Top2: Netz als Batterieersatz

  • Die beschriebene Idee:
    Anstelle der Installation eines Speichers (oder zusätzlich dazu?) wird der Strom in einem virtuellen Speicher gelagert. D.h. der Überschussstrom wird eingespeist, und kann zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden.


    https://www.photovoltaikforum.…tterieersatz-t115641.html
    https://www.photovoltaikforum.…rieersatz-ii-t115650.html


    Ggf. ist hier ein Umtauschverhältnis zu beachten, d.h. eine kWh aus dem Speicher zu ziehen, muss 1,2 kWh in den Speicher laden. Für die Nutzung des virtuellen Speichers ist ggf. eine Grundgebühr zu zahlen. Zu diskutieren: Würde der Speicher zu einem bestimmten Zeitpunkt geleert werden oder wird eine – in Abhängigkeit von der Grundgebühr - maximale Speicherkapazität definiert.


    Ansatzpunkte für die Diskussion:
    Was müsste erfüllt sein, damit das Modell für einen Betreiber interessant wird? Ist diese bilanzielle Autarkie überhaupt ein (emotionaler) Vorteil? Wo kann ein Geschäftsmodell für den Betreiber des virtuellen Speichers liegen?

  • Als ich die Idee las, fragte ich mich spontan: Ist das nicht klassisches Netmetering? Einmal dreht der Zähler rückwärts und dann wieder vorwärts.


    Den Nachteil den ich sehe: Wo bleiben die größeren Anlagen? Je nach Haushaltsgröße hat man einen Verbrauch von 3.000 bis 7.500 kWh/a. Gerechnet mit 850 kWh/kWp funktioniert das max. für Anlagen bis 9,5 kWp.
    Gibt es eine Vergütung für nicht verbrauchten Strom? Weil. Wenn ich jedes Jahr 3.000, 4.000 oder 5.000 kWh ins Folgejahr nehme bin ich zwar hinterher Strom-Millionär kann mir dafür aber nichts kaufen.


    Fazit:
    + Klasse für kleine Anlagen
    + Weniger Aufwendig als das jetzige EEG
    - Widerspricht komplett dem jetzigen EGG
    - Maximal für kleine Anlagen / kleine Verbräuche geeignet.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


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    GroßMeisterLusche

  • Gibt es doch schon längst. Der virtuelle Speicher ist mein Konto. Ich bekomme Einspeisevergütung nach EEG, vom Geld kann ich mir dann beim Anbieter meiner Wahl Strom kaufen. Mit aktueller Vergütung muss ich ca. 2kWh einspeisen, um 1kWh beziehen zu können.
    Der Wirkungsgrad des Speichers ist also ca 50%; nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass der Speicher unbegrenzt groß ist und keine Anschaffungskosten, Wartungskosten etc. hat.

    37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0

  • Zitat von Larry03

    Gibt es doch schon längst. Der virtuelle Speicher ist mein Konto. Ich bekomme Einspeisevergütung nach EEG, vom Geld kann ich mir dann beim Anbieter meiner Wahl Strom kaufen. Mit aktueller Vergütung muss ich ca. 2kWh einspeisen, um 1kWh beziehen zu können.
    Der Wirkungsgrad des Speichers ist also ca 50%; nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass der Speicher unbegrenzt groß ist und keine Anschaffungskosten, Wartungskosten etc. hat.


    Ja, funzt aber nur, wenn man einen Einspeisevertrag hat.
    Wenn man aber nur eine kleine Anlage für den Eigenbedarf investiert, und den Tagesüberschuß für abends oder eigene Lastspitzen zwischenspeichern möchte, dann ist das sinnvoll.
    Denn die Kraftwerksleistung wird leicht nivelliert.
    Der Überschußertrag wird nicht verschenkt und vom EVU an andere weiterverkauft.
    Natürlich geht das nicht 1 zu 1, denn Leitungsbedarf muß bezahlt werden, wenn der Strom vom Erzeuger zu einem anderen Verbraucher geschickt werden muß und abends wieder zurück.
    Da das Ganze ohne Bürokratie laufen kann, könnte das zu mindest unter den gleichen Bedingungen laufen, wie bei einem Einspeisevertrag, und es kann eine win-win-Situation für Alle sein.
    Lediglich ein entsprechend programmierter Zähler müßte investiert werden.

