Neue Inselanlage

  • Hallo
    ich bin neu hier und habe schon das eine oder andere gelesen.
    Ich lebe an der Küste und möchte Teile unsers Anwesens als Inselanlage(n) betreiben. Wir haben 12 Gebäude zur Zeit.
    Jahresverbrauch liegt bei ca 17.000 Kwh. Ziel ist es im Mix mit Wind und Solar die Selbstversorgung zu realisieren, aber nicht alles auf einmal . Der Jahresdurchschnitt soll hier laut Anlagenbetreibern über Durchschnitt liegen. Also ca 980 Sonnenstunden


    Für ganz große Motoren sollte Zeitweilig das EVU weiter liefern oder ein gr. Notstromaggregat angeschafft werden.
    Wir möchten nichts einspeisen sondern lieber in Warmwasser und Batterien etc speichern. Staplerbatterie mit 24V 720Ah ist zur Zeit vorhanden.
    Jetzt zu den Fragen
    Wie geh ich da ran ?
    Anlagen verteilt über den Hof oder alles zu einem Punkt zusammenführen ?
    Wie bekomme ich die Notversorgung Schaltungstechnisch hin ( Schützschaltung)?
    Windtechnisch dürfen wir bis 10 Meter Flügelhöhe Baugenehmigungsfrei bauen seit Mitte letzten Jahres.
    Gebäude sind mit Leerrohren verbunden..
    Für Solar stehen in Südausrichtung 150m² Grundfläche vom Gebäude zu Verfügung. Dachneigung ist noch Variabel.
    Windtechnisch ist noch nichts vorhanden.


    Anfangen würde ich mit Hallenbeleuchtung 10 mal 150Watt LED Strahlern sowie 2x 1800 W E-Heizung.
    Nutzung Halle 4h täglich 1 Morgens ca 8 Uhr und Abends ca 16-19 Uhr eventuell mal eine h länger
    Nutzung 2x E Heizungen auf Froststufe 24h täglich
    Nutzung 1x E-Heizung auf Heizen 4-6h täglich Abends
    Winterbetrieb von September bis April.
    Bedarf müsste dann sein
    1500W *4h =6kWh
    2000W*24h=48 kWh
    1800W *5h=9kWh
    Gesamt also ca 63 kWh pt


    ist das ganz grob richtig gerechnet oder unterläuft mir da ein Irrtum ?

    Danach erwärmen des Warmwasserspeicher im Sommer und den rest vom Haus Kühlschränke und mehr.
    Es sollte erweiterbar sein und wie gesagt nicht alles auf einmal. :mrgreen:
    Geht das überhaupt ?
    Muss wahrscheinlich dem Netzbetreiber nach EEG gemeldet und genehmigt werden ?


    WR und alles andere würde ich von SMA vorsehen wollen.
    MFG
    RSS

  • Das wichtigste fehlt. Wo ist der Standort?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Warum ist das von Interesse ?
    Mecklenburg und dicht am Wasser :mrgreen:
    Spaß bei Seite für Solar guter Standort, da eine Anlage auf Wurfweite steht und die gute Werte erreicht. Es weht halt fast immer bei uns.
    Möchte mich mit dem Standort noch etwas bedeckt halten weil hier eine breitere front gegen Windanlagen existiert. Und ohne geht es nicht das ist mir bewusst.
    LG
    RSS
    PS schicke dir eine PN

  • Najo für "ganz" jahr insel PV ist der Standort nicht so fein.. Einfach zu weit im Norden.. Wind kenn ich mich wenig bis garnicht aus. Nicht mein Resort, da lass ich mal die anderen ran.

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Das Wichtigste fehlte in der Tat: RSS, willkommen im Forum!


    Bei solchen Planungen darf man ein paar Dinge nicht durcheinander bringen. Es gibt Inselanlagen (keine Verbindung zum Netz), (Halb-)Inseln bei denen komplett oder teilweise zwischen PV und Netz hin und her geschaltet wird und es gibt Hybridanlagen. Die können (auch unter Einbindung von Batterien) die Energieflüsse mischen.


    Wo die Anlage installiert werden soll, ist in der Tat wichtig für die Auslegung, aber viel wichtiger ist die Frage, was für ein Ziel du verfolgst. Kostenreduktion? Weitgehende Autonomie?


    Ob man so eine Installation eher zentral macht oder verteilt, das kommt auf das Nutzungsprofil und die gesamten Umstände an. Extrembeispiele:
    10 Ferienwohnungen über 10 Hektar verteilt => dezentral!
    Ein Gebäude mit ein paar naheliegenden Nebengebäuden => zentral


    Beleuchtung und andere (kleine) elektrische Verbraucher über PV zu versorgen, ist kein Problem. Heizung über PV (egal ob über Wärmepumpe oder nicht) betreiben zu wollen ist wie ein Geldbündel mit einem Stein zu beschweren und vor Rügen zu versenken (Obwohl das stimmt nicht. Das VErsenken tut nur kurze ZEit weh, das andere Jahrzehnte!). Dass diese Aussage richtig ist, kannst du relativ einfach auf http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/apps4/pvest.php überprüfen. Rechne einfach mit 1.300 Euro pro kWp, das passt zumindest in der Größenordnung.


