Anfänger sucht Rat für Anlage im Mittelmeerraum

  • Guten Tag, rundum,


    ich bin neu hier und bitte um etwas Rat.


    Ich lebe in Zypern mit einem Jahresverbrauch von gut 5.500 Kw/h und möchte eine kleine PV-Anlage bauen lassen,
    Zweck ist, an sogenannten „net.metering“ teilnehmen zu können. Der Stromversorger erlaubt, mit Anlagen bis zu 5kWp
    ins Netz einzuspeisen und den Eigenverbrauch dagegen abzusetzen. Jährlich wird saldiert und auf Null gesetzt, Überschüsse
    sind verloren, Defizite (auch die zweimonatlicher Abrechnungsperidoen) müssen zum gängigen Tarif bezahlt werden.
    Die Wirtschaftlichkeit ist nicht überragend, der payback liegt – je nach Anlagenpreis – bei meiner Verbrauchsstruktur zwischen
    6,5 und 7,5 Jahren,


    Die Anlage soll mit 4kWp dimensioniert und auf ein genau Süd ausgerichtetes Flachdach mit 30 Grad Neigung aufgeständert werden, in womöglich zwei Reihen.
    Verschattung wird es teilweise und natürlich wandernd in den früheren Morgenstunden (je nach Jahreszeit) durch ein Nachbarhaus geben, sonst nicht.


    Ich habe nun ein Angebot bekommen aus 16x REC Photovoltaic Solar Module 250Wp, einem Solar Edge SE4000 und 16xPower Optimizer Solar Edge OP 250 LV MC4.


    Ein weiteres (zunächst auf 3kWp dimensioniert – müsste noch angepasst werden) aus 12xSolarwatt (Folie) 250 und ABB Uno


    Erwartungsgemäß will ein anderer Anbieter anders vorgehen. Er hält Optimiser für unnötig (bringen hier nichts, gehen nur kaputt) und will Heckert NeMo 60P in zwei
    Strings verbauen mit einem WR von Kostal oder dem Fronius Primo. Details folgen noch.


    Selbst fast vollständiger Laie habe ich nun keinerlei Ahnung worauf ich achten muss.


    Kann jemand einen Rat geben, bitte?


    Ganz herzlichen Dank vom Newbee

  • Optimizer und SE finde ich auch überflüssig, aber sonst ist Zypern als Einspeiseland intressanter als Mitteleuropa.
    Da kennt man sogar Trackingsysteme, aber auch die haben ausgedient, wo Module nochgerade 50 Cents kosten pro Watt.
    Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben -auch dass in Genf diese Tage endlich etwas geht in der Zypernfrage.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von oilygolf

    Danke sehr, was bitte ist SE?


    Solar Edge. Ich weiss nicht, was man ausser Extra-Umsatz an diesem Schrott findet und verlang doch gleich eine Offerte
    für 280Wp-Platten. Aber stell doch mal dein Haus als Luftaufnahme hier ein, damit andere auch mitdiskutieren können.
    Zypern ist jedenfalls immer eine Reise wert, hat Sonne bis zum Abwinken und ist Nebel- und Schneefrei. :wink:
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von oilygolf

    Ich lebe in Zypern mit einem Jahresverbrauch von gut 5.500 Kw/h und möchte eine kleine PV-Anlage bauen lassen, Zweck ist, an sogenannten „net.metering“ teilnehmen zu können. Der Stromversorger erlaubt, mit Anlagen bis zu 5kWp
    ins Netz einzuspeisen und den Eigenverbrauch dagegen abzusetzen. Jährlich wird saldiert und auf Null gesetzt, Überschüsse
    sind verloren, Defizite (auch die zweimonatlicher Abrechnungsperidoen) müssen zum gängigen Tarif bezahlt werden.
    Die Wirtschaftlichkeit ist nicht überragend, der payback liegt – je nach Anlagenpreis – bei meiner Verbrauchsstruktur zwischen
    6,5 und 7,5 Jahren,


    Das sind paradiesische Zustände!


    Nach PVGis sind für Deinen Standort bis zu 1630KWh/KWp zu erwarten.
    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe


    Zitat

    Verschattung wird es teilweise und natürlich wandernd in den früheren Morgenstunden (je nach Jahreszeit) durch ein Nachbarhaus geben, sonst nicht.


