit, bei Sonnenschein auch im Winter, auch für den Heizungspuffer umsetzbar. Selbst im Winter lassen sich bei einer 5- 10 kwp PV bis zu 30 Kwh in Wärme verwandeln.
    Macht auf jeden Fall ökologisch Sinn als den eingespeisten Strom oft quer durch Deutschland zu schicken.
    Ob sich das ökonomisch gleich rechnet kommt eher auf die vorhandenen Heizsysteme an, hier muss man allerdings auch die Anschaffungskosten, Wartungen, Stromverbrauch für Gebläse, Pumpen, Wirkungsgrade.... mit einrechnen.


    Zitat

    und danach natürlich alles was rund um die Uhr Strom zieht, ob notwendig, oder nicht kann jeder selber bestimmen. Da ist Phantasie gefragt. :wink:


    Na ja, Kühlschrank nächtens ausschalten wird nicht gehen, beim Rest einfach Hirn einschalten und mal mit einer 20€
    Strommessdose einen Tag am Computer, FernsehInsel etc. messen und notfalls mittels Zeitschaltuhr wegschalten.


    LGBerni

  • Zitat von lesiflo

    Ich weiß nicht ob schon jemand hier diese Idee hatte konnte jedenfalls nichts darüber hier finden.
    Der Vorteil ist das diese Lösung unabhängig vom PV Hersteller ist.
    Gruß Axel


    Die Systemunabhängigkeit war mein Grundgedanke. Da WR allein den HH-Verbrauch nicht kennen, können auch ihre Relais, oder LAN-Infos nicht zur Eigenverbrauchssteuerung dienen. Als "Aufspeiser" wird ein WR an der Stromverteilung
    wie ein Verbraucher angeschlossen und kompensiert zuerst den HH-Verbrauch. Deshalb muss die Detektion am Einspeisepunkt erfolgen, denn nur dieser liefert die Information über Bezug, oder Einspeisung und auf welcher Phase.
    Wird die Info am Zweirichtungszähler abgenommen, kann sie bereits saldiert sein, doch ein Zähler liefert immer Geschichte.
    einstein0

    30 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    1 kW- Insel im Camper ohne PV! EV; Mitsubishi Imiev. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 1,2 kW Bi-WR als Testspeicher.

  • Hallo Einstein,


    100% Zustimmung.


    Wir sind vermutlich die einzigen die nicht das machen was möglich ist, sondern nur das was nötig ist.


    Ich glaube wir gehören zu einer aussterbenden Gattung so meine Vermutung.


    Gruß
    Werner