Neue Immobilie, welche Solaranlage empfiehlt ihr?

  • Hi folks,
    wir haben uns letztes Jahr eine Immobilie gekauft und müssen das Dach neu aufsetzen lassen.
    Da habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht Sinn macht eine Solaranlage für Strom zu installieren(vielleicht auch für Wasser), da man oft liest, dass diese sich nach ca 10 Jahren amortisiert.


    erstmal ein paar Bilder zum Objekt
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    jetzt wird aufgrund des Platzgewinns eine Gaube errichtet und zwar auf der kompletten rechten Dachhälfte, diese wird daher natürlich auch einen sehr geringen Neigungswinkel haben. Dazu leider noch Ost- West Ausrichtung.
    Im Hintergrund sieht man noch die Garage , vielleicht ergibt sich hier die Möglichkeit Solarpanels aufzustellen und auch höher zu stellen da sie auf jeden Fall niedriger ist als das Haus und dementsprechend viel Schatten abbekommt ab einer bestimmten Uhrzeit.


    Zu den Panels selber, ich bin absoluter Leie und weiss nur das ich Panels und einen Wechselrichter brauche, das war es allerdings auch schon.
    Evtl einen Akkuspeicher damit ich noch zusätlich eine Reserve habe um autarker zu leben.
    Ein Bekannter von mir hat dieses System und ist sehr zufrieden , Installationskosten unter 10000€.
    Allerdings sind sie nur zu dritt.
    Wir zu sechst, 2 Erwachsene und 4 Kids.
    Sein Wechselrichter hat die Bezeichnung Platinum 5500 R3-S2B und seine Panels ECO LINE LX-250P FS40 EU


    Falls das für euch wichtig ist, als Dachpfannen habe ich mir diese ausgesucht
    https://www.creaton.de/dachzie…hziegel/futura-108-stkm2/ in Anthrazit und glasiert.


    Das Haus steht im Pott, um genau zu sein in Herne.
    Ich hoffe auf eure Ratschläge etc da ich sonst blind einer Firma vertrauen muss und das wollte ich eigentlich vermeiden.
    Es kann sein das ich nicht sofort antworte da ich im Moment viel umme Ohren habe, seht es mir nach :wink:


    Strom hat vorrang, ich wollte nicht mehr als maximal 12-15000€ ausgeben für das komplette System.
    Für Warmwasser wird , wenn wirim Oktober einziehen, noch ein Viessmann Gerät genutzt welches von 2002 ist, aber immer gewartet wurde. Einen neuen kaufe ich erstmal nicht.


    :danke::danke::danke: für Infos

  • Schnelle kurze Antwort:


    Pack drauf was geht und bleibe unter 10 kWp


    Warm(Bracu)wasser würde ICH mit einer Wärmepumpe machen - die lassen sich wie ne Lampe ein und auschalten. Ein thermisches System kann (muss nicht) Probleme in deinem Sommerurlaub verursachen - die Wärme muss ja irgendwo hin...


    Mit Panels macht man eigentlich nicht viel falsch - gleiches gilt für den WR- Das Konzept muss passen
    Wenn der Betrieb keine Ahnung hat ist es egal womit er es versaut


    Glasierte Pfannen - und dann das Dach voll mit PV-Modulen
    (Schmunzel.... aber wers mag mag es)


    Speicher ist ein Zankapfel- wenn du ihn mit in die AfA bekommen bekommen kannst - warum nicht
    Bei mir gab es noch KfW Mittel



    Ost West Ausrichtugn ist spitze - das glättet eine ggf. abzuregelnde Mittagsspitze und du hast morgens Strom zum Wäsche waschen und abends noch genug für Kochen/Spülmaschine..


    Grüsse
    Carsten

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Hi,


    Zitat von rococo

    wir haben uns letztes Jahr eine Immobilie gekauft und müssen das Dach neu aufsetzen lassen.
    Da habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht Sinn macht eine Solaranlage für Strom zu installieren(vielleicht auch für Wasser), da man oft liest, dass diese sich nach ca 10 Jahren amortisiert.


    ja, das macht Sinn, wenn auch die Amortisationsdauer von 10 Jahren sportlich ist.


    Zitat von rococo

    jetzt wird aufgrund des Platzgewinns eine Gaube errichtet und zwar auf der kompletten rechten Dachhälfte, diese wird daher natürlich auch einen sehr geringen Neigungswinkel haben.


