• Hallo erstmal,
    Ich bin bei der Planung einer kleinen Halbinselanlage und habe mir dafür eine PzS vom Schrotthändler geholt.
    Ja ich weiß das ist recht Riskant, aber mehr als das ich sie zum Schrott zurückbringen muss kann ja (fast) nicht passieren.
    Und bei dieser Entscheidungsfindung, ob ich also versuche mit dieser Batterie zu arbeiten oder mich doch nach etwas anderem umsehen sollte hätte ich gern Hilfe. Und hier scheint ja das Kompetenzzentrum zum Thema zu sein .
    Auf dem Trog steht:
    3 PZS 345 K (wass das K soll habe ich trotz langem Sochen nicht rausgefunden)
    01/2014
    24V
    345Ah 5h
    Um das Ding in den Keller zu bringen musste ich die Zellen aus dem Trog nehmen. Dabei fand ich ca 2 Liter Flüssigkeit darin, ich dachte erst an Regenwasser weil sie beim Schrotti draußen stand, aber Regenwasser schäumt nicht wenn es auf den Boden tropft :shock:
    Ist das normal evtl. durch beim Laden austretendes Elektrolyt das sich über die Zeit sammelt?
    Im Keller habe ich dann alles wieder zusammengebaut und mit einem Trichter solange destilliertes Wasser in die Aquamatik laufen lassen bis alle Schwimmer oben angekommen waren und dann ein Netzteil (max 10A) ran gehängt und erstmal laden lassen, Spannungsbegrenzung bei ca 29V
    hab das mehrere Tage dran gelassen und zwischendurch auch mal zur Elektrolütumwälzund die Spannung etwas angehoben damit es Blubbert. Außerdem Säureheber gekauft erste Messung Elektrolytdichte (Batterie sollte nach der ganzen Laderei Voll sein ?)
    1,26_1,26_1,27_1,27_1,28_1,29__1,28_1,27_1,29_1,27_1,27_1,24
    ist die Streuung so erfahrungsgemäß normal? wie ist das mit der letzten Zelle zu bewerten
    Hatte dann das Ladegerät abgeschaltet und erst einige tage später wieder drauf geschaut, sah dabei das der Elektrolytstand in der letzten Zelle abgenommen hatte n nicht viel aber am Schwimmer sichtbar, dachte dann wird die wohl undicht (wegen dem Elektrolyt im Trog am Anfang) sein und hab erstmal eine Ersatzzelle bestellt, die ist aber noch im Zulauf.
    Habe nun die Letzte zelle wieder augefüllt und mal eine Last an die Batterie gehängt 200W sagen wir ca 8,3A und nach 17h also 140 Ah die elektrolytdichte gemessen.
    1,20_1,19_1,21_1,21_1,22_1,23__1,22_1,21_1,23_1,22_1,21_1,17
    spannungen unter las alle bei ca 2V außer Zelle 8 bei 1,9 und die Letzte bei 1,95


    Aber in allen Zellen hat scheinbar der Flüssigkeitsstand abgenommen wird das Elektrolyt beim entladen Weniger oder hängt das mit Dem auftrieb der Schwimmer bei geringerer Elektrolytdichte zusammen?


    Das waren erstmal eine ganze Menge Fragen. Ich wäre für jeden Hinweis dankbar.

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Du siehst es schon richtig, wenn Du leere Zellen befüllst können Sie bei Aufladung überlaufen!!!

