Anlagenplanung - welche Größe?

  • Hallo zusammen,


    zuerst mal kurz zu meiner Person. Meine Name ist Georg und ich komme aus der Nähe von München.
    Ich bin gerade dabei mit Gedanken über unseren geplanten Neubau in 2017 zu machen.
    Das Haus hat eine Wohnfläche von rund 200m² und ein Satteldach mit 25° Dachneigung und SW-Ausrichtung. Wir sind aktuell zu 3.(meine Frau + unser knapp 2-jähriges Kind - potentiell soll noch ein 2. Kind dazukommen). Heizungstechnisch ist eine LW-WP geplant, die ich gerne mit der PV-Anlage verbinden würde.
    Ein ortsansässiger PV-Anlagenbauer hat mir eine Vollbestückung meines SW-Daches empfohlen. Damit ergibt sich eine Leistung von 9,01 kwp (IBC PolySol 265).
    Da beim Hausbau das Budget wie immer gering ist und ich eigentlich immer der Ansicht war, dass auf Eigenverbrauch getrimmte Anlagen nicht so groß sein müssen, wollte ich Euch bzg. Eurer Meinung fragen?
    Könnte ich meinetwegen auf 5 kwp reduzieren?
    Wie gesagt, Einspeisung tangiert mich wenig ...


    Danke und viele Grüße,


    Georg

  • Hi Georg,


    Zitat von JaX1983

    Da beim Hausbau das Budget wie immer gering ist und ich eigentlich immer der Ansicht war, dass auf Eigenverbrauch getrimmte Anlagen nicht so groß sein müssen, wollte ich Euch bzg. Eurer Meinung fragen?
    Könnte ich meinetwegen auf 5 kwp reduzieren?


    eine PV-Anlage von der Größe her kleiner zu bauen wie möglich ist immer ein Schuß in`s Knie.
    Die Größe der PV nach dem Eigenverbrauch zu bestimmen ist Quatsch und kostet unter`m Strich richtig Geld, solange es noch eine Einspeisevergütung gibt, die die Anlage voll trägt.


    Je kleiner Du baust, um so teurer wird die Anlage (auf`s kWp gerechnet) und um so teurer wird Dein selbst erzeugter Strom.
    Darum sollte man eine normale PV-Anlage IMMER so groß wie möglich bauen, nur begrenzt durch die verfügbare Dachfläche und durch die verfügbaren finanziellen Ressourcen. Wenn Du bis 10 kwp baust im Neubau, dann kostet das noch keine 13.000 EUR.

  • Ich teile die Meinung von Ralf!
    Knapp unter 10 kwp ist vermutlich die beste Lösung!
    Vielleicht hast du ja die Möglichkeiten "Kosten im vertretbaren Rahmen" vom normalen Hausbau auf die PV-Anlage zu übertragen (z.B. Gerüst etc.)., bringt in deiner Situation evtl eine leichte Entlastung. :)

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Schon mal besten Dank für Eure Antworten.


    Als Alternative erstmal weniger kwp und dann nachträglich erweitern?
    Würde das aus Eurer Sicht Sinn machen oder eher weniger wegen Gerüst usw.?


    Danke und viele Grüße,


    Georg

  • Bei 25° DN könnte man auch mal an das NO-Dach denken. Für München werden hier nach PVGIS immerhin 750 kWh/kWp prognostiziert. Wenn ich von gleichen Dachhälften ausgehe, sollten da knapp 20 kWp drauf passen. Ich hätte damit jedenfalls richtig Spaß :wink:
    Heißt also, auch ich empfehle Dir eher zu einer größeren Anlage. Bei nur SW-Belegung dann 34 Module mit bis zu 290-er Modulen, womit Du unter der Grenze von 10 kWp bleibst. Bei Belegung beider Dachseiten könnte es auch bis zu bezahlbaren 300W Modulen gehen. Und vor allem: Baue nicht in zwei Schritten - PV fasst man einmal an, sonst hat man für bestimmte Dinge doppelte Kosten.

  • Hi Georg,


    Zitat von JaX1983

    Als Alternative erstmal weniger kwp und dann nachträglich erweitern?
    Würde das aus Eurer Sicht Sinn machen oder eher weniger wegen Gerüst usw.?


    zur allergrößten Not würde auch das gehen.
    Eine Anlage mit 2 Strings à ca. 5 kWp planen und erstmal nur einen String bauen.
    Unterkonstruktion schon so wie insgesamt benötigt und den Wechselrichter ebenfalls.


    Aber durch die zusätzlichen Gerüstkosten ist der Sinn wirklich fraglich.
    Es sei denn, Du montierst die Module später selbst, wenn die UK schon steht ist das relativ einfach.
    Dann kannst Du evtl. auch mit einem ausgeliehenen und selbst montierten Gerüst arbeiten oder evtl. ganz ohne.
    Je nach Dach und Lage der Module, die`s noch zu montieren gilt geht das u.U. auch von einer Leiter und mit Sicherungsgurt.

  • Ich teile die Ansichten von Ralf Hofmann.
    Anlage so nah wie möglich an die 10KWp ran planen.
    Die festen Kosten für IBN, Gerüst und teilweise auch für WR und UK/Kabel hast Du eh.
    Mehrkosten sind grob nur die Module und etwas UK plus Montage.


    Stell mal den Belegungsplan ein; ist das Dach mit den 34 Modulen wirklich voll?


    Bei 34 Modulen mit 34*290Wp belegen, Fronius Symo mit 8,2KVA und S0-Zähler für 70-weich oder Kostal PIKO8.5 NewGeneration mit Piko BA Sensor für 70-weich nehmen und fertig.


    Das in 2 Schritten zu bauen, macht keinen Sinn!
    Die Mehrkosten für 2. IBN, nochmal Gerüst usw. sind erheblich.
    Dann besser einen kleinen Kredit nehmen (kann auch ein Konsumkredit sein) und alles auf einen Schlag bauen.

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    Einmal editiert, zuletzt von seppelpeter ()

  • Apropos Kredit:
    JaX1983 schrieb:

    Zitat

    Da beim Hausbau das Budget wie immer gering is


    Eigenkapital in Hausbau stecken und PV wenn möglich voll mit Kredit finanzieren!

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Zitat von Eisbaer

    Apropos Kredit:
    JaX1983 schrieb:


    Eigenkapital in Hausbau stecken und PV wenn möglich voll mit Kredit finanzieren!


    Richtig! PV-Anlage voll finanzieren (Traumzinsen momentan) und dann das SW-Dach mit knapp unterhalb 10 kWp sofort vollmachen! So kannst Du alles Geld in die Tilgung Deines Haus-Darlehens stecken und hast etwas Zinsen, mit denen Du Deinen steuerlichen Gewinn der Anlage etwas abmildern kannst.


    Viele Grüße
    Torsten

    15,81 kWp: 1 SMA SB4200TL mit 29xAleoS03 1 SMA SB2100TL mit 16xAleoS03 sowie 2 SMA SB3300 mit 48xAleoS03
    seit 2007 sowie seit 03/2012 12,675 kWp 1 SMA STP12000TL mit 65xSchott Mono 195
    17,745 kWp 2 SMA SB5000TL+ 1 SB4000TL mit 91xSchott Mono 195