  • so einen Ansatz fährt doch senec cloud, nur derzeit mit eigenen kleinen Home-Speichern;
    den Home Speicher durch Große ersetzt, und dann wäre es gut, oder?,
    die Frage bleibt dann immer, wer wie lange, zu welchen Angeboten entsprechend auf dem Markt bleibt,

    Mit sonnigem Gruß Spreesun-si

  • Speicher braucht es erst wenn man Zeitweise zu viel an Energie hat. Das ist für mich als Einzelperson/Erzeuger oft der Fall. ABER ich wage zu bezweifeln das der von mir produzierte Strom jemals über den Trafo läuft - der bleibt hier in der Straße und wird von den Nachbarn verbraucht.


    IHMO hatten wir bis dato selten 100% EE im Netz ;-)
    So länge es Kraftwerke mit variablen Kosten gibt bei denen eine Abregelung sinnvoll Möglich ist sollte man das machen. Heute ist das über den Markt aber nicht gewollt bzw. wird dies verhindert.

    5,5kWp Az-105° Ost & 7,5kWp Az75° West DN40° an 12.0 TL3 Kaco online seit Sep2013

  • Zitat von gonso93

    Speicher braucht es erst wenn man Zeitweise zu viel an Energie hat. Das ist für mich als Einzelperson/Erzeuger oft der Fall. ABER ich wage zu bezweifeln das der von mir produzierte Strom jemals über den Trafo läuft - der bleibt hier in der Straße und wird von den Nachbarn verbraucht.


    IHMO hatten wir bis dato selten 100% EE im Netz ;-)
    So länge es Kraftwerke mit variablen Kosten gibt bei denen eine Abregelung sinnvoll Möglich ist sollte man das machen. Heute ist das über den Markt aber nicht gewollt bzw. wird dies verhindert.


    netztechnisch betrachtet muß der Anteil der Erneuerbaren noch ein sehr großes Stück größer werden, bevor Speicher auf dieser Ebene unabdingbar werden.
    Aus der Sicht des Einzelnen (PV Anlagenbetreiber) gibt es keine Notwendigkeit für einen Speicher solange es für die momentan in deinem Haus überschüssige Energie eine Einspeisevergütung gibt.
    Denn im Gegensatz zum Einspeisen, für das er Geld bekommt, kostet die gespeicherte und wieder entnommene Energie mehr als mit ihr gespart werden kann.
    Unter den momentanen Bedingungen ist ein Speicher etwas, das man haben will und das man sich auch leisten können muß

  • Die Idee an sich ist großartig. Mit meiner 1,8kWp-Anlage habe ich im Sommer viel Überschuß, der wird vom Laderegler einfach "abgeregelt" wenn der Akku voll ist. Das ärgert mich! Im Winter bringt die Anlage fast nichts, da würde ich den eingespeisten Überschuß gern "abrufen".


    Im Gegenzug, als Anreiz für den NB, bekommt dieser die gelieferte kWh für 1/2 des Bezugspreises. (12 Cent versus 24 Cent)
    Nicht "abgerufene" Überschüsse werden am Ende der Abrechnungsperiode vergütet, z.B. mit 12 Cent/kWh.


    Vorteil: Keine Batterie, kein Insel-WR, keine Umschalteinrichtungen (Netz-Insel), volle Nutzung der PV-Erträge (kein Abregeln)
    Nachteil: Wunschdenken! So etwas "Unbürokratisches" wird es wohl in Deutschland nie geben, s.h. das neue EEG vom August 15!
    Gruß Claus

  • Sinnvoll und vorstellbar wären variable nachfrageangepasste Modelle. Frei wählbar.
    Derjenige mit Batterie kann auch seinen Überschuss dann einspeisen wenn die Nachfrage/Preis hoch ist
    bzw der VNB kann auch Batterieleistung abrufen können wenn das kurzzeitige Notanfahren eines Ersatzkraftwerkes
    teurer wäre und wenn es dazu dient Ressourcen zu sparen.
    Vergütung in Form von kostenlosen Strombezug im Gegenwert der höherenn Kosteneisparung. :mrgreen:


    Das wird aber wohl zu teuer und aufwändig sein, so das sich das nicht rechnen wird.

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • 50% wären recht viel denke ich 15-25% denke ich wären ok zumal ja nicht unbedingt akkus sonder auch wasserspeicher.
    Im großen Maßstab gibts ja verschiedene techniken um strom zu speichern die auf die masse auch nicht all zu teuer sind ausser man rechnet immer nur auf 5 jahre mit 500% besser 10000% gewinn als betreiber


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