Anlagenplanung zu Norddach, Fassade, Solarzaun, Garage

  • Hallo an alle,
    irgendwie muss ich mir darüber klar werden wie ich meine Anlage plane.


    Seit ein paar Monaten bin ich stolzer Besitzer von gebrauchten / defekten PV Modulen.


    Daten:
    Photowatt International S. A., USA (Made in USA)
    Module Type: M-PW1650 24V
    175 W
    Voltage at Peak Power (Vmp): 34,8 V
    Current Peak Power (lmp 5.03A)
    Max. Syst. Oper. Valtage: 600 V
    124 x 108cm > 1,34qm


    An den Modulen mussten die Kabel und Dioden neu / nach verlötet werden, soweit ich es beurteilen kann sind sie soweit in Ordnung.
    30Stk. habe ich jetzt repariert.


    Es handelt sich um ein Einfamilienhaus ca. 100qm, Nordsüdausrichtung. Dach 30-35Grad. Bj 72.
    Dach Süd: ca. 11kwp Aleo EEG
    Fassade OST und West sind mit Flachkollektoren belegt (10cm Dämmung darunter), im Garten sind noch ca. 8qm Röhren verbaut.


    Im Keller steht ein Kombispeicher ca. 800 Liter (Fass im Fass) mit 9KW Heizstab.
    Es stehen noch zwei 1000 Liter Speicher im Keller, nicht angeschlossen.


    Die 3 Heizstäbe einzeln ansteuerbar, waren aber bis jetzt noch kaum in Betrieb. Geheizt wird normalerweise mit einer 40 Jahre alten Ölheizung, Verbrauch ca. 1000 Liter.
    Des weiteren ist ein Kaminofen im EG verbaut (Blechkasten) auch selten in Betrieb.
    Eine kleine Luftwärmepumpe ist auch noch verbaut. Diese läuft meistens in der Übergangszeit.
    Es laufen auch noch zwei kleine Steca 500 und 300 Ost Süd West.


    Flächen zur neuen PV-Anlage:
    Garage: 20 Module
    Norddach: ca 60qm 40-45 Module
    Nordfassade: ca. 15-20 Module
    Südfassade: ca. 10 Module
    Solarzaun Ost: ca. 16 Module


    Zur Garage:
    Es ist eine Fertiggarage, sie steht im Norden des Hauses, ab Oktober im Schatten.


    Zum Norddach: am Oktober im Schatten, im Sommer ein guter Hitzeschutz.


    Zur Nordfassade: Fassade soll isoliert werden 10cm Steinwolle darüber PV. Die PV ist günstiger als alle anderen Baustoffe.
    Die Fassade wird mit rhombusleisten douglasie verkleidet, kombiniert mit PV. Das gibt einen schönen Kontrast.
    Wegen Globalstrahlung kommen bestimmt einige 100 Wattstunden pro Tag runter.... , ich bin am überlegen ob ich die überhaupt anklemmen soll.


    Zur Südfassade: da gilt das gleiche wie bei der Nordfassade, diese möchte ich schon anklemmen.


    Zum Solarzaun: bin mir nicht sicher ob es keine Störung das Straßenverkehrs bedeutet, wegen Blendwirkung.
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    Meine Wunschvorstellung:


    Kein Öl mehr verbrennen und möglichst wenig Strom dazukaufen. Irgendwann mal E-Auto laden.
    Meine Energiekosten von jetzt ca. 2000 Euro sollen zum großen teil weg, dazu noch kostenloses tanken des E-Autos.
    Jetzt ist nur noch die Frage wie ich das möglichst günstig erreiche, günstig ist leider sehr wichtig.


    1.) Am liebsten wäre mir ein paar Wechselrichter, dann je nach Leistung Verbraucher zuschalten, Heizstab Klima usw..
    Ohne Akku dazwischen.
    Das geht aber so wohl nicht oder?


    2.) Ich habe gerade gelesen dass es einen PIP mit 3 Trackern geben soll, das wäre doch ideal, oder?
    Die einzelnen PV Flächen lassen sich bestimmt auch DC seitig zu und wegschalten, falls die Leistung zu groß wäre.


    3.) Falls ich einen Akku verwende möchte ich diesen gerne so klein (günstig) halten wie es geht.
    Mir würde es reichen wenn ich über die Nacht komme. Mein Speicher ist eigentlich der Wasserspeicher.


    4.) Eigentlich habe ich etwas gegen Gleichstrom am Heizstab, aber sonst muss ja der komplette Strom durch den Wechselrichter.
    Wie verträgt es sich wenn man einen Heizstab mit Wechselstrom betreibt und einen anderen mit Gleichstrom?
    Mein Bauch sagt keine gute Idee. Aber weshalb?
    Am Wasserspeicher habe ich noch einige Anschlüsse frei.


