Solaranlage mitnehmen?

  • Zu dem Thema im Titel möchte ich mal in die Runde fragen. Meine Anlage von 2009 hat ja noch 13 Jahre Anspruch auf eine ordentliche Vergütung, auch für den selbst genutzten Strom. Lohnt es sich, sie abzubauen und mitzunehmen, wenn ich mal hier ausziehe? Und wenn ja, mit welchen Kosten muß ich da etwa rechnen? Die Anlage besteht aus 2 Strings zu je 13 Modulen und einem Aleo SB 5000TL/20 (umgelabelter SMA Sunny Boy). Die Gesamtleistung beträgt 5,59 kWp.
    Danke für freundliche Antworten!

    Anlage: 26 Aleo S 18 215 W Module mit 5,6 kWp,
    SMA SB 5000 TL-20; -50°(fast SO), DN 25°
    seit 14.9.09 am Netz Nähe Cuxhaven

  • Eine 2009er Anlage hat noch einen schönen Wert (sowohl Volleinspeisung als auch EV).
    Ich würde sie eher an den "Nachfolger" verkaufen und eine neue Anlage errichten. Ist vermutlich die bessere Option.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Also der Aufwand die Anlage mitzunehmen ist jetzt nicht unglaublich groß.
    Aber ich muss Eisbaer zustimmen, die bessere Lösung wäre bestimmt sie sitzen zu lassen, und auf dem neuen Haus eine entsprechend angepasste zu bauen. So ist auch das Material Risiko geringen. Schäden beim Umbau, und volle Garantie auf die neue Anlage.

    6,55kWp CanadianSolar an SolarMax S-Serie
    21 Module Chaori mit div. Akkus

    9,8kWp versch. Hersteller an SolarEdge

  • Vielen Dank für die dezidierten Antworten. Vor allem das:
    „So ist auch das Material Risiko geringen. Schäden beim Umbau, und volle Garantie auf die neue Anlage.“
    hat mich überzeugt. Dann werde ich mir mal einen hübschen Preis zusammenphantasieren. Dazu noch eine Frage: gehe ich dabei von meiner Restschuld (dann lacht der Käufer :)) oder dem deutlich höheren Buchwert (dann weint der Käufer :P) aus?
    Ich bin leider im Geschäftsleben ungeübt …
    Soviel glaube ich aber verstanden zu haben: die PV-Anlage am besten getrennt vom Haus verkaufen, nicht zusammen mit ihm; richtig?
    Danke für weitere Antworten!

    Anlage: 26 Aleo S 18 215 W Module mit 5,6 kWp,
    SMA SB 5000 TL-20; -50°(fast SO), DN 25°
    seit 14.9.09 am Netz Nähe Cuxhaven

  • Vereinfachtes Ertragswertverfahren mit einschätzen des zukünftigen Risikos die Energieerträge auch zu erwirtschaften. Sonst Bruttoerträge um Bewirtschaftungskosten reduzieren und die zukünftigen Nettoerträge nach dem Verkaufsdatum mit ca. 5-8% diskontieren (abzinsen).
    Grüße

  • Noch mal danke für die schnelle Reaktion, vor allem für den Link auf das informative .pdf. Da habe ich wohl falsch gelegen, wenn sogar ein Kaufpreis über dem Buchwert möglich wäre. Wenn ich also zum Buchwert verkaufe, fällt nicht einmal ein steuerbarer Gewinn an (wenn ich es richtig verstanden habe). Das gefällt mir. :)

    Anlage: 26 Aleo S 18 215 W Module mit 5,6 kWp,
    SMA SB 5000 TL-20; -50°(fast SO), DN 25°
    seit 14.9.09 am Netz Nähe Cuxhaven

  • Hallo,


    ich sehe folgende Alternativen:


    1) Abbauen und selber wieder aufbauen

    Kosten und Zeit sind hier nicht zu unterschätzen (Genehmigung, Abbau, Aufbau, Elektiker)
    Wechselrichter müssten ggf. neu weil sie bei Umzug die aktuellen Anforderungen erfüllen müssen. (ist zu prüfen!)
    = nicht die beste Lösung


    2) Dem Hauskäufer verkaufen

    Dem Hauskäufer die Anlage separat verkaufen (ist auch für Käufer besser). Eigentlich die beste Lösung, wenn dieser geforderten Preis bezahlt. Offiziellen Preis kann man dann noch „variieren“.
    Zu prüfen ist der steuerfreie Verkauf nach § 16 Abs. 4 EStG


    3) Selber weiter betreiben auf bisherigem Dach

    Falls der Hauskäufer nicht kaufen will, vielleicht erlaubt er Dir die Anlage selber weiter zu betreiben?
    Könnte sehr gute Lösung sein. Anbieten: Du betreibst weiter, dafür schenkst du ihm die Anlage nach Ende der Förderung.


    4) Einem Dritten verkaufen
    Sollte 2) oder 3) nicht in Frage kommen, kann man dies sicherlich auch probieren.
    ebay Kleinanzeiger reinstellen.