Das EEG am Ende?

  • Hallo zusammen,


    wer die Medien halbwegs aufmerksam verfolgt hat, wird hierin den zweiten Testballon erkennen: http://www.faz.net/aktuell/wir…strom-hilfe-14690006.html
    (Der erste wurde im November gestartet.)


    Wenn die CDU hier nicht massiv Gegenwind erhält, dann kommt die Forderung zu einem EEG-Ausstieg totsicher ins Wahlprogramm. Und genauso sicher sitzt die CDU als größter Partner in der nächsten Regierung.


    Es wird nun Zeit, dass jeder seinen CDU-Abgeordneten anschreibt. Ich habe das vorhin erledigt. Ihr auch schon?

  • Nun, zum einen ist das nur eine Position die so noch nicht im CDU Wahlprogramm ist - von daher ist es gut dass Du Deinen CDU Abgeordneten angeschrieben hast.


    Ansonsten ist es aber auch richtig dass die Förderung immer weniger benötigt wird.

  • Zitat von Kaefermicha

    Ansonsten ist es aber auch richtig dass die Förderung immer weniger benötigt wird.


    Ohne EEG gäbe es nahe null Zubau. Warum auch? Der größte Teil des konventionellen Kraftwerkparks könnte noch Jahrzehnte laufen, bevor Neuanlagen notwendig sind. Von dieser Seite gibt es also keinen Bedarf für EE-Anlagen. Und die paar Fälle, bei denen sich mit einer PV-Anlage oder gar mit einem Windrad so hohe Eigenverbrauchsquoten erzielen lassen, dass sich die Anlage allein dadurch trägt, die kann man mit der Lupe suchen.

  • Zitat von GWeberJ

    Warum auch?


    Genau diese beiden Worte sind entscheidend dafür warum die frühere "Wirtschaftspartei" CDU seit Jahren mit den genauso unfähigen raffgierigen Managern die Deutsche Wirtschaft an die Wand fährt und sich dabei noch selber applaudiert.


    Der schwarze Filz ist inzwischen so satt, daß auch da nur noch Jasager und Parteisoldaten auch dank .... ´sind die noch nicht gemerkt haben, daß die Globalisierte Welt dabei ist die Energiekosten mit EE zu senken nur die "Tolle" europäoische Wirtschaft hat das nicht nötig weil sie ja soo gut sind. Lieber pressen sie ihre Sklave weiter aus als dass sie sich mal Gedanken um die Zukunft ihrer Kinder machen.


    :twisted::mrgreen::mrgreen: Wenn man keine hat braucht man sich auch keine Gedanken machen. :juggle::juggle::juggle:


    Mein Vorschlag Im GG wird verankert, daß wer keine Kinder hat nicht Bundespräsident/in oder Bundeskanzler/in in D werden darf. :ironie:


    Django

  • Die Speicherbranche wird es gerne hören. Wer von der CDU steckt da drin? Spontan fällt mir (weil davor vielen Jahren schon mal was war) Sonnenschein ein, kenne aber die aktuellen Eigentumsverhältnisse nicht.
    Wenn z.B. die Smartmeter eine kostengünstige Direktvermarktung in der Nachbarschaft ermöglichen würden und man nicht mit Netzentgelten und Umlagen prohibitiv dagegen arbeiten würde, könnte ich es mir schon vorstellen, daß man keine "klassische Förderung" aus dem EEG mehr bräuchte. Bis 2021 wird das aber eher nichts.
    Will sagen - wenn die restlichen Rahmenbedingungen stimmen, könnte das was werden. Das ist aber im Prinzip auch wieder ein EEG.


    Aus dem Artikel der FAZ

    Zitat

    Hausbesitzern wird versichert: „Eine Verschärfung der Anforderungen an den (Gebäude-)Bestand wird es mit der Union nicht geben.“


    Was hat man da neulich in Paris gleich unterschrieben? War sicher die SPD :roll:
    Wobei ich persönlich auch der Meinung bin, daß die angestrebte Verbesserung der Energieeffizienz im Wärmebereich im Bestand viel zu optimistisch ist. Macht sich halt schön, wenn man schnell as aus dem Hut zaubern muß.


    OT: Wäre man seinerzeit so schlau gewesen und hätte eine Atom-Umlage eingeführt, würde mich wirklich interessieren, ob man nicht nahc ein paar Blöcken aufgehört hätte. Wo wäre in Bayern (und überhaupt) Platz für ein Kern-/Kohle-/...kraftwerk, wenn man da auch eine 10H-Regelung (für das höchste Bauwerk, also den Kamin, der die Schadstoffe großflächig verteilt) gehabt hätte?

  • Politisch etwas "seltsam" ein funktionierendes Instrument abschaffen zu wollen, ohne auch nur den hauch von einem Plan zu haben.


    Zitat

    Mit Blick auf die Industriestrompreise heißt es in dem Papier, dass die Industrie im internationalen Wettbewerb auf konkurrenzfähige Energiepreise angewiesen sei.


    Kriege ich etwas nicht mit oder ist der Wirtschaftsflügel der CDU vollkommen irre? Die Preissteigerungen von 2000 bis Heute für Industrie Strom in Frankreich und D. sollte man schon mal im Vergleich setzen. Und das Deutschland bei den Energiestückkosten ganz weit vorne mitspielt, sollte einen Wirtschaftsexperten bekannt sein.


    Wenn ich wüsste, dass mit diesen Konzern Marionette ein Gespräch sinnvoll zu führen möglich wäre, dann könnte ich mich dem nicht verweigern. Aber mit Fuchs, Pfeifer & Co. zu reden, ist pure Zeitverschwendung.


    Das EEG zu entwickeln und der Tatsache Rechnung zu tragen, das Sonne und Wind bei den Kosten je MWh jedem fossilen Neubau in den Schatten stellen, ist ja normales Geschäft einer Regierung.


    Wer jetzt als Nation nicht richtig Gas gibt bei dem Umstieg wird u.U. bald überrollt. Volkswirtschaftliche Energiekosten von nahe Null sind schwer zu schlagen.

  • Mein Vorschlag: EEG abschaffen und dafür Strom aus Erneuerbaren von der Stromsteuer befreien, wenn sie keine EEG Förderung erhalten.


    Gegen 10 oder 20€ CO2 Steuer ist natürlich auch nichts einzuwenden.

  • Zitat von Kallenpeter

    Mein Vorschlag: EEG abschaffen und dafür Strom aus Erneuerbaren von der Stromsteuer befreien, wenn sie keine EEG Förderung erhalten.


    Gegen 10 oder 20€ CO2 Steuer ist natürlich auch nichts einzuwenden.


    20 Jahre Laufzeit. Also wird vor 2027 keine wirkliche Entlastung passieren.
    Natürlich sind Strafsteuern auf Fossile und Steuerbefreiungen keine Subventionen auf die EEs - natürlich nicht.
    Eine Streichung des EEG-Einspeiseprivilegs wird nur etwa 30% *Verluste* bringen - sprich die Erzeugungskosten hochsetzen.


    Da man bei 12 ct kaum Zubau hat - kann man also von Kosten von etwa 18 ct/kWh ausgehen. Man muss darauf hoffen das die EEG Umlage und die Netzentgelte den Endkundenstrompreis auch weiterhin hoch halten.