Planungsphase für eine Freiflächenanlage

  • Hallo zusammen, habe evt die Möglichkeit 1-3ha Wiese als mit Freiflächen Anlage zu überplanen. Die Vergütung wäre laut EEG gesichert ,das habe ich schon abgeklärt. Nun geht's drum wieviel ich bauen kann? Möchte allerdings die Wiese weiter für die Landwirtschaft nutzen und mit dem Traktor noch durchfahren können. Es geht mir jetzt darum einen Fahrplan zu erstellen,der nichts ausser acht lässt.sprich Wirtschaftlichkeit, Amortisation, Aufbau (evt zum Teil selbst), Einspeisung bis zu welcher kwp müssen die vnb abnehmen? Und das ganze gegenüber zu stellen mit einer Verpachtung der Fläche (allerdings nur den Photovoltaik Anteil, mähen will ich weiterhin)
    Bin noch ganz am Anfang der Planung,daher ist noch alles möglich bitte her mit den Ideen.
    Vielen Dank


    Gruß Michael

  • Eine Wiese für die Landwirtschaft nutzen, heißt jetzt was bei dir? Heugewinnung oder Viehhaltung?


    750 kWp sollte wohl die Obergrenze werden. Ich glaube nicht, dass du am Ausschreibungsverfahren teilnehmen möchtest. :wink:


    Gibt es einen Trafo in der Nähe? Oder eine Mittelspannungsleitung?


    Wird dort baurechtlich eine PV-Anlage genehmigt werden?


    Geringe Konzentration der Modultische (landwirtschaftliche Nutzung?) bedeutet einen höheren Kostenanteil des Zauns.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • :juggle:8)
    Mein Vorschlag wäre, wenn du sowiso 3m aufständerst damit du darunter durch fahren kannst mach noch 2m höher und hänge Tanks/Wannen daruntner dann kannst du auf der Fläche auch noch Fische/Algen züchten :ironie:


    Vergiss aber nicht eine Beregnungsanlage mit einzuplanen. :wink:


    Django


  • Ich beantworte jetzt Mal die ernst gemeinten und vielleicht hilfreichen threads.


    Ja heugewinnung bzw dann viehweide für die mutterkuhherde . Ausschreiben erfahren nicht nötig.nee Mittelspannung sleitung ist ganz in der Nähe und glaube wenn ich es noch richtig weiss ein 60kva Trafo. hatte mir auch so 3 Meter Höhe gedacht. Was meinst du mit Kostenanteil des Zaunes,die Umzäunung?Die PV Anlage wird zu 95prozent baurechtlich genehmigt.wie wären den die Kosten ungefähr für ne 750kwp Anlage pro kwp?

  • Zitat von b0012sm

    Ja heugewinnung bzw dann viehweide für die mutterkuhherde . ............hatte mir auch so 3 Meter Höhe gedacht.


    Ich bin jetzt kein Freiflächenspezi, aber 3 Meter Höhe habe ich noch nicht gesehen! :shock::shock:
    Hört sich ganz nach Sonderanfertigung an. Ich mag mir jetzt nicht vorstellen, welche Geräte da welche Profile rammen sollen? :? Man bedenke, dass einige Stützen im eingerammten Zustand auf 4-5 m mit ihrer Oberkante liegen müssen.
    Mit nem Pfahlbohrer....und dann ins Loch stellen......das wird nicht funktionieren.


    Und du willst dann später tatsächlich mit dem Mäher, dem Heuwender und der Presse durch den Spargelwald fahren? Abgesehen davon, dass das Heu wesentlich schlechter trocknet und daher länger liegen muss.


    Zitat von b0012sm

    Was meinst du mit Kostenanteil des Zaunes,die Umzäunung?


    Ich war davon ausgegangen, dass du die Tische auf normale Höhe stellen willst, dafür aber die Reihen weiter auseinander, um den Bereich zwischen den Tischen noch mähen zu können. Ohne Zaun wirst du die Anlage nicht versichert bekommen und evtl. ist der sogar schon Auflage einer Baugenehmigung. Und wenn du eine große Fläche für eine kleine Freiflächenanlage einzäunen musst, dass sind die Zaunkosten je kWp eben höher.


