EEG freie Anlage mit oder ohne Speicher / Größe?

  • Hallo,


    ich bin noch sehr neu auf dem Gebiet Photovoltaik, daher bitte den ein oder anderen laienhaften Ausdruck verzeihen.


    Vor einiger Zeit hatte ich mich mal über die neuen Steckdosen-PV informiert. Die Preise waren da aber noch etwas hoch und die Vorschriften unklar. So ganz langsam kommt da aber Bewegung in die Sache - und wird daher interessanter.


    Zusätzlich haben mich Berichte einiger User beeindruckt, die EEG freie Anlagen mit Speicher betreiben. Diese haben in der Regel "hohe" Stromverbräuche (>3500kwh) und daher auch große Budgets, um die Last eben zu mindern.


    Für mich kommt das in diesen Größenordnungen nicht in Frage. Wir haben eine relativ konstanten Verbrauch von ca. 1620-1670 kwh im Jahr. 2 Erw. - 1 Kind und 130qm Wohnfläche im Einfamilienhaus (WW über Gas). Kein Trockner - kein Firlefanz und fast alles auf LED umgestellt.


    So, und jetzt kommt die Frage. Wie müsste ich denn dimensionieren, wenn ich einfach die "Grundlast" etwas senken möchte ( Steckdosen-PV?) und/oder wie User "solar-user" und andere mit einem Speicher anfangen möchte? Was würde da an Kosten auf mich zukommen?


    Ich habe leider keine Tagesverbräuche - aber über die letzten 3 Jahre in relativ regelmäßigen Abständen den Stromzähler abgelesen und den Verbrauch in ein Diagramm gepackt (Durchschnittswerte 2014 / 2015 und 2016).


    2014, von Januar bis Oktober, Rest immer November bis Oktober





    Ständige Verbraucher sind Kühlschrank (A++ von 2014), Router und WD MyCloud, TV/Hifi/Kabelreceiver und Sat Receiver im StandBy. Ansonsten aber keine großen Sachen. Neue Waschmaschine im Dezember angeschafft - ebenfalls A++ und damit - hoffentlich - der Jahresverbrauch 2017 kleiner 1600 kwh.


    Vielen Dank für die Hilfe/Anmerkungen.


    Grüße,
    mp

  • Du hast im Jahr dann unter 500 Euro Stromkosten.


    Die permanente Grundlast wird über den Tag verteilt deutlich unter 200 Watt sein.


    Deshalb maximal ein Stecker PV Modul mit 250-300 Watt wenn Du eine Rücklaufsperre im Zähler hast.


    Wenn keine Rücklaufsperre im Zähler drin ist lohnt sich eine Stecker PV mit 2 Modulen.

  • Hallo brian_mp,


    Zitat von FelzenSolar


    Wenn keine Rücklaufsperre im Zähler drin ist lohnt sich eine Stecker PV mit 2 Modulen.


    Das ist ja fast eine Anstiftung zu einer Straftat, wenn brian_mp aus Deutschland kommt :!::?:


    Ich glaube FelzenSolar meint, dass du evtl. einen Zweirichtungszähler hast, dann ist es ok.


    Wenn du einen Drehstromzähler hast, und einen Stecker PV mit 2 Modulen anschließt, kann es sein, dass der Zähler sehr schnell rückwärts läuft. Dann könntest Du Deine Stromkosten dritteln. Das ist dann wohl eine Steuerhinterziehung, da du die MwSt unterdrückst.
    Alles nicht so einfach mit dem Balkonstrom / Stecker PV.


    Schau mal unter Guerilla-Anlage nach und bewerte das für dich selber.
    Vielleicht gibt es in den nächsten 3 Jahren ein Umdenken in der Politik,
    dass so eine Anlage rechtssicher betrieben werden kann.


    Wenn du dich entschieden hast, kannst du auch überlegen, deinen Balkonstrom mit 250 Watt oder max. 600 Watt zu erzeugen.


    Siehe auch: https://www.photovoltaikforum.…i-pv-anlagen-t114929.html



    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Hallo,


    ja, aus Deutschland. Entweder hat sich FelzenSolar verschrieben - oder es ist wirklich etwas unglücklich ein 2. Modul zu empfehlen wenn mein Zähler rückwärts läuft. Und ja - das würde er momentan noch tun. Also wäre zuerst die "Investition" in einen neuen Zähler notwendig.


    Wenn man sich meinen Stromverbrauch anschaut laufe ich gerade in der Sommerzeit Gefahr meinen erzeugten Strom überhaupt nicht zu verbrauchen (weil wir tagsüber nicht da sind). Der größere Anteil der rund 3-4 kwh (im Schnitt) dürften eher morgens und abends verbraucht werden. Der Rest ist die Grundlast --> die ich aber nicht genau kenne. Wahrscheinlich irgendwas < 200 Watt wie von FelzenSolar vermutet. (Neue Waschmaschine ist sogar A+++ anstatt A++).