    5.) Was mir auch im Kopf rumgeht ist dass ich eigentlich keinen großen Wechselrichter brauche, wenn ich den Heizstab direkt anfahre, also mit DC . Da bei DC der MPP eigentlich nie stimmt habe ich große Zweifel das das funktioniert.


    6.) Da ja ein E-Auto auch einen Akku verbaut hat ist doch unnötig sich einen großen Akku in den Keller zu stellen. ?


    7.) Kann man die Module umbauen auf 24V......... Module Type: M-PW1650 24V 175 W ..... es steht ja schon in der Bezeichnung drin, sonst bekomme ich nur 3 Module an einen String, wenn ich einen Pip nehmen sollte?


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    So, es nun doch recht viel geworden und etwas wirr. Gelesen hab ich schon viel, aber irgendwie komme ich in der Planung nicht richtig weiter.
    Es soll nur mal eine Vorplanung werden, so dass die grobe Richtung stimmt.
    Ich möchte mich im voraus schon recht herzlich bedanken.


    Viele Grüße,
    Heiner

  • Erst mal wünsche ich dir alles Gute für 2017, viel Kraft und Gesundheit und Ausdauer für dein ambitioniertes Vorhaben :D


    Kannst du ein paar Bilder vom Haus allgemein einstellen?
    Wie sieht es mit den einzelnen Flächen aus, gibt es Verschattungen?
    Das trifft besonders auf den "Zaun" zu.


    Wie sind denn die Module leistungsmäßig so drauf?
    Konntest du sie nach der Reparatur überprüfen?
    Sind die neuen Bypassdioden richtig eingebaut?


    Kann man mit gebrauchten Module eine Anlage anmelden und bekommt EEG?
    Da gibt es sicher noch ein paar weitere Fragezeichen und im Zusammenhang mit dem PIP?


    Willst du die Anlage selbst montieren oder gibt es fachkundige Hilfe?
    Die Fachleute hier werden dir sicher helfen, alles richtig zu sortieren.


    OT: Leichtes Bauchgrummeln :oops:

  • kalle bond
    Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort, auch dir ein schönes neues Jahr.
    Sorry meine Kamera hat gerade ne Macke, Bilder kann ich später nachreichen.


    Auf dem Norddach befindet sich ein Kamin. Der gibt einen "schönen" Schatten.
    Solarzaun Ost: An Durchgangsstraße mit Gehweg, gegenüber Bebaut. Aber relativ früh Sonne, bis zur Mittagszeit.


    Die Bypassdioden musste ich nicht erneuern. Es waren nur einige lose, deshalb löte ich jetzt alles nach.
    Die Amis haben da nicht gut gearbeitet, die Lötungen sind sehr sehr bescheiden ausgeführt worden.
    Die Anschlusskabel sind von alleine abgefallen, oder Wackelkontakt.
    In den Anschlussdosen befanden sich auch kräftige Kalkablagerungen, nach dem reinigen wieder ok.
    War in meinem früheren Berufsleben ein Großteil meiner Arbeit, allerdings schon 20 Jahre her.

    Deshalb hat der Vorbesitzer die komplette Anlage runter geschmissen. Es wurde versucht (vom Fachmann, kann ich mir leider nicht verkneifen) die Anschlussdosen abzudichten, um die Lötungen hat sich da keiner gekümmert..... gut für mich, so hoffe ich zumindest.
    Die Module waren nicht lange auf dem Dach, fast wie neu, nach dem reinigen.



    Die Module habe ich vermessen: Leerlaufspannung um die 38-40V, IK um die 4,5A
    Da war aber schon Spätherbst. Ich denke mal dass Die Module fast die Nennleistung haben.


    Die Anlage kann soweit ich weiß kein EEG mehr bekommen.

    Die Anlage will ich selber montieren, so wie meine Aleos auch.
    Nur von Akkus hab ich keine Ahnung...


    Viele Grüße und vielen Dank,
    Heiner

  • Um die PV Anlage mit Batterie annähernd richtig zu berechnen, werden noch ein paar Angaben zu den Verbrauchern, die du da anschließen möchtest und zum Verbrauch selbst benötigt. Wie viel kWh je Nacht hast du geplant?


    Dein Konzept ist mir noch nicht so ganz verständlich.
    Das Haus ist an den öffentlichen Strom angeschlossen?
    Du betreibst eine PV Südanlage mit direkter Einspeisung - 11 kWp?


    Mit den neuen Modulen möchtest du einen Teil der Verbraucher separat betreiben?
    Zusammengefasst ergeben sie fast eine 10 kWp Anlage (auf Süd umgerechnet).
    Vom Typ her - soll es eine Inselanlage werden?


    @ Zu den Modulen - die müssten doch 72 Zellen haben? Dann wären es schon sogenannte 24 V Module?
    Oder haben sie eine andere Zellenzahl? Gibt es ein Datenblatt?