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Hi und willkommen hier, ich versuche mal die Fragen zu finden und der Reihe nach zu beantworten.
    -Was das "K" bedeutet weiß ich auch nicht, aber wenn ich guurgl frage kommt da was von einer 3 PzS 345 K
    die scheinbar vor kurzem auf ibäh Kleinanzeigen vertickt wurde. Kennen die sich ? :wink:
    -normal ist es nicht dass Elektrolyt im Trog ist, aber wenn zuviel dest. Wasser und vielleicht noch vor der Ladung
    nachgefüllt wurde passiert das halt. Wenn der Betonboden schäumt ist zumindest eine gewisse Konzentration
    an H2SO4 drinnen :D Kannst Du denn bei der Plörre was mit dem Säureheber messen?
    - die Streuung ist nicht gut, sie sollte eigentlich +- 0,01 kg/l nicht überschreiten. 1,29kg/l ist die Nennsäuredichte bei 30° C
    (1,28 bei 15°C) und es ist zumindest einen langwierigen Versuch wert diese Dichte bei möglichst allen Zellen zu erreichen.
    Wird aber nicht klappen, trotzdem, je mehr desto besser. Also häng das Netzteil nochmal mind.einige Tage ran, eine
    harte (also schon alte) Sulfatierung braucht vor allem Zeit, Zeit und nochmal Zeit. 10A/29V ist okay, bei < 25°C.
    - dass die letzte Zelle mit der schwachen SD nach der Lastmessung noch recht hohe Spannung hatte läßt darauf schließen
    dass sie durch Sulfatierung hochohmig geworden ist. Du könntest auch gezielt diese eine Zelle nachladen, z.B mit einem
    3V-Netzteil, das muss aber dann unter Beobachtung geschehen und wie gesagt, das braucht mehr Zeit als Ampere&Volt.
    - dass sie nach der Ladung mehr Wasser verbraucht hat liegt auch an der Hochohmigkeit, wenn Du sie einzeln unter Ladung
    beobachtest wirst Du sehen dass sie schon brodelt während die "guten" noch brav Strom schlucken.
    Ein billiges Stethoskop ist für diese akustische Kontrolle sehr empfehlenswert! Am Multimeter siehst Du es aber auch :)
    - wenn Du eh eine neue Zelle bestellt hast kannst Du ja mal mit dieser Zelle schonmal üben wie weit man eine PzS
    regenerieren kann :mrgreen: Es lohnt sich !
    lg,
    Philip
    edit. das waren jetzt schon mal eine ganze Menge Antworten, pff.

  • Vielen Dank für die Antworten,
    und Entschuldigung für meine katastrophale Groß-und Kleinschreibung bei der Fragestellung, ich hatte es wohl gegen Ende etwas zu eilig.
    Das man die Batterie nicht füllen darf wenn sie entladen ist, weil sie sonst überläuft ist ein wichtiger Hinweis.
    Eigentlich logisch wenn die Elektrolytdichte abnimmt muss die Masse die das Elektrolyt danach weniger hat ja aus dem Elektrolyt verschwinden und damit nimmt das Volumen ab, oder so ähnlich, aber soweit habe ich vorher nicht gedacht.
    Der Vollständigkeit halber noch die Elektrolytdichten nach 26h x8,3A also 215 Ah:
    1,16_1,15_1,16_1,17_1,18_1,19__1,17_1,17_1,19_1,17_1,18_1,14
    Spannung unter Last noch 23,56V
    Also wenn noch Über 200Ah scheint die Batterie doch brauchbar zu sein ? Und die Letzte Zelle werde ich ersetzen.
    Habe auch gleich wieder angefangen zu laden, damit sie nicht unnötig leer herumsteht bis ich mir meinen Effekta AX-P leisten kann.
    Die Säure aus dem Trog habe ich schon vor Anschaffung des Säurehebers mit Katzenstreu gebunden um sie zu neutralisieren und so besser entsorgen zu können, hat aber auch ordentlich reagiert :D
    Was ist denn zur Desulfatierung die optimale Spannung? Als ich die Batterie voll hatte war bei 29V nur sehr wenig Strom, ich habs mir nicht gemerkt aber doch unter 1A.


    Grüße Milan

    PIP2424GE
    21x UF85 CIGS SÜD
    24V 345AH PzS

  • Entsorgung bitte nicht via Mülltonne sondern bei entsprechender Problemstoffsammelstelle/Schadstoffmobil wg Blei. Wird ja auf jeden Fall etwas Säure mit Blei(Sulfat?) enthalten sein, wenn es schäumt, wie Philip schon schrieb.