    Ich habe schon überlegt einen Logger auf den Stromzähler zu "kleben" um diese Daten zur Verfügung zu haben. Allerdings kostet mich das rund 100.- Euro (Logger von Amazon + WLan Point) bevor ich überhaupt mit dem Projekt anfangen kann.


    Die für mich sinnvollste Lösung (als Laie) wäre ein kleiner Speicher, der die Grundlast tagsüber auffangen kann und durch den kleinen Speicher auch nachts abdeckt. Also eigentlich Produkte, die häufig in Wohnmobilen verbaut werden mit LifePo Batterie. Über den genauen Aufbau/Kosten habe ich aber keine Ahnung.


    Grüße,
    mp

  • Zitat von FelzenSolar

    Wenn keine Rücklaufsperre im Zähler drin ist lohnt sich eine Stecker PV mit 2 Modulen.


    Samma, geht es noch :?:


    Warum empfiehlst DU nicht gleich auch den Anwalt dazu?

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW


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  • Hallo brian_mp,


    Wenn du überlegst, mit Batterien zu arbeiten, dann kommst du ganz schnell auf Investitionen von > 5000 EUR.
    Wenn man erst einmal klein anfangen will, dann wäre eine Balkonstrom Anlage richtig, dann mit 250 Watt für ca. 350 EUR.
    Man sollte dann aber auch versuchen, Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner nacheinander auf den Tag verteilt laufen zu lassen.
    Bei 250 Watt ist es natürlich auch doof, den Zähler zu tauschen (gegen einen Smartmeter) ... der kostet 69 EUR einmalig und rund 40 EUR / Jahr zusätzlich. Das 250 Watt Modul wird aber gerade so viel Strom erzeugen, um die 40 EUR zu decken ...
    Also kein ROI in Sichtweite :-(
    Wenn du ein Aquarium oder einen Teich hättest, dann hättest du auch eine höhere Grundlast ... dann wäre deine Stromrechnung aber auch höher :-)
    Ansonsten - Greenpeace Strom, um ´dein Gewissen zu beruhigen!


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Zitat von seppelpeter

    Samma, geht es noch :?:


    Warum empfiehlst DU nicht gleich auch den Anwalt dazu?


    :danke: ich wollte es nicht so hart sagen ....

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Hallo,


    Danke cawi für die Mitteilung - kostet ein neuer Zähler (mit Rücklaufsperre) wirklich 40€ zusätzlich im Jahr? Dann will ich den nicht haben 8)


    Ich muss wohl einen Trockner und Aquarium anschaffen und einen Teich bauen um überhaupt Last zu erzeugen :roll: das ist aber nicht unbedingt was ich möchte. Und mit meiner Frau bekomme ich dann auch Probleme. Bin ich doch seit 2014 öfter mal durchs Haus und habe Halogen und sonstige Glühbirnen mit LED ersetzt....


    Irgendwie komme ich langsam zu der Entscheidung das (mit den Inv.Kosten und evtl. sogar Zählerkosten) eine Mini-PV sich wahrscheinlich nicht rechnet - und für eine große haben wir noch nicht genug € zusammen. Außer man nimmt eine Mini-PV steckt das Teil in die Steckdose vom Carport und schert sich nicht darum das der Zähler im Sommer rückwärts läuft. Na prima... :?


    Läuft irgendwie nicht rund.


    Grüße,
    mp

  • Hallo brian_mp,


    Das mit den LED - Lampen habe ich auch gemacht, bis meine Frau Abends nach Hause kam und dachte sie sieht so schlecht :mrgreen:
    Die Halogen-Spots, die ich gewechselt hatte, waren echt schlecht :lol:


    Tut mir leid, dass du jetzt davon Abstand nimmst. Darauf setzen die Energieversorger.
    Geht ja gar nicht, dass wir dezentral Strom selber produzieren.


    Und die Politik steht auf der Seite der Wirtschaft.
    Wir müssen halt hoffen, dass es vielleicht doch bald so wie in den Niederlanden, Schweiz oder Österreich gehandhabt wird.
    Dort wird der Stromzähler kostenfrei getauscht und man darf Balkonstrom bis maximal 600 Watt machen.


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Hi,


    Zitat von brian_mp

    . . . kostet ein neuer Zähler (mit Rücklaufsperre) wirklich 40€ zusätzlich im Jahr?


    sollte er eigentlich nicht. Der kostet normal das selbe wie der, den Du schon hast.
    Nur die Kosten für`s Auswechseln müsstest Du tragen.


    Aber falls der Netzbetreiber Dir einen Zweirichtungszähler aufdrücken will, dann kostet`s mehr.
    In diesem Fall einfach einen freien Messstellenbetreiber beauftragen, Deinen Zählerplatz zu übernehmen und gleich den Zähler gegen einen rücklaufgesperrten Einrichtungszähler auszutauschen.