Sulfatierung BLEI, nicht regelmößig Volladung und Auswirkung

  • Ich muss mal was anschneiden und loswerden das mir schon länger auf der Leber liegt und stell das mal zur Diskussion


    und zwar das zyklische verhalten von Batterien im "Oberen" Ladebereich. Ich widersprech da landläufiger Meinung dazu das dies keine Problem macht und wegen des Ladewirkungsgrades zu bevorzugen ist.


    Die landläufige Meinung besagt ja ein Betrieb im oberen Ladebereich ist dahingehend kein Problem da keine weitergehende Sulfatbildung erfolgt. Dem stimme ich nur teilbedingt zu.. wo keine Umwandlung auch keine Neubildung... jedoch übersehen viele das beim permanenten Zyklen dieser Bereiche kumulativ ist. Es macht einen gravierenden Unterschied ob ich eine Batterie bei 90% länger lagere oder zwischen 85 und 95% permanent zykle und das viel schneller als angenommen.


    lagert man eine Batterie bei 90% hab ich zwangsweise zum nicht rückumgewandlet wieder neu gebildetet material neigt.. zyklen ich täglich hat man tag für tag jedeoch eine neu chemische Umwandlung von neuen Material das sich anlegen und weiter kristalle weiter bildet oder vergrößert.. und dies beeinflusst die Batterie wesentlich schneller als angenommen... es wird immer gesprochen das sich die Harten Verbindungen nicht gleich bilden.. richtig jedoch gibt es zum freien Bereich auch noch einen Bereich dazwischen er bereits langfristige Auswirkungen nach sich zieht.


    Ein Beispiel wie ich es schon länger sehe und jetzt auch bei meiner eigenen Anlage zu spüren bekomme.



    Folgendes typisches Szenario erst vor wenigen Tagen so geloggt:


    Ausgangssituation:
    Wegen eines WR Abbau weil ich meinen an einen Kollegen der ihn dringend gebraucht hatte kurzfristig weitergegeben habe hatte ich 8 Tage keinen WR..nach 8 tagen Ladung .. Batterie natürlich 8 Tagen nach regeneration in absolut Top Zustand.. Restladestrom bei 0.2% SD auf nennwert.. Das Teil ist defvinitiv knallvoll



    Habe die Batterie in der ersten Nacht auf SOC 90 entladen.. und auomatisiert abgeschalten weil nächsten Tag ganz böses Schlechtwetter angesagt war somit am nächsten tag keine entladung
    Tags darauf sehr gutes Wetter.. wunderbar Laderregler geht bei 94,6% bei 20A in die Absorbtion und bleibt bis 0.5% Tailcurrent da drin.


    Was folgt sind 2 Tage Mischwetter mit Ladung bis 96% entladen wo ich jedoch nie unter 90% entladen hatten
    am dritten Tag sehr gutes Wetter.. Laderegler wechselt aber bereits mit 17,8A bei 92.2% SOC in die Absorbtion.
    Das ganz klar Fazit das nach 3 tage Mischzyklen hier bereits eine ganz klare Auswirkung zu beobachten ist. Ich muß dazu sagen mein Batteriemonitor ist wirklich sehr exakt eingestellt. und dadurch das ich die Batterie vorortüberprüfen kann kann ich das belegen. Ich hötte noch sehr viele ander System wo ich das zwar anhand der logs sehe nur die Auswirkungs auf die SD nicht gegenprüfen kann.. weil ich ja nicht vorort bin.


    Wenn man das Spielchen jetzt länger weiter spielt wandert die Absorbtionsgrenzen Tag täglich nach unten.. das sich auch in der SD widerspiegelt.



    Genau das sind Punkte wo ich es schon länger beobachte bei Anlagen die Knapp dimensioniert sind wie auch im Winterbetrieb, das durch diese Kumulierung sich eine schleichende minimale permanent Verschlechlechterung des Batteriezustandes ergibt... bei vielen mit Batteriemonitor regelmößig kontenuierlich nach unten abweichen weil sich die Absorbtionsgrenzen kumulativ nach unten verschieben.. das eine auch bei niedrig eingestelltem Tailcurrent die Sycnung erfolgen lässt. Deswegen ist meine eigene Syncung mittlerweile für WInterbetrieb komplett abgeschalten..


