Unterschiedliche Strings an Piko 5.5 Neue Generation

  • Hallo,


    ich habe seit letzter Woche eine PV-Anlage mit 5,9 kWp, bestehend aus 22 Solarworld SW 295 Modulen auf dem Dach, das ganze ist an einen Piko 5.5 der neuen Generation angeschlossen. Wir haben ein Dach in Südausrichtung, leider in der Mitte eine Gaube und auf der rechten Seite einen Schornstein, so dass auf der linken Dachhälfte 12 Module installiert sind und auf der rechten Seite 10. Der installierende Betrieb hat nun jeweils 11 Module auf einen String gelegt, so dass das oberste rechte Modul der linken Hälfte mit auf dem String mit den 10 Modulen rechts ist. Ist diese Art der Verschaltung nicht quatsch/nachteilig, da der WR doch über unabhängige Tracker je String verfügt oder habe ich da was nicht richtig verstanden?


    Viele Grüße,
    TSchabba

  • Hi
    So oder so. Beides schlecht ausgelegt. Normalerweise müssten alle Module in einen String. Das wäre sogar die ideale Bemessungsspannung für deinen WR.


    Warum also überhaupt 2 Strings?


    Mindest MPP-Spannung ist bei deinem Piko 265V
    Ideal 680V


    Pro Modul ca. 30V (wenn ich richtig liege). Somit kannst du selbst ausrechnen was ideal gewesen wäre bzw. ist


    Grüße

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • In einen String? Bremsen die sich dann nicht gegenseitig aus, weil vormittags die linke hälfte und nachmittags die rechte Hälfte im Schatten der Gaube ist?

  • Zitat von TSchabba

    In einen String? Bremsen die sich dann nicht gegenseitig aus, weil vormittags die linke hälfte und nachmittags die rechte Hälfte im Schatten der Gaube ist?


    Wenn das Schattenmangement des Piko funktioniert dann nicht :!:


    Der WR durchfährt dann die gesamte Kennlinie und ermittelt den globalen MPP. Dabei werden die Bypassdioden in den Modulen aktiviert und die verschatteten Bereiche "überbrückt", sodaß der Rest des Strings (fast) normal weiterläuft. Je kürzer der String ist desto schlechter funktioniert das, deshalb braucht man für ein funktionierendes Schattenmanagement lange Strings.


    Wie das bei Kostal funktionieren soll hat der Kostal Service hier schonmal angedeutet:
    https://www.photovoltaikforum.…t115745-s30.html#p1463390
    Berichte von "echten" Anlagenbetreibern stehen allerdings noch aus.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59


  • Hallo, danke für die schnellen Infos! ANgegeben sind die Module mit einer Leerlaufspannung von 40 V und eine Maximale Systemspannung von 1000 V, also müsste das ja eigentlcih mit dem einen String passen, oder habe ich noch was vergessen? Ist das trotzdem noch von Vorteil, obwohl die von dir angegebene Spannung von 680 V überschritten wird?
    Kann ich die Strings einfach im Keller in reihe schalten und dann an den DC1 anschließen oder gibt es dabei etwas besonderes zu beachten?
    Viele Dank und viele Grüße,
    Timo

  • Max. MPP-Spannung (UMPPmax) V 800


    diese Angabe habe ich auch noch im Datenblatt gefunden, da wäre ich dann ja mit den 20 x 40 V genau drauf, oder? Ist das problematisch?

  • Zitat von TSchabba

    Ist das trotzdem noch von Vorteil, obwohl die von dir angegebene Spannung von 680 V überschritten wird?


    Wird sie ja nicht, nur die Leerlaufspannung liegt höher :idea:


    Bei 22 Modulen (welche sind das genau :?: ) liegt die Leerlaufspannung bei -10° bei etwa 975 Volt. Im normalen Betrieb (Zelltemperatur 50°, der Wechselrichter arbeitet und speisst ein !) liegt sie um 630 Volt.
    Besser geht`s nicht am neuen Piko weil man dann mehr Module bräuchte und damit aber wieder den oberen Wert(1000 Volt) überschreiten würde.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

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