Anlage aus 2005 zieht um UND bekommt neue Module

  • Hallo zusammen,
    bei einem Kunden soll ich eine Anlage aus 2005 erneuern (beschädigt durch Bauarbeiten beim Nachbarn & Hotspots in mehreren Modulen gefunden). Gleichzeitig soll die Anlage auf ein anderes Dach umziehen, da die Bauarbeiten auch zu einer signifikanten Verschattung geführt haben.
    Das neue Dach gehört zum Anwesen, liegt aber auf einem eigenen Flurstück. Anschluß erfolgt aber über den selben Hausanschluß.


    Frage: ist das rechtlich unbedenklich für die Vergütung?


    Für bestimmte Anlagengenerationen war doch ein gleichzeitiger Ersatz der Module und Umzug nicht möglich, meine ich mich erinnern zu können. Das letzte was ich möchte, ist dass der Kunde seine Vergütung von 54,53 c/kWh verliert.


    Schlimmstenfalls müsste man die alten Module umziehen und dann gleich wieder vom Dach holen. Aber das macht doch eigentlich keinen Sinn.


    Für Eure Hilfe wäre ich Euch dankbar


    Gruß
    Jochen

    14,8 kWp Solar Fabrik / Fronius
    23 kWp Bosch / Danfoss
    55 kWp Frankfurt Solar / Danfoss
    30 kWp Yingli / SolarEdge
    15,8 kWp Bosch / SMA
    Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Helianthus Solar GmbH

  • Eigentlich wollte die Clearingstelle dazu ein Hinweisverfahren einleiten https://www.clearingstelle-eeg.de/beitrag/2702 (ganz unten) ich finde das aber nicht. Vielleicht dort mal nachfragen, was daraus geworden ist. Man hat sich aber bisher ganz bewußt nie auf das einzelne Flurstück bezogen (insbesondere um Mißbrauch bei der Zusammenfassung zu vermeiden in dem man ein grundstück in mehrere Flurstücke aufteilt), sehe nicht warum das hier anders ausgelegt werden sollte.
    Probleme sehe ich derzeit eher im neuen EEG nach dem jedes Modul eine Anlage ist, man also nicht einfach drei 100Wp "Anlagen" durch eine mit 300Wp ersetzen kann. Auch dazu will die Clearingstelle ihre bisherige Meinung zum ersetzten bei Defekt usw, prüfen.

  • Hi,


    genau das habe ich letztes Jahr gemacht - bis auf Module ausgetauscht. Aber das ist m.E. kein Problem.
    Ich habe die Anlage aus 2005 geteilt und einen Teil auf einem anderen Grundstück wieder aufgebaut.


    Die einzige Kontaktstelle war mein Netzbetreiber - bei mir in der Nähe von 26122 Oldenburg ist es die EWE Netz.


    Ich kann Dir nur raten: Ruf einfach bei Deinem Netzbetreiber an, der sonst auch die Anträge für Neuanlagen macht.
    Da kannst Du alle Fragen verbindlich klären. Dauerte bei mir keine 15 Minuten Das ganze läuft fast papierlos.

    Mir hätten die am anderen Standort fast den alten Wechselrichter zugelassen, wollte aber selber einen neuen. Aber selbst die Frage drüfte sich bei Dir nicht stellen.


    Das ganze wollte ich auch bei der Bundesnetzagentur anmelden. Auf meine Mail bekam ich einen Anruf mit folgender Information:
    - Eine Anlage ist erst seit 2009 zu melden.
    - Ein Teilen, Abbau und Aufbau an einen anderen Standort ist bei einer solchen Anlage dann ebenfalls nicht zu melden.


    Gruß


  • Also kann man eine Anlage aus 2005 erweitern (Modultausch) und bekommt für die Mehrleistung ganz normal die 12,3cent.
    So wie es eigentlich immer schon war :?:

    SolarLog800/1000
    2 AchsPairan 16kwp ,

    1 AchsDrehhalle 27kwp,
    7,5kwp Ost/West LgResuX 12.8kwh Si.4.4
    7kwp Süd lG Chem 10M, Storage 5.0
    64kwp Ost/West/Süd Core1
    MX90D, Peugeot Partner Full elektrik

  • Vergütung (genauer die IBN) geht auf die neue Anlage über, wenn man

    Zitat

    aufgrund eines technischen Defekts, einer Beschädigung oder eines Diebstahls Solaranlagen an demselben Standort


    (aus §38b EEG2017) ersetzt.
    Die Frage von Jochen ist im Prinzip, was man unter "demselben Standort" genau zu verstehen hat, daß ein Defekt vorliegt, dürfte er hinreichend dokumentiert haben.


    Außerdem hatte ich ja schon geschrieben, daß seit dem EEG2017 (bzw. schon vorher durch höchstrichterliche Rechtsprechung) jedes Modul eine Anlage ist.