Ergänzung bestehender Anlage

  • Hallo,


    wir haben eine 17,1 kWp-PV-Anlage auf dem Dach (BaWü). Eigenverbrauch mit Einspeisung. Ausichtung West-Nord-West; das Dach ist ziemlich flach. Gerade im Winter ist das nicht sehr optimal. Das Dach können wir ja nicht drehen.


    Im Garten haben wir eine Hütte, an / auf der wir zusätzliche Module (ca. 5) anbringen könnten. Diese wäre dann auch / gerade im Winter gut ausgerichtet, um die Vormittags/Mittagssonne einzufangen und unsere Wärmepumpe zu füttern.


    Welche Möglichkeiten hierzu gibt es, dies in unser System einzubinden? Wie sieht das rechtlich aus? Gibt es für die bestehende Anlage eine Prozentzahl, die man ohne Weiteres erweitern kann? Oder müssten wir hier eine weitere Anlage anmelden? Oder gibt es eine Möglichkeit, den Strom tagsüber zu speichern und Nachts zu verbrauchen - ohne Anmeldung, weil ja nachts nichts ins Netz reinfließt.


    Danke schonmal für Tipps und Anregungen.


    Sandberg

  • die bestehenden Anlage kann bis max 30% (etwa 5kWp) der Kapazität erweitert werden. Wenn mehr (bis 10kWp), dann wärs eine Neuanlage. Dann fällt immer noch keine EEG Umlage auf den EV an.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >498.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos und E3DC Hauskraftwerk gesteuert per E3DC-Control zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Zitat von eba

    die bestehenden Anlage kann bis max 30% (etwa 5kWp) der Kapazität erweitert werden. Wenn mehr (bis 10kWp), dann wärs eine Neuanlage. Dann fällt immer noch keine EEG Umlage auf den EV an.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red


    Woher hast du das Wissen? :shock:

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Zitat von Sandberg

    ...wir haben eine 17,1 kWp-PV-Anlage auf dem Dach (BaWü). Eigenverbrauch mit Einspeisung. Ausichtung West-Nord-West; das Dach ist ziemlich flach. Gerade im Winter ist das nicht sehr optimal. Das Dach können wir ja nicht drehen.


    Drehen nicht, aber was ist mit der Ost-Süd-Ost-Seite?


    Meine Meinung nach dem ersten Lesen der Änderungen im EEG:
    Nichts ist so kompliziert geworden wie die Regelungen zu Bestandsanlagen und zur EEG-Umlage. Irgendwann musste ja mal eine Frage in diese Richtung kommen. :?


    Von wann ist deine 17,1 kWp-Anlage?

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Laut vorheriger Posts ist die Anlage vom Dezember 2012.
    Also wären die neuen module eine neue Anlage.....
    Zumal mir sich die Frage stellt, wie man 5 Module an die alte Anlage anschließen möchte... Das wird wohl eher in die Hose gehen... Also entweder alles als eigene neue Anlage sehen, oder Finger weglassen.... Mein Tip.


    Stefan

  • Hi,


    Zitat von Sandberg

    Welche Möglichkeiten hierzu gibt es, dies in unser System einzubinden?


    wenn, dann brauchst Du einen eigenen, kleinen, passenden WR für die zusätzlichen Module.


    Zitat von Sandberg

    Wie sieht das rechtlich aus? Gibt es für die bestehende Anlage eine Prozentzahl, die man ohne Weiteres erweitern kann? Oder müssten wir hier eine weitere Anlage anmelden?


    Das Wort "Erweiterung" wird im EEG nur in einem Zusammenhang genannt: Wenn`s um den Bestandsschutz des Eigenverbrauchs geht. In diesem Zusammenhang kannst Du bis 30% der vorhandenen Nennleistung "erweitern".
    Die Rechtsfolge ist dann, dass der Strom aus dieser "Erweiterung" ohne Zahlung der EEG-Umlage selbst verbraucht werden kann. Ist für Dich aber sowieso irrelevant, da 30 % der alten Anlage sowieso unter 10 kWp sind und damit ohnehin keine EEG-Umlage anfällt.


    Für alle anderen relevanten Größen (Höhe der EEG-Umlage, Beurteilung des Eins.-Man, Anforderungen der AR-N 4105) gibt`s keine "Erweiterung".


    Gegenüber dem VNB musst Du die Inbetriebnahme einer weiteren PV-Anlage anmelden.

  • Anlage 1 ist von Ende 2012, also ohne Vergütung auf EV, was es in Summe etwas einfacher machen dürfte.
    Welchen WR hat Anlage 1 und welche Module wie verstringt.


    Dürfte aber auf einen neuen kleinen WR hinaus laufen.
    Ein SMA SB1.5 würde gut zu 5 Stück 60-Zellern passen.


    Welche Maße hat die Dachfläche?
    Ggfs. kann man mit großen 72-Zellern 2*1m und 300-330Wp für bezahlbares Geld mehr leistung und auch mehr Spannung auf das Dach bekommen.


    Welche Dachneigung hat das Süddach und welche Ausrichtung ist es genau?
    Gibt es weitere Flächen (Garage, Carport,...) die in Frage kommen würden?


    Stell doch mal ein Luftbild ein, auf dem man die bestehende Anlage und das angepeilte Dach sieht.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


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  • Zitat von Sandberg

    Wie sieht das rechtlich aus? Gibt es für die bestehende Anlage eine Prozentzahl, die man ohne Weiteres erweitern kann?