    Auf Windanlagen sind wir hier wirklich nicht spezialisiert, aber es ist ziemlich sicher, dass du preislich mit einer Windkleinanlage nicht in einen Bereich kommst, der mit dem Netzstrom mithalten kann. Kann man als Hobby machen. Punkt.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von RSS

    Warum ist das von Interesse ?
    Mecklenburg und dicht am Wasser :mrgreen:
    Spaß bei Seite für Solar guter Standort, da eine Anlage auf Wurfweite steht und die gute Werte erreicht. Es weht halt fast immer bei uns.
    Möchte mich mit dem Standort noch etwas bedeckt halten weil hier eine breitere front gegen Windanlagen existiert. Und ohne geht es nicht das ist mir bewusst.


    Ahoi alte Nordsprotte :D
    Der Standort ist von Interesse, weil man mit einem Auslegungsprogramm (PVGIS) nachvollziehen kann, wie gut die Einstrahlung in eurer Gegend ist. PLZ reicht dafür.
    Da du etwas Inselieges planst, kommen dann hauptsächlich die Winterwerte der Einstrahlung ins Spiel.
    Nur jetzt schon als Vorwarnung - mit einer 24 V Stapler brauchst du gar nicht erst anzufangen, plane bitte gleich mit einer 48 V Batterie. 63 kWh Verbrauch und eine Batterie mit 17 kWh (wovon man typisch die Hälfte nutzt), geht auch nicht so richtig zusammen.

  • So ne 126 kWh Batterie hat bei 48 Volt ja nur eine Kapazität von 2600 Ah ;). Wie wärs denn die elektrische Heizung gegen (Bio)Gas oder andere Systeme auszutuaschen. Bist du ein Bauer?


    Auf jeden Fall wird sich deine Anlage um >50 000€ bewegen.



    MfG

  • Hey
    erst mal danke für die Bemühungen
    Mit Hybrid hatte ich mir fast schon gedacht. Gas auch Bio kommt mir nicht ins Haus , so wie es zur Zeit läuft, komm ich mit den Ethische Grundsätzen nicht klar.( aber das ist ein andres Thema) .
    Ziel soll es langfristig sein Autark zu werden ,wenn auch erst einmal nur für die kleineren Gebäude (Container).
    Deswegen die E Heizung.
    Die Stapler Batterie ist vorhanden. alles andere soll bzw. muss kommen.
    Deswegen möchte ich Stück für Stück mich da ran tasten. Die Zeit ist nicht das vorrangige sondern der Weg.
    Mit SMA liege ich da denn richtig oder gibst da bessere ?
    LG RSS

  • Autarkie ist oberstes Ziel, und zusammen mit Wind sehe ich da gute Chancen. wind ist zwar oft schwächer als erwartet, aber im hohen NOrden könnte es gehen. Was für die PV PVGIS ist, ist für Wind eine Windkarte Deutschlands...


    Wenn Autarkie angestrebt wird, würde ich mir Hersteller suchen, deren Stärke dies ist. Neben wohl auch SMA, fallen mir hier eher Victron und Studer ein. Google mal auf deren Seiten und suche dort nach Anwendungsbeispielen (auch im downloadbereich), wahrscheinlich ist da das passende für dich. Und je nachdem wie groß deine anlage ist, im Extremfall wird es ein Studer Minigrid, ein dezentrales Multisystem, welches ürsprünglich für größere Gehöftansiedlungen und kleine Bergdörfer ohne Stromanschluß angedacht ist.


    Dein Jahresverbrauch von 17000kwh ist nicht wirklich wenig, aber bei 12 Gebäuden relativiert sich das wieder, aber der Verbrauchsschnitt sind knapp 50kwh am Tag, da brqauchs im Winter auch schon ein großes Windrad. Mit der Batterie kommst Du auch nicht wirklich weit, die hat nur ca. 9kwh nutzbar, da der Lebensdauer wegen nur 50% genutzt werden sollen (Im Notfall darfs dann auch mal mehr sein). Auch hier erfolgt deshalb nochmals der Verweis auf Studer. Im Extremfall hast du dann im endausbau mit einem Minigrid mehrere dezentrale Inselwechselrichter samt dezentralen Batterien. (Wobei für Minigrid wohl ein Studerspezialist mit an Bord muss..) Und diverse Generatoren für den Notbetrieb...


    Dein Hauptverbraucher im Erstausbau wird die Eheizung sein, brauch die wirklich auf "Froststufe" Ihre Höchstleistung, kann ich mir nicht vorstellen....


    Bei den avisierten Verbräuchen würde ich auch auf 48V Batteriespannung gehen, da dürfen die Kabel deutlich dünner bleiben.

    Hybridinsel, 3 phasig, 3 XTM 4.000, 2 Variotrack, BSP, Staplerbatterie 775 AH 48V, eff. ca. 8 kwp (4,75 auf SO und 5,25 auf NO), 250er Yingli
    PoorMan'sTesla=PMT=Renault Fluence und 120l Elektroboiler als Überschußverwerter...