EEG Anlage max. Anlagengröße / EEG2018

  • Hallo,
    ich kenne mich mit richtig großen PV Anlagen gut aus.
    Daher würde ich hier gerne ein paar Grundlegende Punkte sammeln, die es bei Anlagen >100KWp zu beachten gilt.


    Bis zu welcher Anlagengröße darf man eine PV Anlage nach EEG2017 mit fester Vergütung für 20 Jahre bauen?
    Ich habe als Grenze im neuen EEG 750KWp gefunden.
    Drüber muss ausgeschrieben werden.
    Bedeutet das, dass dann auch Direktvermarktung gemacht werden muss?
    749KWp könnte man also derzeit mit festen 12,31 Cent pro KWh ansetzen.


    Man braucht Dinge wie NA Schutz, Wandlermessung und vermutlich Zugang zu einem Mittelspannungstrafo.
    Was braucht man noch?


    Es dreht sich um eine Industriehalle/Produktionshalle mit 10.000m² Fläche.
    Dach wird ca. 11 Grad Dachneigung haben.
    Ausrichtung ist noch unklar.
    Geplante Fertigstellung 2018.


    Mal abgesehen von der Statik, die als Grundvoraussetzung zu dem Vorhaben passen muss, gibt es bei großen Industriedächern auf Hallen Vorbereitungen, die man schon beim Bau der Halle einfließen lassen kann und die später den Aufbau der PV erleichtern?
    Das Dach ist aktuell in Sandwichbauweise geplant.
    Ich denke das ist eher ungünstig für PV und man sollte besser auf ein (etwas teureres) Dach mit Trapezblech setzen.


    Entschuldigt die vielen dummen und laienhaften Ansätze, aber bei der Anlagengröße bin ich absoluter Frischling.


    Ich würde hier gerne Punkte sammeln, die man unbedingt beachten muss bzw. die bei Missachtung den Bau einer PV Anlage kompliziert/teuer oder unmöglich machen.


    Bis wann wird das EEG2017 eigentlich voraussichtlich Gültigkeit haben?
    Wenn der Rhythmus nun beibehalten wird, wird es 01.01.2019 ein neues EEG geben.

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

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  • Hi,


    Zitat von seppelpeter

    Man braucht Dinge wie NA Schutz, Wandlermessung und vermutlich Zugang zu einem Mittelspannungstrafo.
    Was braucht man noch?


    Einen Rundsteuerempfänger und einen Smartmeter mit reg. Lastgangmessung.


    Zitat von seppelpeter

    Das Dach ist aktuell in Sandwichbauweise geplant.
    Ich denke das ist eher ungünstig für PV und man sollte besser auf ein (etwas teureres) Dach mit Trapezblech setzen.


    Ich würde mit dem Hersteller der Sandwichelemente Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden.
    Evtl. gibts da schon was Fertiges für diese Dachkonstruktion.
    Ansonsten wird für Industrie-Aufdachanlagen i.d.R. tatsächlich ein geeignetes Trapezblech ausgewählt.


    Zitat von seppelpeter

    Ich würde hier gerne Punkte sammeln, die man unbedingt beachten muss bzw. die bei Missachtung den Bau einer PV Anlage kompliziert/teuer oder unmöglich machen.


    Überprüfen, ob mit erhöhter Verschmutzung durch Industrieabgase oder -stäube zu rechnen ist.

  • Nur stichpunktartig, §§ sind aus dem EEG2017, genaueres selbst nachlesen ;)
    An der Direktvermarktungspflicht über 100kWp hat sich nichts wesentliches geändert (§21). In der Gegend 750kWp, die bequem aufs Dach passen sollten, ist das aber kein Nachteil, man bekommt ja 0,4ct/kWh mehr als bei fester Vergütung und so teuer ist Direktvermarktung normalerweise nicht. Neu gibt es vorübergehend eine veringerte Vergütung, wenn es Probleme mit der Direktvermarktung gibt, etwa der Vermarkter seinen Pflichten nicht nachkommt (§??)
    Anzulegender Wert, Stand 1/17, ist bis 750kWp 11,09ct/kWh (plus Peanuts aus den ersten 40kWp), das wird Anfang 2018 auch um den Dreh sein, eher ein Tick mehr. Bei Außenbereich (auch Gewerbegebiete können Außenbereich sein) muß man grundsätzlich aber immer schauen, ob die Voraussetzungen für Dachvergütung gegeben sind, sonst gibt es nur 8,91ct/kWh. (§48f)
    Ab 500kWp (bei Wind 3MW, nur zur Vollständigkeit) gibt es ab sechs Stunden negativen Börsenpreisen keine Vergütung (§51)
    Bis 750kWp gibt es die Vergütung 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr (§25)


    Spekulativ wird es in 2017 nur noch ein paar Verordnungen nach dem EEG2017 geben (z.B. Ausschreibungsdetails, Mieterstrom). Vor den nächsten Koalitionsverhandlungen rechne ich persönlich nicht mehr damit, daß das BMWi darüber hinaus noch was am EEG angeht und wie lang es vom ersten Entwurf zum Gesetz dauert, wissen wir ja. Außerdem wurde so viel geändert, das muß sich ja auch mal bewähren (oder auch nicht).

  • Mit Verschmutzungen ist nicht zu rechnen.


    Zitat von alterego

    Ich würde mit dem Hersteller der Sandwichelemente Kontakt aufnehmen, um eine Lösung zu finden.
    Evtl. gibts da schon was Fertiges für diese Dachkonstruktion.
    Ansonsten wird für Industrie-Aufdachanlagen i.d.R. tatsächlich ein geeignetes Trapezblech ausgewählt.


