Abschreibung nach Anlagenumzug

  • Nachdem ich mittlerweile ein Ersatzdach für meine 30 kwp Anlage aus 2007 (siehe Thread https://www.photovoltaikforum.…e-sucht-asyl-t115978.html) habe stellen sich für mich weitere Fragen.


    Abschreibung der Anlage läuft ja weiter.
    Jetzt fallen hohe Kosten für
    - die neuen WR
    - das neue Untergestell
    - die elektrische Inbetriebnahme
    - den Abbau und Aufbau
    - den Umzug der Anlage
    an.


    Wie setze ich die Kosten an?
    Für "einmalige Reparaturkosten" ist der Betrag ja wohl zu hoch (deutlich 5-stellig).
    Abschreibung über die Rest-EEG-Zeit?
    Andere Vorschläge?
    Wie ist der "alte WR" zu behandeln?

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Zitat von Eisbaer


    Wie ist der "alte WR" zu behandeln?


    Wenn du ihn verkaufst ist der Verkaufspreis eine Einnahme, wenn du ihn nicht los wirst, geht er zum Elektroschrott (jetzt oder irgendwann in der Zukunft) also 0 bzw. die Entsorgungskosten.

  • Ist ein Fronius IG300, wandert dann in mein Ersatzteillager (hab dann noch zwei von denen in Betrieb) :)

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
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  • Zitat von Eisbaer


    Wie setze ich die Kosten an?
    Für "einmalige Reparaturkosten" ist der Betrag ja wohl zu hoch (deutlich 5-stellig).
    Abschreibung über die Rest-EEG-Zeit?
    Andere Vorschläge?


    Bei der EÜR-Methode sehe ich keine andere Möglichkeit als die sofortige Aktivierung der Kosten. Ich vermute, dass man bei Bilanzierung mehr machen kann, das müsste ein Steuerberater klären oder dazu ein steuerlich versierter User was schreiben. Bei deinen vielen Anlagen müsstest du Stellschrauben finden können, dass "einmalige Reparaturkosten" nicht den kompletten Gewinn auffressen bzw. negativ werden lassen und damit steuerlich ins Leere laufen, zudem arbeitest du ja noch und kannst dein Arbeitseinkommen steuerlich mindern.

    Sonnige Grüße
    Kollektor

  • Zitat von Eisbaer

    Wie setze ich die Kosten an?


    Es handelt sich hierbei um nachträgliche Anschaffungskosten.
    Diese werden gemeinsam mit Anlage welche umgezogen ist, für die restliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Das mit "Gewinn auffressen" ist nicht mein Problem. :) (bei jährlich 6-stelligen Kapitalrückfluss).


    Mir geht hauptsächlich darum, ob es sich um "neue Investitionskosten" handelt und wie die dann steuerlich anzusetzen sind.
    Nebenbei muss einen Großteil der Umzugskosten ja der bisherige Verpächter tragen.
    Ich will aber den bisherigen Verpächter auch nicht zu stark zur Kasse bitten (auch wenn ich rechtlich dazu vermutlich in der Lage wäre).

    Servus
    Toni


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  • Eine Frage die jeden Praktiker ankotzt. (Sorry.... aber das darf an der Stelle mal gesagt werden).
    Ich habe die Frage selbst früher oft gestellt... und immer die gleichen saudoofen Antworten bekommen.
    Und heute kriege ich die Fragen gestellt ... und gebe genau die gleichen saudoofen Antworten.


    Es kommt darauf an, ob ein neues Wirtschaftsgut entstanden ist.
    (Das ist die Antwort, die man dazu gibt. Dann muss man überzeugend schauen - so dass der andere glaubt, dass sei die einfachste, objektivste Frage der Welt; mit einer eineindeutigen Antwort; die eigentlicher jeder Klippschüler geben könnten. Nur der der fragt... der soll glauben, er wäre zu doof.


    Fakt ist.... die Frage lässt sich nur in den einfachen Fällen (wo man gar nicht fragt) so schön beantworten. In den Zweifelsfällen ist wie mit der halb leeren Falsche. Sie ist zugleich auch halb voll. Beides ist richtig.


    Da ist ein neuer WR; da sind vermutlich neue Kabel; da ist ein neues Untergestellt.
    Das könnte man alles als Argument nehmen, warum hier letztlich eine Art "Kernsanierung" stattgefunden hat - und ein neues WG entstanden ist.


    Alternativ..... weder hat sich die Funktionalität verbessert; noch die technische oder wirtschaftliche Nutzungsdauer verlängert.
    Untergestellt, Kabel, WR.... wenns kaputt geht, tauscht man das aus - solange das Generatorenfeld noch taugt.
    Umgekehrt.... wenn Untergestellt, Kabel und WR noch perfekt intakt sind..... aber das Generatorenfeld hats zerhagelt... würde man wohl kein neues Generatorenfeld kaufen. Es kauft ja auch keiner ein Auto zum Zigarettenanzünder.


    Lange REde.. .kurzer Sinn: Versuch macht kluch.
    Als Reparaturkosten ansetzen. Abwarten was passiert.
    Ich hab heute morgen mit der BP den Umbau einer Maschine besprochen. Maschine von hinten links in der Halle nach vorne rechts in der neuen Nachbarhallte versetzt; Umbaukosten ca. 1 Mio...... wir sind bei Instandhaltung (und somit Aufwand) gelandet.
    Wie der Gewinn ermittelt wird (BV-.Vergleich oder EÜR) darf über die Totalperiode keinen Unterschied machen.


    Sofern Dir der bisherige Verpächter eine Kompensation zahlt, ist diese als BE zu erfassen.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Danke schon mal!


    Zitat

    Lange REde.. .kurzer Sinn: Versuch macht kluch.


    So mache ich es auch des öfteren, schadet aber nicht wenn man sich vorher etwas rüstet.


    Zitat

    Als Reparaturkosten ansetzen. Abwarten was passiert.


    Also einfach als BA ansetzen, komplett im anfallendem Jahr!


    Zitat

    Sofern Dir der bisherige Verpächter eine Kompensation zahlt, ist diese als BE zu erfassen.


    Davon gehe ich mal aus. :) Sonst wirds hart für mich :(


    Damit hält sich die obige Ausgabe auch in Grenzen.

    Servus
    Toni


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