Neue Anlage für Eigenbedarf / Senec Cloud Alternativen

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier und lese seit einigen Tagen mit. Bis vor einigen Wochen war mir klar, dass es bei unserem Neubau auch gleich eine PV Anlage mit Speicher geben wird.
    Seit dem ich mich hier durchgelesen habe bin ich nun mehr verwirrt als aufgeklärt.
    Daher meine Fragen an euch.


    Zuerst ein paar Informationen zu den Randbedingungen:
    - 30 Grad Dachneigung, nicht verschattet
    - -5 Grad Ausrichtung (ca. 65qm Dachfläche für PV)
    - Neubau (nahezu Passivhaus) 2017
    - Wärmepumpe für Fußbodenheizung und Warmwasser mit 200l Speicher
    - Im Winter zusätzlich Kaminofen für die Gemütlichkeit (nicht ins Heizssystem eingebunden)
    - 3 Personen, 1 Hund
    - Raum Stuttgart


    Was momentan ein Blick in die Glaskugel ist, ist der Jahresstromverbrauch. Bisher wohnen wir in einer Mietwohnung in einem älteren Haus mit Ölheizung. Daher sind die Werte nicht auf den Neubau übertragbar. Ich schätze jetzt mal, dass wir zukünftig zwischen 7.000 und 7.500 kWh liegen werden.


    Was ich möchte:
    Eine PV Anlage mit möglichst hoher Autarkie.
    Mich interessiert die Eigennutzung des Stroms. Für mich "rechnet" sich die Anlage, wenn ich nach 20 Jahren Nutzung die Kosten (inklusive Finanzierung) gedeckt habe.


    Daher habe ich ein Angebot von einem Senec Installateur für eine 8,9kWp Anlage mit 7,5kWh Lithium Speicher in Kombination mit der Senec Cloud vorliegen.
    Leider habe ich hier nicht unbedingt zufriedene Stimmen zu Senec gelesen.


    Daher würde mich interessieren, was eurer Meinung nach die Alternativen wären.
    Wie erwähnt, ich möchte den Strom selbst nutzen. Allerdings habe ich durch die Wärmepumpe im Winter natürlich erhöhten Strombedarf bei niedriger PV Leistung.


    Zudem verwirren mich die steuerlichen Aspekte. Wenn ich keine KFW Förderung in Anspruch nehme, dann kann ich doch Theoretisch 100 % des Stroms selbst nutzen. Produziert die Anlage mehr, so wird der Speicher geladen und danach eingespeist. Sobald ich mindestens 10% des produzierten Stroms einspeise, kann ich die Anlage gewerblich laufen lassen und somit die MWSt. über die Einkommensteuererklärung zurückholen und zudem jährlich 5% AfA ansetzen. Ist das so richtig?
    Was muss ich dann als Privatentnahme versteuern? Insbesondere wenn ich im Sommer Strom in die Cloud einspeise und "diesen" im Winter wieder verbrauche?


    Vielen Dank schon mal für eure Rückmeldungen
    Gruß
    Andreas

  • Zitat von pv_info


    - Neubau (nahezu Passivhaus) 2017
    ...
    zwischen 7.000 und 7.500 kWh liegen werden.


    Gibt es einen besonderen Grund (Aquarium, Terrarium, Elektroauto, ...), warum du mit soviel rechnest? 3 Personen mit nahe Passivhaus sollte inklusive Heizung unter 5000kWh leicht möglich sein.

    Zitat


    Wenn ich keine KFW Förderung in Anspruch nehme, dann kann ich doch Theoretisch 100 % des Stroms selbst nutzen. Produziert die Anlage mehr, so wird der Speicher geladen und danach eingespeist. Sobald ich mindestens 10% des produzierten Stroms einspeise, kann ich die Anlage gewerblich laufen lassen und somit die MWSt. über die Einkommensteuererklärung zurückholen und zudem jährlich 5% AfA ansetzen. Ist das so richtig?


    Was hat das mit KFW zu tun, ob du den Strom selbst nutzen darfst?
    Ja, so ähnlich ist das mit den Steuern, im Detail aber schon etwas anders, als du dir das wohl vorstellst. Lies dir erst mal sowas wie https://www.photovoltaikforum.…genbetreiber-t112637.html durch, dann brauche ih nicht alles von Anfang an schreiben.

    Zitat


    Insbesondere wenn ich im Sommer Strom in die Cloud einspeise und "diesen" im Winter wieder verbrauche?


    Das wüßte ich auch gerne. Leider rückt Senec (Anbieter ähnlicher Konzepte wie z.B. Sonnen auch nicht :roll: ich habe das aber einige Zeit nicht verfolgt) keine brauchbaren Infos raus mit denen man zu einem Steuerberater gehen und den fragen könnte.
    edit: zu den anderen Anbietern gab es imo neulich eine ganze Serie im Magazin https://www.photovoltaikforum.com/magazin/


    Zitat

    Daher würde mich interessieren, was eurer Meinung nach die Alternativen wären.


    Den Speicher zumindest jetzt weglassen und in einigen Jahren nochmal neu überdenken.