    Als Trapezdach kostet das laut Architekt bezogen auf das Dach das doppelte bis dreifache und hat dann immer noch eine schlechtere Dämmung.
    Man könnte alternativ, wenn die Anlage nicht das ganze Dach nutzen wird, auch 50% Dach in Sandwich bauen und 50% in Trapezblech für PV vorhalten.


    Zitat von alterego

    Nur stichpunktartig, §§ sind aus dem EEG2017, genaueres selbst nachlesen ;)
    An der Direktvermarktungspflicht über 100kWp hat sich nichts wesentliches geändert (§21). In der Gegend 750kWp, die bequem aufs Dach passen sollten, ist das aber kein Nachteil, man bekommt ja 0,4ct/kWh mehr als bei fester Vergütung und so teuer ist Direktvermarktung normalerweise nicht. Neu gibt es vorübergehend eine veringerte Vergütung, wenn es Probleme mit der Direktvermarktung gibt, etwa der Vermarkter seinen Pflichten nicht nachkommt (§??)
    Anzulegender Wert, Stand 1/17, ist bis 750kWp 11,09ct/kWh (plus Peanuts aus den ersten 40kWp), das wird Anfang 2018 auch um den Dreh sein, eher ein Tick mehr. Bei Außenbereich (auch Gewerbegebiete können Außenbereich sein) muß man grundsätzlich aber immer schauen, ob die Voraussetzungen für Dachvergütung gegeben sind, sonst gibt es nur 8,91ct/kWh. (§48f)
    Ab 500kWp (bei Wind 3MW, nur zur Vollständigkeit) gibt es ab sechs Stunden negativen Börsenpreisen keine Vergütung (§51)
    Bis 750kWp gibt es die Vergütung 20 Jahre plus Inbetriebnahmejahr (§25)


    Grenzen über die man nachdenken muss sind also 40KWp, 100KWp, 500KWp und 750KWp.


    Wie kann man prüfen, ob es sich um Außenbereich handelt?
    Das Grundstück liegt mitten in einer Großstadt, nur 2km vom Stadtzentrum entfernt.
    Es handelt sich um eine Industriebrache, die nun in Handels und Gewerbefläche umgewandelt wird.


    Zahlt man bei Direktvermarktung auch EEG Umlage auf den DV?


    PS.:
    Wir verbrauchen aktuell an 3 Standorten rund 900.000KWh im Jahr.
    Trafostation, NA, Wandler Messung usw. ist alles schon vorhanden.


    Was würde man da als Anlagengröße planen wenn Budget und Fläche unbegrenzt sind?

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  • Bezüglich Außenbereich hilft nur bei der Kommune fragen, bei der Lage aber sehr unwahrscheinlich. Auf Ortsschilder kann man sich da leider nicht zuverlässig verlassen.
    Bei der EEG-Umlage gibt es nur die bekannten Ausnahmen bzw. geringere Sätze (§61ff) und natürlich Sonderregelungen für energieintensive Unternehmen, mit denen ich mich aber nie im Detail beschäftigt habe.

  • Ich habe auf der Garage auch Sandwich Trapezblech mit PV, direkt ohne Unterkonstruktion befestigt. Wo soll das Problem sein?


    Gesendet von meinem XT1092 mit Tapatalk

  • Die billigste Lösung beim Dach ist sowas.
    https://alfapanel.com.pl/de_DE…ineralwollen-Dach-150/239


    Das läuft bei mir nicht unter der Bezeichnung "Trapezblech" ... jedenfalls ist PV da drauf nach meinem Stand nicht so einfach wenn nicht. ausgeschlossen. Neben Dichtigkeit ist Statik dann auch ein Thema.

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  • Hi,


    Zitat von seppelpeter

    Die billigste Lösung beim Dach ist sowas.
    https://alfapanel.com.pl/de_DE…ineralwollen-Dach-150/239


    Das läuft bei mir nicht unter der Bezeichnung "Trapezblech" ... jedenfalls ist PV da drauf nach meinem Stand nicht so einfach wenn nicht. ausgeschlossen. Neben Dichtigkeit ist Statik dann auch ein Thema.


    die Zeiten, wo Trapezblech-Sandwichelemente ein Problem waren sind doch schon lange vorbei.
    Natürlich geht das.


    [Blockierte Grafik: http://solar-sicherheit.de/2011-baumesse5/sanwichdach-mit-photovoltaik.jpg]
    Kalypso 140:
    http://kempf-seifried.de/tl_fi…ypso/Kalypso_Prospekt.pdf

  • Bei so was bin ich ja grüner Junge.


    Aber ist das wirklich dicht?
    Da wird ein Gummi unter dem Schraubenkopf sein; wie lange hält der?
    Bei 5 von 10 Schrauben drückt der Monteur das dann so platt, dass es von Beginn an rein leckt.
    Ich bin bei so was eher der 120% Typ.


    Müssen wir aber auch noch nicht vertiefen, da wir noch ganz früh in der Planung sind.

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  • Wo soll da groß Wasser herkommen, sind ja die Module drüber. Bei den Etternitplatten sind auch nur so "Gummis" auf den Schrauben, da kenne ich welche die sind über 50 Jahre und dicht.
    Aldi macht Indach, ich denke das ist billiger als die Statik zu verbessern, das haben die bestimmt ausführlich durchgerechnet.
    Wenn man hier Richtung 500/750kWp gleich und ein Jahr später voll machen geht, ist das aber natürlich auch blöd.