ESt/ USt PV mit Speicher

  • Hallo, kann mir jemand sagen, wie PV Anlagen mit Speicher behandelt werden??


    USt = ja klar, es wird Strom produziert!!


    ESt = das große Fragezeichen, da kein Gewinn, bisher konnte ich nichts finden, wie der Strom zu beurteilen ist, der in den Speicher geht, bzw. wieder raus kommt?!


    Anlage unter 10 kwp, diese haben ja keinen Generatorzähler, nur den Einspeisezähler, was wurde produziert, was ist durch die Batterie rein/raus verloren gegangen???


    Kann mir da jemand schreiben, was bei euch das Finanzamt bisher gesagt hat?


    Denn z. B. der SMA sunny home Manager ist ja nicht geeicht, nimmt das FA diesen "Ertrag" als Gesamtertrag??
    Und dann, wie oder mit welchem Wert wird der Strom, der aus der Batterie kommt bewertet??
    Bleibt es bei der fiktiven Lieferung und dann Rücklieferung????
    Ich bin der Meinung nein, daher auch nur der anteilige Vorsteuerabzug, wenn Privatperson....

    11 Anlagen mit insgesamt 293,720 kWp Leistung.

  • Danke für die kurze Antwort, das Problem aber ist, dass der Ertrag der nächsten 20 Jahre nicht reicht, um die Anschaffungskosten zu erreichen, von Reparaturen will ich nicht reden!!
    Ach ja, die Anlage ist bar bezahlt, es gibt also noch nicht mal Zinsen...


    Wie bewertet ihr den selbst verbrauchten Strom?? Also mit welchem Cent Betrag??

    11 Anlagen mit insgesamt 293,720 kWp Leistung.

  • Ich nehme jetzt mal an, das du keinen vergüteten DV hast.


    DV = Erzeugung - Einspeisung
    Das der Speicher Verluste hat ist dein Problem.


    EÜR
    DV wird mit den Opportunitäskosten bewertet.


    USt
    Dv wird mit dem Bezugspreis für Strom inkl. Nebenkosten als unentgeldliche Wertabgabe bewertet.


    Ja, das ergibt zwei unterschiedliche Preise für den DV.

  • Opportunitäskosten = Verzichtskosten = meine Einspeisung!? 12 Cent??


    Die Wertabgabe ist USt als unentgeltliche Wertabgabe - hier ist der Wert falsch - hat der Gesetzgeber per fiktion so gemacht!!


    Beispiel:


    Ein Bäcker futtert jeden Morgen drei Brötchen aus seiner Bäckerei.


    Der netto Entnahmewert sind dann nicht 30 Cent, sondern seine Herstellungskosten, ich sage einfach mal 7 Cent.


    Das aber kommt noch aus der Zeit, als der Gesetzgeber so die 100% betriebliche Nutzung der PV Anlagen erreichen wollte, damit es keine Schmerzen mit dem §7g EStG gibt.
    Daher auch die volle Lieferung an den Energieversorger und dann die sog. Rücklieferung.


    Dies aber ist nach meiner Meinung nicht mehr haltbar. Denn der Strom, der in den Speicher kommt, und auch wieder heraus, kann ja nicht per Fiktion an den Energieversorger geliefert worden sein.. ODER???
    Dann kommt doch Frage 2:
    Was ist mit dem Verlust??


    Das Thema ist echt DRECK!!
    Also USt ist klar, da Unternehmer, dann am Besten Kleinunternehmerregelung, dann habe ich damit nix mehr am Hut.
    Ertragsteuerlich: Liebhaberei, dann kommt da auch nix...


    Oder??

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  • Zitat von Taderius


    Daher auch die volle Lieferung an den Energieversorger und dann die sog. Rücklieferung.


    An den VNB ;) Das gilt aber nur für ANlagen vor 4/12, die kannst du aber nicht haben, da du sonst zwingend einen Erzeugungszähler hättest.
    Wenn du den Speicher nur nutzt um deinen privaten Verbrauch zu erhöhen, kannst du den auch nicht abschreiben, dann sollte das mit dem Verlust schon anders aussehen.
    Sonst hat Donnermeister schon alles geschrieben.

  • schauen wir doch mal was das Finanzamt dazu schreibt, ab Seite 33
    http://www.finanzamt.bayern.de…tovoltaikanlagen_2015.pdf


    Die Verwendung des Stroms für den privaten Haushalt ist einkommensteuerlich eine Sachentnahme des Stroms aus dem Gewerbebetrieb Fotovoltaikanlage. Umsatzsteuerlich wird der Selbstverbrauch als unentgeltliche Wertabgabe bezeichnet (vgl. III./10. B).
    Einkommensteuerlich ist die Entnahme quasi wie eine fiktive Betriebseinnahme anzusetzen. Ziel der Entnahme ist eine Neutralisierung der Aufwendungen, die sich gewinnmindernd ausgewirkt haben.
    ( Ziel ist es, den Eigenverbrauch möglichst steuerfrei zu betrachten)
    Nach allgemeinen ertragsteuerlichen Grundsätzen ist die Entnahme des erzeugten Stroms mit dem Teilwert
    zu bewerten; einkommensteuerlich sind das die Wiederbeschaffungskosten. Hierzu gehören neben den
    Herstellungskosten auch die Verwaltungs- und Betriebskosten, nicht allerdings Finanzierungskosten.

    Zur Teilwertbewertung des selbst verbrauchten Stroms bestehen folgende
    Möglichkeiten:
    anhand der individuell angefallenen Kosten (progressive Methode)
    • durch Ableitung aus dem voraussichtlich am Markt erzielbaren Verkaufspreis (gemindert um den kalkulatorischen Gewinnaufschlag
    - retrograde Methode)
    • aus Vereinfachungsgründen kann auch die in der USt-Voranmeldung
    erklärte unentgeltliche Wertabgabe übernommen werden.

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Hallo,


    ja genau das Ding hatte ich auch. Dann bin ich bei einer negativen Totalüberschußprognose. Das erkläre ich morgen mal dem FA.


    Mal sehen was die sagen...

    11 Anlagen mit insgesamt 293,720 kWp Leistung.