    Das ist in diesem Fall sogar gut, weil die Gaube groß wird und auf dem NO-Dach liegt.


    Zitat von rococo

    Dazu leider noch Ost- West Ausrichtung.


    Sieh`s positiv: Du kannst jetzt nicht nur eine Dachhälfte belegen, sondern beide. Dadurch passt erheblich mehr drauf und Euer Strom wird billiger (bzw. die Amortisationszeit kürzer) wie bei einer kleinen Anlage.


    Zitat von rococo

    Im Hintergrund sieht man noch die Garage , vielleicht ergibt sich hier die Möglichkeit Solarpanels aufzustellen und auch höher zu stellen da sie auf jeden Fall niedriger ist als das Haus und dementsprechend viel Schatten abbekommt ab einer bestimmten Uhrzeit.


    Die Bäume rechts neben der Garage werfen bestimmt auch Schatten, oder?
    Dann ist`s fraglich, ob hier was sinnvolles gebaut werden kann.


    Zitat von rococo

    Strom hat vorrang, ich wollte nicht mehr als maximal 12-15000€ ausgeben für das komplette System.


    Solarthermie macht heute so gut wie keinen Sinn mehr.
    Für 15.000 EUR bekommst Du 12-13 kWp PV ohne Speicher. Ich würde so groß bauen wie irgend möglich.


    Zitat von rococo

    Für Warmwasser wird , wenn wirim Oktober einziehen, noch ein Viessmann Gerät genutzt welches von 2002 ist, aber immer gewartet wurde.


    Was ist das, ein elektrischer Durchlauferhitzer, ein Gasofen oder womit wird das Wasser heiß gemacht?

  • Guck das die Gaube eine Dachneigung von mindestens 10 Grad hat und dann 10KWp drauf oder >13KWp drauf.


    Blechdach oder echte Pfannen mit regensicherem Unterdach wäre mein Favorit.


    Gesendet mit Tapatalk

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW


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  • Nochmal deutlich: Das Geld für die glasierten Pfannen würde ich mir sparen, sieht eh keiner mehr.


    Mach knapp unter 10 kWp, dann bleibst du finanziell an der unteren Grenze deines Rahmen und hast trotzdem eine fast optimale Anlage mit möglichst geringem Verwaltungsaufwand.

  • Beim dem Budget und dem Dach bleibt nur Eins, mach das Dach voll bis 10 kWp besser > 13 kWp.


    Bevor Du mit allem Anfängst sieh mal bei der KFW nach, die haben immer viele Möglichkeiten den Bauherrn finanziel zu unterstützen. Gilt auch für die Sanierung des Daches. In Deinem Fall ist auch ein Enegieberater zur Begleitung der Maßnahme kein Fehler. Den kannst Du nachher zumindest evtl. auch in Haftung nehem wenn es nicht aufgeht.
    Das Forum würde ich da mal als Anregung betrachten, keiner ist hier mit seinem Privatvermögen für die guten Ratschläge haftbar.


    Wenn es Dir gelingt noch 4000 Euro mehr bereitzustellen, dann mit Speicher. Beonders bei Deinem vermutlich höheren und steigendem Stromverbrauch.
    Wieso 4000 Euro, weil er 6500 Euro jetzt kostet. 19 % gehen durch Rückerstattung der Mehrwersteuer und so etwa 1000 Euro durch eine Mögliche Förderung nochmal ab.
    Auch dies ist nur eine Anregung.


    PS: Ich könnte Wetten, wer jetzt als nächstes schreibt.

  • Hammer, tolle Resonaz hier.
    Versuche jedem hier zu antworten.


    Zitat

    Glasierte Pfannen - und dann das Dach voll mit PV-Modulen
    (Schmunzel.... aber wers mag mag es)


    Zitat

    Nochmal deutlich: Das Geld für die glasierten Pfannen würde ich mir sparen, sieht eh keiner mehr

    .


    Was das Dach anbelangt, ich wollte aus optischen Gründen nie glasierte Dachziegel, aber sie halten länger und es bildet sich kein Moos.
    Jetzt wusste ich natürlich nicht wieviele Panels das Dach pflastern und ob diese überhaupt einen Regenschutz bieten da das Wasser sich von oben nach unten eh seinen Weg sucht.
    Aber ich werde das hier weiter recherchieren.