    Kannst Du eine Foto einstellen, dass die Verschattung und das Nachbarhaus zeigt?
    Ich würde aber auch eher von Optimieren abraten.


    Zitat

    Ein weiteres (zunächst auf 3kWp dimensioniert – müsste noch angepasst werden) aus 12xSolarwatt (Folie) 250 und ABB Uno


    Die 4KWp könnten etwas zu viel sein bei der Einstrahlung ... die 3KWp etwas zu wenig, ich würde die Mitte nehmen.
    14*260Wp oder 15*250Wp an einem ABB PVI3.6 oder SMA SB3600TL-21 oder Fronius Primo 3.6.


    Auf keinen Fall den Kostal nehmen :!:
    Der wird recht sicher noch zur alten Serie gehören und damit kein Schattenmanagement haben.
    Das wäre bei einem leicht verschatteten Dach fatal.


    Alle Module gehören an den genannten WR in einen String :!:

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

    Plusenergiehaus mit Panasaonic Aquarea Monoblock 5KW, kein WP Zähler


    Verkaufe:

    SMA SunnyHomeManager 1.0 Bluetooth mit D0-Auslesekopf für SHM1.0

    ... bei Interesse einfach melden!

  • Warum schöpfst du nicht die vollen 5 kWp aus?
    Dadurch würdest du zwar etwas mehr Überschüsse haben (verloren), aber auch eine höhere Überdeckung (sollte geprüft werden). Module 17 * 290 mono = 4.93 kWp, Inverter Sunplug Eco 4.4.mit Shadow Management.


    ""Die Anlage soll mit 4kWp dimensioniert und auf ein genau Süd ausgerichtetes Flachdach mit 30 Grad Neigung aufgeständert werden, in womöglich zwei Reihen.""
    Das ist mir noch nicht ganz klar - 30° Dach + Aufständerung? Oder dachparallel installiert?

  • Moin moin aus Kiel (Norddeutschland) ;-)


    bei 1.600kWh/kWp/a drängt sich mir eine Ost- West Aufständerung ins Hirn. Wenn möglich das System so modifizieren, dass eine gute Hinterlüftung entsteht bzw. möglich ist. 5kWp vollmachen, den WR nicht unterdimensionieren. Lohnt den Preisunterschied nicht. Eher noch nen Wärmepumpe/ Klimaanlage andenken, um im Haus einen Komfortgewinn zu erreichen.


    Wir wünschen Bilder und mehr Informationen zum Haus und Ausstattung bzgl. Heizen/Kühlen/Kochen Warmwasser etc.


    Gruß, Andreas

  • Etwas verzwickt: Auf einem Flachdach mit genug Platz und günstigen etwa 250 Wp-Modulen würde ich einerseits
    fast unter dem Äquator auch eine Ost/West-Belegung evaluieren.
    Doch eine Parallelschaltung der beiden Felder würde infolge Verschattung nicht in Frage kommen.
    Und ein WR mit 2 Trackern lohnt sich nicht für 5 kWp.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0

    Und ein WR mit 2 Trackern lohnt sich nicht für 5 kWp.


    Wo ist das Problem?
    10 Module Ost und 10 Module West an einen SMA SB5000TL-21 o.ä. hängen und fertig.
    Es sollte ein 1-phasiger WR sein!

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

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  • Ich finde die Idee mit den Optimierern nicht ganz abwegig, da durch den Temperaturkoeffizienten die Spannung massiv einbrechen wird, und dann sehen wir ganz schnell ganz alt aus mit 10 Modulen in einem String. Muss man aber mal weiterdenken. Sonst 96 Zeller hernehmen, die wenig Strom machen. Dann kann ich mit den weniger als 10 Modulen leben.


    Kurz nochmal: Max 5kWp auf dem Dach oder max 5kW Einspeisung erlaubt?


    Und soo teuer ist das mit den Optimierern auch nicht, wenn man dafür günstige Module erstehen kann. Ob das SE sein muss, dass könnt man ja auch nochmal prüfen, SMA hat da mittlerweile was neues, und Tigo gäbe es ja auch noch.


    Grad keine Zeit das mal simulationstechnisch nachzuchecken.


    Gruß, Andreas