    Pezi

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Dass der Ladewirkungsgrad im oberen Bereich gut ist habe schon immer widersprochen. Dazu gibt es auch ein Paper das wir mal diskutiert haben.


    Wenn in diesem Betrieb die temperaturkompensierte Absorptionsspannung und die nötige Nachladezeit eingehalten wird, und auch alle paar Tage wirklich 100 % SOC der Batterie erreicht wird, dann ist der Betrieb unkritisch. Wann da der Batteriecomputer auf 100 % stellt ist für die Batteriegesundheit völlig unabhängig und egal. Denn der Batteriecomputer steuert ja nicht die Ladung.


    Mein 24 V Batteriesystem lädt im Winter bei einer Temperatur knapp über 0°C einmal die Woche auf 29,5 - 29,8 V und ich kann kein nachlassen der Kapazität feststellen.


    Die Spannungsschwelle ab der Batteriecomputer auf 100 % resettet müsste eigentlich auch temperaturkompensiert sein. Das sparen sich die Hersteller aber leider bisher.

    Mobile Insel: PV 2kWp (mono), Solarregler 2xMPPsolar PCM5048 (MPPT), LiFePO4 1020Ah/25,6V, Lichtmaschine 4,2kW, Netzladegeräte 2xPhilippi AL30 24V, 2xKosun 6kW Sinus-WR 24V, Mastervolt Batteriemonitor BCM-III

  • Zitat

    und zwar das zyklische verhalten von Batterien im "Oberen" Ladebereich. Ich widersprech da landläufiger Meinung dazu das dies keine Problem macht und wegen des Ladewirkungsgrades zu bevorzugen ist.


    Hm.ist dir also auch schon aufgefallen.Das Phänomän scheint tatsächlich zu exestieren.
    Also auch auf nen Batteriekomputer kann man sich auch nicht 100% verlassen. :mrgreen:
    Wegen der eh negativen Bilanz schalt ich die Anlage komplett ab.Da sich der Betrieb sich bei trüben Wetter
    eh nicht lohnt wird ja Tagelang tagsüber Schnarchladung betrieben.
    Alternativ kann man über Nacht noch über Netz 1-2A erhaltungsladung weiterlaufen lassen.
    Bei Tagen mit Sonne wird Tagsüber aktiviert so das direktverbrauch mit kurzzeitig starker Entladung (Kaffemaschine :mrgreen: )stattfindet.
    Nach dem Mittag meist wieder abgeschaltet und Vollgeladen notfalls auch mal mit Netzlader alle 2wochen.
    Die 0-1Kwh werden mich nicht Ruinieren.und hält die Batterie hoffentlich sportlich fit.
    Diese Mischung machts wohl ganz gut.Mal schauen... :wink:

    PIP 2424HS an 750Wp 3xShinsung Black Mono250 +1,5Kwp (6xShinsung Black Mono250)
    an FPS 100/50 an Bluebatt 24v 465Ah

    EA Sun ISolar SMV III 3K

    EA Sun SP 3K-24
    Siliken 3,3i 3,25Kwp 13xShinsung Black Mono 250
    VW T4 mit Evective 2000w + Varta 110Ah +0Wp

  • Najo es ist kein phänomän. Ich habe es auch nicht das erstemal erwähnt nur in anderer Form. Es bezieht sich schlicht auf die kapazitätsverringernde Auswirkungen der permanenten nicht volladung durch PV auch wenn die Batterie "fast" voll ist bei gleichzeitig nur niedrigem regelmäßigem DOD 5-10. Denn echte 100% voll im sinne der vollständigen chemischen Rückumwandlung gibt es pv technisch bei täglicher Entladung nie auch nicht im Sommer das geht einfach zeitechnisch nicht



    Der Batteriemonitor funktioniert ansich schon sehr gut.. "Wenn" er richtig eingestellt ist hat nur fast niemand weil sich die wenigsten damit auseinandersetzten zu unterschiedlich sind Systeme und deren Nutzung.. Nur er ist halt immer ein Relativer Wert ohne Berücksichtigung von SOH.


