Top1: Nachbarschaftsstrom – bilanzielle Lieferung.

  • Die beschriebene Idee:
    Der Überschussstrom wird physikalisch wie bisher eingespeist. Die Menge des eingespeisten Stroms kann bspw. vom Nachbar oder Freunden oder Bekannten zu einem vorab definierten Preis bezogen werden.


    https://www.photovoltaikforum.…m-die-zweite-t115792.html
    https://www.photovoltaikforum.…schaftsstrom-t115675.html
    https://www.photovoltaikforum.…genverbrauch-t115848.html


    Ein solches Modell ist sicherlich nicht ganz einfach umzusetzen. Auf die gelieferte Menge sind natürlich Netzentgelte, EEG-Umlage etc. zu bezahlen. Dennoch gibt es mögliche Ansatzpunkte: Ein Stromlieferant kauft den Strom in Höhe der EEG-Vergütung + bspw. Marktprämienbonus ein und beliefert dafür den Nachbarn zu einem definierten Preis. Dieser Preis könnte bspw. davon abhängig sein, wie hoch die bilanzielle Autarkie ist. Für den Lieferanten könnte dies die Möglichkeit sein, Neukunden zu gewinnen, der Nachbar profitiert von „echtem Ökostrom“ zu wettbewerbsfähigen Preisen der Betreiber vom Bonus aus der Vermarktung. Vielleicht würde eine solche Vermarktung auch dazu beitragen, PV wieder etwas positiver zu besetzen?
    Ansatzpunkte für die Diskussion:
    Was müsste erfüllt sein, damit eine solcher Idee funktioniert? Wie kann eine solche Idee umgesetzt werden? Wo werden Chancen gesehen, wo die Risiken? Was funktioniert und was funktioniert nicht?

  • Die Zusammenfassung der Vorschläge entspricht nicht unbedingt den zugrunde liegenden Ideen.


    Der Virtuelle Eigenverbrauch würde einen Solarpark *aufsplitten*. Die Teilanlagen können (oder auch nicht) als eigenständige EEG-Subjekte behandelt werden - also auch potentiell mit der höheren Vergütung für den Anteil - 9.99 KWp beispielsweise.


    Benötigt würde zusätzlich zu der Lastgangmessung an der Erzeugungsstelle (bei einem Park vermutlich öfters schon vorhanden) eine beim Verbraucher. Der Vergleich würde es nötig machen die Erzeugungs/Verbrauchszeiträume 1/4 stündlich zu erfassen und zu bewerten. Technisch wohl möglich mit einem brauchbaren *Smartmeter*.


    Der Hauptvorteil bestünde darin, das ein Mieter sich direkt an der PV beteiligen könnte. Er Eigentümer des PV-Stromes würde und auch Verkäufer nach EEG. Eine EEG-Umlage würde nach den selben Bedingungen wie bei *Privaten* PVlern erhoben - gleichzeitig würde der EV die Umlage reduzieren dio der Mieter auf seine Stromverbrauch entrichtet (Mieterstromverbrauch - EV).

  • Die Frage die man klären muss: Wie kann ich welche Abgaben vermeiden.


    Der Börsenstrom kostet zur Zeit etwa 5 Cent, da wird man mit einer PV Anlage nur schwer rankommen. Die Vertriebe nehmen einen ordentlichen Risikoaufschlag und der Rest sind die Abgaben.


    Also müsste man jetzt mal die ganzen Abgaben aufschreiben und dann schauen wo man was abknabbern kann.


    Stichworte: Nahbereichslieferung, schaltbare Lasten im Niederspannungnetz, Direktvermarktung, regionale Direktvermarktung ...


  • Es ist dein Strom, den du durchs Netz schickst. Dafür sollst du bezahlen. Dein Strom wird am Solarpark für 12 ct per EEG vergütet. Dafür nutzt du ihn bei dir zu Hause und bezahlst 23 ct NICHT.


    Grob gesagt - Nutzt du das NS Netz 1/3 der Netzentgelte - beim MS 2/3 - beim HS voller preis. Grob gesagt.

  • Zitat von cybersoft

    Was ist mit Konzessionsabgabe und den ganzen anderen Umlagen?


    Offensichtlich zahlst du die Konzessionsabgabe - Warum auch nicht ?


    Welche anderen Teile ? Mehrwertsteuer - auf die Abgaben und die Netzentgelte.
    Offshore ? Gehört zur Netzfinanzierung - hat aber kaum was mit der lokalen Durchleitung zutun (50% chance)
    KWK ? Kommt dem Schon näher.
    Ebenfalls *umschaltbare Lasten*
    Stromsteuer dürfte entfallen, sofern das Gesetzt bestehen bleibt


    Überlege einfach was Sinn macht. Was ist nötig fürs Durchleiten.

  • Hallo zusammen, sorry, poste die Idee in diesem Thread ein zweites mal...


    Habe vor mit meinem Nachbar den Strom 48V-seitig zu koppen.
    Wir wohnen beide zur Miete im selben Haus und möchten mit dem Vermieter die Nutzung des Daches vereinbaren. Würden zwei eigenständige PV Anlagen mit je z.B. 3kWp montieren und über unsere Wohnugszähler normgerecht einspeisen. Würden zusätzlich jeder einen Batteriespeicher mit Wechselrichter (z.B. Victron Multigrid) installieren. Bis dahin alles "normal". Was spricht nun dagegen die beiden Speicher 48V seitig zu koppeln?
    Wenn jeder von uns dem Multigrid noch einen privaten 2richtugsstumzähler spendiert, dann können wir uns gegenseitig Strom verkaufen ohne das AC-Netz zu nutzen.
    Freue mich um Diskussion!

  • Hallo ShadowSunHarvester ,
    willkommen im Forum.


    Interessante Fragestellung! Ich denke, das ist ein nicht geregelter Graubereich.


    Gruß
    cti

    zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...
    (Herstellerzertifizierung QCells/ESS, SMA, LG Chem/Solaredge, Mercedes)
    30 kWp Sharp/SMA; 25 kWp Sunpower/Fronius; 13 kWp QCells/AEG; 2 kWp QCells/Mikro-Inverter; 5 kWp Schott/Victron

  • ...denn sie wissen nicht, was sie tun (wollen)...


    wenn der eine Nachbar den Strom von der EEG Anlage des anderen Nachbarn verbraucht, dann wird die volle EEG Umlage fällig. Umgekehrt natürlich genauso.
    Dazu ist es unerheblich ob das über den Umweg eines Speichers und einer 48 Volt Koppelung erfolgt.
    Das zu dieser "Koppelung" gehörige Meßkonzept würde mich interessieren.


    ich halt das Ganze für eine Schnapsidee.

  • ...und deshalb ist die EEG Umlage auf selbsterzeugten EE Strom ein schlechter Kompromiß von Sigmar Gabriel gewesen.


    Es ist und bleibt ein Paradoxon...

    zunächst Betreiber, dann Projektierer und nun wieder Anbieter...
    (Herstellerzertifizierung QCells/ESS, SMA, LG Chem/Solaredge, Mercedes)
    30 kWp Sharp/SMA; 25 kWp Sunpower/Fronius; 13 kWp QCells/AEG; 2 kWp QCells/Mikro-Inverter; 5 kWp Schott/Victron