    Um es vorweg zu nehmen: ich halte eine "Erweiterung" in 2017 für unkritisch; in 2018 könnte es u.U. Diskussionen mit dem Netzbetreiber geben.


    Hintergrund:
    Bisher war ein "Zubau" bis 30% nicht schädlich für die Bestandsanlage, sodass sie weiterhin EEG-umlagebefreit war. Das gilt jedoch nur noch bis Ende 2017. Danach würde die Bestandsanlage auch schon bei 1%-iger Erweiterung den Bestandsschutz verlieren. Also wenn zubauen.....dann noch in 2017 zubauen. :wink:


    Irgendwie stellt sich aber immer die Frage, wann eine neu hinzugebaute Anlage als Erweiterung der alten Anlage gilt und wann nicht. Man stelle sich vor, der TE möchte nicht nur 5 Module sondern eine 7 kWp-Anlage dazubauen. Die Größe würde oberhalb von 30% der Bestandsanlage liegen und könnte bestandsschädlich sein. Andererseits liegen zwischen den Inbetriebnahmen der beiden Anlagen mehr als 12 Monate und der Betreiber könnte die neue Anlage als eigenständige De-Minimis-Anlage (bis 10 kWp) betrachten, womit sie dann wieder EEG-umlagebefreit wäre.


    Die Juristen der BNA überlassen dem Betreiber offenbar die Bewertung, sehen aber eine entsprechende Mitteilungspflicht:


    Zitat von finaler Leitfaden Eigenversorgung BNA Juli 2016, S.84

    Wird eine „Bestandsanlage nach Nummer 1 oder 2“ oder eine bereits zuvor modernisierte „Bestandsanlage nach Nummer 3“ neben der neu zugebauten Stromerzeugungsanlage vom Eigenerzeuger weiterbetrieben, so hängt die Frage, ob die neue Stromerzeugungsanlage die Funktion der „Bestandsanlage nach Nummer 1 oder 2“, die diese in dem bestandsgeschützten Nutzungskonzept der Eigenerzeugung in ihrem ursprünglichen, unmodernisierten Zustand beim Inkrafttreten des EEG 2014 wahrgenommen hat, vollständig bzw. ergänzend übernimmt und sie somit „ersetzt“ bzw. „erweitert“, maßgeblich von der funktionalen Zuordnung durch den Eigenerzeuger ab.


    Ohne eindeutige funktionale Zuordnung des Eigenerzeugers, welche neuen Stromerzeugungsanlagen welche ursprünglichen „Bestandsanlagen nach Nummer 1 oder 2“ ersetzen oder erweitern und somit den Bestandsschutz als „Bestandsanlagen nach Nummer 3“ übernehmen sollen, ist davon auszugehen, dass es sich bei neuen Stromerzeugungsanlagen um einen gewöhnlichen Zubau ohne Bestandsschutz handelt.


    Der Eigenerzeuger muss die funktionale Zuordnung für die Übertragung des Bestandsschutzes auf eine neue Stromerzeugungsanlage durch eine Ersetzung oder Erweiterung nach § 61 Abs. 3 S. 2 Nr. 3 EEG gegenüber dem Netzbetreiber eindeutig dokumentieren und mitteilen bzw. darlegen. Für eine rechtssichere Zuordnung und Nachweisführung ist dringend angeraten, dem Netzbetreiber die Übernahme der Eigenerzeugungs-Funktion durch eine modernisierte Stromerzeugungsanlage bereits vor ihrer Inbetriebnahme anzuzeigen, jedenfalls aber unverzüglich danach mitzuteilen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Danke für die vielen Tipps und Anregungen und auch Fragen, die inzwischen eingegangen sind.


    Hier das ausgeschnittene Google-Luftbild:


    [Blockierte Grafik: http://www2.pic-upload.de/thumb/32401238/haus2.jpg]


    Das Haus hat ein recht flaches Pultdach.


    Die Garage ist auch in Westnordwest geneigt und wird je nach Jahreszeit schnell vom Haus verschattet; wenn dann wäre nur der äußerste Rand ein Thema.


    Die besprochene Hütte ist der "weiße Fleck"; ggf. könnte sie noch etwas versetzt werden. (Verkleideter massiver geschweißter alter Hundezwinger, der als Gerätehütte genutzt wird.) Die Hütte ist 1,5 m x 4 m und ca. 2m hoch. Die Platten könnten ggf. überstehen / vertikal installiert werden.


    Es wäre echt toll, wenn das funktionieren würde. Ich muss mir morgen in alter Frische Euren Input nochmal genau durchlesen.


    Danke schonmal und Grüße Sandberg

  • Ich setz die Frage einfach mal hier rein, um keinen neuen Thead zu öffnen...,.
    Gilt der Bestandsschutz auch bei Erweiterung älterer Anlagen mit vergütung EV.?
    Z.b. Grundanlage aus 2010 ; 31 KWp.. erweiterung 2017 um ca. 7,7 KWp... Kaskadenschaltung.

    gruss Bernd


    2014: 30,94KWp REW 260, ABB PVI 3,6 und 27.6; +63 W. DN. 35 Rundsteuerempf., SL 1200PM
    2017: 7,7KWp QcellsPlus 275, SMA TP. 7000; -27 O. DN 45

    2022 hoffentlich 15,4 KWp SO / NW mit 10-15 kW Speicher dazu... Wenn das Bauamt endlich mal seine Arbeit macht