    Die Sache der Wichtigkeit mit dem Netzlader und einer regelmäßigen Wartungsladung wenn es die Möglichkeit gibt vorallem bei den Halbinseln kann ich aber nur unterstreichen

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  • Zitat von pezibaer


    Die Sache der Wichtigkeit mit dem Netzlader und einer regelmäßigen Wartungsladung wenn es die Möglichkeit gibt vorallem bei den Halbinseln kann ich aber nur unterstreichen


    Ich hab ja mehrere Laderegler und mehrere Zellenreihen parallel.
    Angedacht war, dass jeweils eine Zellenreihe mit Laderegler von der Anlage getrennt wird, um eine Wartungsladung durchzuführen. Das hab ich aber noch nicht umgesetzt.
    Ich mach die Wartungsladung mit einem Ladegerät, welches am Wechselrichter hängt, und klemm dabei die Batteriereihe von der Anlage ab. So ist auch der Verlust geringer.
    Wichtig ist mir dabei, dass die Anlage, wärend der Wartungsladung weiterläuft.


    MfG Georg

  • Zitat von iron-age


    Angedacht war, dass jeweils eine Zellenreihe mit Laderegler von der Anlage getrennt wird, um eine Wartungsladung durchzuführen.


    Ist durchaus eine Möglichlkeit das geht im fast vollzustand sogar regenerativ über eine Umladung aus den anderen mittels stepup.. Die Aufnahme ist dann ja sowieso sehr gering

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  • Zitat von pezibaer

    Denn echte 100% voll im sinne der vollständigen chemischen Rückumwandlung gibt es pv technisch bei täglicher Entladung nie auch nicht im Sommer das geht einfach zeitechnisch nicht


    Moin Pezi, irgendwie wieder so eine seltsame pauschale Aussage :roll:
    Vielleicht solltest Du/alle mit dieser Erfahrung da doch lieber noch etwas am Verhältnis PVGenerator/ Verbrauch feilen :roll:
    Oder soll man dass jetzt wirklich so verstehen dass eine echte Insel gar nicht geht? :shock:
    Die Hummel kann gar nicht fliegen? :lol:


    lg,
    Philip


    p.s: bei mir kommt im Betrieb kein Netz ins Blei, fertig. Ich sehe das gerne etwas sportlich :D
    Früher habe ich noch neue, kranke Zellen mit Netzstrom wiederbelebt, auch das geht heute aus der Insel.

  • Zitat von e-zepp


    Moin Pezi, irgendwie wieder so eine seltsame pauschale Aussage :roll:
    Vielleicht solltest Du/alle mit dieser Erfahrung da doch lieber noch etwas am Verhältnis PVGenerator/ Verbrauch feilen :roll:


    Was bitte ist hier seltsam. Ich bezweifle das du verstanden hast um was es geht weil deine Aussage passt hier so irgendwie nicht dazu. Die pv Generator größe spielt hier explizit mal keine keine rolle da man von genug ladestrom ausgeh. Es geht expllizit allgemein um Ladezeit bei niedrigem DOD. Da eine vollständige chemische umwandlung allein aufgrund der Ladekurve länger dauert als tage lange sind

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  • Mir stellt sich eher die Frage wie schädlich die nicht ganz vollen Zyklen sind.
    Wobei bei meiner Insel im Sommer immer vormittags schon die Laderegler abschalten.


    Wieviel geht an Lebensdauer durch die nicht perfekte Volladung verloren?

  • Die kapazität veringert sich und die Absorbtionskurver wird jeden tag flacher somit wirdauch die benötigte Zeit "in der Absorbtion" mit jedem tag länger. Dahingehend zu begründen das die umwandlung mit jedem tag immer schwieriger wird um so mehrtage zwischen einzelnen volladungen verstreichen .. Kurzfristg gesehen revidierbar sofern man vollständige wartungsladungen regelmäßig durchführt.. Langfristig ohne wartungsladung wirds halt zu einem schleichenden kapazitätsverlust führen

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