Inselanlage für´s Wohnzimmer

  • Hallo, ich plane auch ein wenig Unabhängigkeit. In der heutigen Zeit sicher keine schlechte Idee. Dazu hab ich allerdings noch ein paar Fragen. Doch zuerst mal zu den Komponenten, die ich mir so vorgestellt habe:


    FMC Solarmodule 10x 240 Wp = 2400 Wp 37V Leerlaufspannung, 30V bei Belastung, 7,8A
    Laderegler Bluesolar MPPT 150 35 (Eingang bis 150 Volt möglich, Laden bis 48V ebenfalls)
    Wechselrichter ECTIV-SI158 (kann bis 48V in 230V wandeln)
    Batterien 4 x 100aH Solarbatterie
    betrieben werden sollen alle Verbraucher eines Wohnzimmers, d.h. ein PC mit 150 Watt, ca. 8h lang, abundzu ein TV mit 250 Watt, ca. 3 h. Das ganze wird im Winter wohl nicht funktionieren, daher erst mal für Frühling, Sommer, Herbst gedacht.


    1. Ist FMC überhaupt eine nennenswerte gute Firma? Soweit ich weiß ist das aus Japan?!


    2. Wie konfiguriere ich am besten die Anlage für den größten Wirkungsgrad und Langlebigkeit der Teile?
    Meine Idee ist, dass ich jeweils 2 Solarpanels in Reihe schalte, das ganze 5x parallel , also habe ich 75V und 40A am Laderegler. Da dieser ja den Eingang begrenzt kann ja nicht viel schiefgehen, noch dazu möchte ich die Panels flach auf mein Flachdach legen, also wird wohl weniger Leistung ankommen.


    3. Bei den Batterien frage ich mich auch welche Spannung am klügsten für die Wandlung in 230V ist. Ich hätte alle 4 in Reihe geschaltet, aber ist der Wirkungsgrad da am besten für den Wechselrichter?


    4. Jetzt kommt der brisantere Teil :-) , ich möchte die Anlage folgendermaßen betreiben:
    Der Stromausgang des Wechselrichters wird direkt in eine Steckdose im Wohnzimmer eingesteckt, um damit das ganze Wohnzimmer zu versorgen. Der Clou an der Sache ist, dass ich einfach am Sicherungskasten die Sicherung für das Wohnzimmer ausschalte und somit ist es ja vom Netz genommen und ich kann die Verkabelung für meine kleine Anlage nutzen. Sollte möglich sein?


    5. Kann es mit den angegeben Verbrauchern auch im Winter funktionieren?



    Hab diese Idee bisher nirgends gelesen, vielleicht weil nicht machbar? Bin gespannt auf die Antworten

  • Hallo,


    schau dir besser mal den Threat an:


    https://www.photovoltaikforum.…tromausfall--t115841.html
    https://www.photovoltaikforum.…trieb-genomm-t102178.html


    Zu Punkt 4) Anschluss direkt an eine Steckdose bei 2000 Watt - bitte nicht, ist auch so nicht erlaubt, würde ich nicht machen > 600 Watt.


    Des weiteren gibt es andere Inselanlagen, aber die Beschreibungen sind allesamt so .... naja ... ausbaufähig.


    Es gab noch eine schöne Lösung ohne gute Beschreibung mit einer Steuerung und der AE Conversion inv350. Da diese steuerbar ist, könnte man über die 24 / 48 Volt eine Lösung bauen, die das macht, was du möchtest ... aber hast du mal ausgerechnet, wie viel Batteriekapazität zu brauchst, um deinen Strombedarf für die sonnenlose Zeit zu decken?


    MfG


    cawi

    Anlage ohne EEG: 2 * EVT500, 4 * 240 Watt

    Anlage ohne EEG: AEconversion INV350-60EU, 300 Watt


    Inselanlage Hytte 12V:
    Tracer 30A mit 2 * 190 Watt,
    Tracer 10A mit 1 * 150 Watt,
    1 * 50 Watt direkt,
    3 * 120 AH Solarbatterie

  • Moin Bellagio und willkommen im Forum.Bei Solarbatterien gibt es den merkwürdigen Effekt, dass sie 30% teurer sind als baugleiche Traktionsbatterien; warum diese Aufkleber so teuer sind, kann ich mir allerdings auch nicht erklären, die könnte man doch einfach weg lassen. Ansonsten ist meine Empfehlung immer die Lektüre von: http://wiki.polz.info/doku.php


    "noch dazu möchte ich die Panels flach auf mein Flachdach legen"
    Ohne Befestigung hast du dann irgendwann UFOs (unwanted flying objects).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von Bellagio


    Da dieser ja den Eingang begrenzt kann ja nicht viel schiefgehen, noch dazu möchte ich die Panels flach auf mein Flachdach legen, also wird wohl weniger Leistung ankommen.
    5. Kann es mit den angegeben Verbrauchern auch im Winter funktionieren?


    In dieser Kombination sicher nicht! :?
    Für den Winterbetrieb (die Sonne steht ca 20° überm Horizont) ist der wirkungsvollste Anstellwinkel 60-70°, bei Standort DE.
    Wenn du die Module flach hinlegst, hast du den minimalen Ertrag. Das wird nichts.


    Auch für den Sommerbetrieb ist 0° nicht ideal, hier besser 30°, Frühjahr / Herbst 45°.
    Nur braucht man da wieder Reihenabstand der Module wegen der Verschattung.
    Bei 70° ist es extrem, hier nach Möglichkeit nur 1 Reihe.
    Da kommt wieder die Verschattung durch andere Gebäude oder Bäume hinzu.