    Wichtig sind aber auch die Kosten für das Baugenehmigungsverfahren und die Netzanschlusskosten.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Ok wäre es bei normalen Anlagenbau möglich die Kühe dort Weiden zu lassen?In welcher Höhe fangen normale Anlagen an ca.?Ok Baugenehmigung und Netzanschluss habe ich auf dem Schirm.wie sind die Preise für Freifläche unter normalen Bedingungen bei der Größe schlüsselfertig?Ist evt für einen Investor interessant?

  • Zitat von Bento


    750 kWp sollte wohl die Obergrenze werden. Ich glaube nicht, dass du am Ausschreibungsverfahren teilnehmen möchtest. :wink:


    Wenn die Fläche vergütungsfähig ist, warum nicht? Selber Ausschreibnug machen dürfte aber wohl schwierig werden, wer macht einem sowas eigentlich?
    Ein Pächter wird sicher nicht freiwillig (also ohne Abschlag) so hoch bauen, daß da auch nur Kühe drunter passen, von Fahrzeugen nicht zu reden.
    Rein technisch gibt es ja Schraubfundamente eines Herstellers aus Bayern, muß man halt stärker auslegen, wenn man höher hinaus will.

  • Zitat von b0012sm

    Ok wäre es bei normalen Anlagenbau möglich die Kühe dort Weiden zu lassen?In welcher Höhe fangen normale Anlagen an ca.?


    Unterkante Module bei FF Anlagen sollte zwischen 60 bis 100 cm sein, je nach geplantem Bewuchs.
    Schafe kann man bei 100 cm UK weiden lassen. Kühe sicher nicht unter 180 cm.

  • Hi Michael,


    Zitat von b0012sm

    Möchte allerdings die Wiese weiter für die Landwirtschaft nutzen und mit dem Traktor noch durchfahren können.


    guter Plan, an so einem Konzept sind schon einige Wissenschaftler seit vielen Jahren dran, Stichwort "Agrophotovoltaik".


    [Blockierte Grafik: https://www.ise.fraunhofer.de/…eggelbach.jpg/image_large]
    https://www.ise.fraunhofer.de/…ik-pilotanlage-heggelbach


    [Blockierte Grafik: http://www.agrophotovoltaik.de…Traktor.max-1200x1200.jpg]
    http://agrophotovoltaik.de/


    Hier noch weitere Links dazu:
    http://hofgemeinschaft-heggelbach.de/energie/agrofotovoltaik
    https://www.ise.fraunhofer.de/…ftwerken-agrophotovoltaik
    http://www.pv-magazine.de/nach…aik-eingeweiht_100024455/
    http://enorm-magazin.de/im-schatten-der-sonne

  • Zitat von alterego


    Wenn die Fläche vergütungsfähig ist, warum nicht?


    Oh, da würden mir aber gleich mehrere Gründe einfallen:


    - weil der mengengewichtete durchschnittliche Zuschlagswert bisher bei jeder neuen Ausschreibung gefallen ist und bei der August 2016 - Ausschreibung schon nur noch bei 7,25 Ct/kWh lag. Ohne Ausschreibung wird es da wohl ab nächsten Monat 9,04 Ct./kWh (abzgl. geschätzten 0,2 - 0,4 Ct/kWh für die Direktvermarktung) geben.


    - weil für die Teilnahme an einem Ausschreibungsverfahren zusätzliche Kosten für den Bewerber entstehen.


    - weil die Teilnahme an einem Ausschreibungsverfahren keine Planungssicherheit für die Umsetzung einer PV-Anlage bringt. (Die BNA bestimmt - abhängig vom Zuschlagsergebnis - ob ein potentieller Betreiber bauen darf, aber nicht der Betreiber).


    - weil der TE von "1-3 ha" sprach, also eine Anlagengröße von 0,5 - 1,5 MW realisieren könnte, die kostenmäßig aber erst einmal gegen die überwiegend größeren bezuschlagten Anlagen (95% bzw. 77% waren in der letzten Runde größer) ankämpfen muss.


    - weil es die Förderung nur 20 Jahre und nicht "20 Jahre + Inbetriebnahmejahr" gibt. (Oder wurde das mittlerweile geändert?)

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)