    Zitat

    Das ist in diesem Fall sogar gut, weil die Gaube groß wird und auf dem NO-Dach liegt.


    Die Dachfläche vergrössert sich leider nicht, sie wird nur angehoben damit der spitze Winkel von 23 Grad wegfällt und wir Zimmer draus machen können.Also das Dach wird rechts nur begradigt.


    Zitat

    Ost West Ausrichtugn ist spitze - das glättet eine ggf. abzuregelnde Mittagsspitze und du hast morgens Strom zum Wäsche waschen und abends noch genug für Kochen/Spülmaschine..


    hört sich gut an, so habe ich das noch gar nicht betrachtet, lese immer was von Südsonne :P


    Zitat


    Was ist das, ein elektrischer Durchlauferhitzer, ein Gasofen oder womit wird das Wasser heiß gemacht?


    Der Viessmann ist ein Gasofen für Warmwasser und für die Bodenheizung.


    Zitat

    Guck das die Gaube eine Dachneigung von mindestens 10 Grad hat und dann 10KWp drauf oder >13KWp drauf.


    Das brauche ich auch wahrscheinlich, damit die Pfannen halten, falls es nur 7 Grad sind,sollte ich doch die Panels einwenig anheben können, right?


    Zitat

    Bevor Du mit allem Anfängst sieh mal bei der KFW nach, die haben immer viele Möglichkeiten den Bauherrn finanziel zu unterstützen. Gilt auch für die Sanierung des Daches. In Deinem Fall ist auch ein Enegieberater zur Begleitung der Maßnahme kein Fehler. Den kannst Du nachher zumindest evtl. auch in Haftung nehem wenn es nicht aufgeht.


    Das tue ich sowieso und ein Energieberater muss das auch absegnen , sonst gibts keinen Zuschuss durch die KFW.
    Wenn alles bewilligt ist, kriegt man 10 Prozent der Dachdeckerkosten und 50 Prozent der Planungskosten wieder, sprich,Energieberater, Architekt und Statiker, wenn nötig. Selbst wenn man schon Solarpanels auf dem Dach hat und man sein Dach neu machen möchte , werden die Abbau und Aufbaukosten der Handwerker zu 10 Prozent übernommen, falls es jemanden interessieren sollte.
    Mit dem Absetzen des Solarsystems habe ich mich noch nicht beschäftigt, werde das mal mit dem Architekten besprechen.


    Deine Rechnung bzgl den 4000€ dürfte nicht aufgehen, da man , soweit ich informiert bin, die Mehrwertsteuer nicht absetzen kann, ist ja privat und nicht gewerblich.


    empfiehlt ihr die Panels aus meinem Link und auch den Wechselrichter?


    Ich habe hier mal die Datenbank überflogen und sehe das es unendlich viele Panels gibt und auch Anlagen, was könnt ihr mir hier empfehlen?


    Danke euch im vorraus :danke::danke:

    Einmal editiert, zuletzt von rococo ()

  • Die Glasierung der Dachziegel hält auch nicht ewig (wird rau, vor allem wenn das Dach eh so flach ist) und auch Moos wächst nicht im Dunkeln, sprich UNTER den PV-Modulen. Wenn du kräftig belegst, wieviele Ziegel schauen dann noch raus?
    Dann lieber unterm First Kupferblech, Kupferionen werden vom Regenwasser mit abgewaschen und verhindern dadurch Bewuchs auf der Fläche. Musst du mal bei alten Häusern schauen, unterhalb des Kaminblechs fast kein Moos.

  • Zur Grünbildung habe ich noch folgenden Artikel gefunden, sollte dem TS zu denken geben.


    Zitat:
    "Grünbildung auf fast allen Materialien möglich. Die Rauhigkeit der Deckwerkstoffe fördert zwar die Grünbildung. Doch selbst vor glatten oder beschichteten Oberflächen machen die Mikroorganismen auf Dauer nicht halt. So kann sich auch auf glasierten Dachziegeln - ähnlich wie auf Glasdächern - langfristig eine Grünbildung einstellen".


    http://www.baulinks.de/webplugin/2004/0920.php4

  • Hört sich interessant an, ich werde deinen Ratschlag beherzigen und das mit den Dachdeckern erörtern. Schauen welche Ratschläge die haben.
    Die Westseite des Daches bleibt allerdings bei ca 23 Grad Neigung