  • Vielen Dank für Deine Antwort.
    2 - 4 kWh sollten reichen, kommt ja auch darauf an wie lange es Nacht ist.
    Wenn es dunkel ist läuft noch: TV, Kühlschrank, Licht, PC, Oelbrenner, ab und zu ein Wasserkocher, verschiedene Kleingeräte.


    Das Konzept kann auch noch nicht klar sein, da ich noch keines habe, das möchte ich hier herausarbeiten.


    Es ist ein ganz normales Einfamilienhaus mit Stromanschluss in einer kleinen Stadt.
    Meine normale EEG Anlage: Aleo 11KWp 2xSMA TL5000 Volleinspeisung.


    Die Heizpatronen möchte ich gerne extra bzw. direkt betreiben. Mit einem teil der neuen Anlage.
    Der andere teil soll das Haus versorgen.


    Ich denke aber dass es doch auf eine Halbinsel hinausläuft.


    Datenblatt als Anhang, wenns klappt.
    Die Module gab es anscheinend auch als 12 und 24V ausführung


    Gruß Heiner

  • Zitat von Heiner-83-


    Datenblatt als Anhang, wenns klappt.
    Die Module gab es anscheinend auch als 12 und 24V ausführung


    Hier das Datenblatt eines ähnlichen Moduls - des Siemens SM 110.


    Da kannst du die Verschaltung der Zellen und Bypass Dioden erkennen.
    Wobei die 24 V Version mit 1 Anschlussdose ausgestattet war, bei der 12 V Version brauchte man 2.
    Wie sieht es bei deinen Modulen aus - ist es die 12 oder die 24 V Version?
    Wenn du Leerlaufspannungen über 40 V misst, sollte es klar die 24 V Version sein.

  • Guten Morgen,


    Mein Modul ist das 24V Modul.


    Wenn ich eh schon am löten bin, habe ich mir überlegt ob ich die Module auf 12V umbaue.
    Dadurch könnte ich mehr in Reihe bringen.
    Im Anhang noch ein Datenblatt mit Anschlussdose, leider sind die Dioden nicht sichtbar.


    Eigentlich wollte ich nur mein Chaos im Kopf ordnen.


    Ich habe einige Module und einige verschieden Flächen.
    Diese möchte ich zu einer funktionierenden Anlage zusammenstellen.
    Möglichst unkompliziert, einfach und günstig. Gerne auch mit gebrauchten Teilen.


    Gruß Heiner

  • Zitat von Heiner-83-

    Nur von Akkus hab ich keine Ahnung...


    Das kannst du ja ändern: http://wiki.polz.info/doku.php


    Zitat von Heiner-83-

    Dadurch könnte ich mehr in Reihe bringen.


    Ob du vier 12V-Moduke in Reihe schaltest oder zwei 24-V-Module, ist elektrisch gesehen völlig egal.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Zitat von Heiner-83-


    Mein Modul ist das 24V Modul.


    Wenn ich eh schon am löten bin, habe ich mir überlegt ob ich die Module auf 12V umbaue.
    Dadurch könnte ich mehr in Reihe bringen.
    Im Anhang noch ein Datenblatt mit Anschlussdose, leider sind die Dioden nicht sichtbar.


    Die Mühe kannst du dir sparen, siehe post von jdh.


    Zwei in Reihe mit 24 V ergeben die gleiche Spannung wie vier 12 V Module in Reihe.
    Du brauchst hier einen guten Generatoranschlusskasten, wo du die Strings parallel verschalten kannst.

  • Hallo,
    danke für die Antworten.
    Mit der Spannung sehe ich es etwas anders. Falls ich so einen Wechselrichter nehmen sollte. 3 MPPT Port´s, der wäre doch was für mich...
    -------------------http://www.ebay.de/itm/Spannun…0d8bb4:g:R84AAOSwvUlWswmi
    -------------------
    Der Link ist sehr interessant.... Über die Akkus muss ich noch viel lesen.


    Max Dc Eingansspannung: 145V
    Das wären bei 24V (40V) 3Module in Reihe.
    Das wären bei 12V (20V) 7Module in Reihe.


    Da würde ich einiges an Verkabelung einsparen. Schneller und günstiger.
    Ich muss mir zuerst mal ansehen wie die Anschlussdose verschaltet ist, ich denke es ist vielleicht nur eine Brücke die geändert werden muss.
    Das ist ja wirklich kein Aufwand, da ich eh schon am löten bin.


    Wirklich entscheidend ist das jetzt aber wirklich nicht...


    SOLAR CHARGER SPECIFIATIONS
    MPPT Port 2 2 2 2 3
    Max Charging Current 80A 80A 40A 120A 180A
    Max PV Input Voc 100V 100V 100V 145V
    MPPT Range 15 ~ 80V 30 ~ 80V 60 ~ 90V 60 ~ 115V


    Gruß Heiner