älteres Haus mit PV Anlage gekauft

  • Hallo,


    wir werden ein bestehendes Haus mit einer Photovoltaikanlage kaufen.
    Da wir den Kaufpreis der Neuanlage natürlich nicht absetzen können und im Kaufpreis
    die PV auch nicht extra ausgewiesen ist, empfiehlt sich
    dann die Kleinunternehmerregelung, oder eher nicht?


    vielen Dank

  • Hi,


    Zitat von Selina

    Hallo,


    wir werden ein bestehendes Haus mit einer Photovoltaikanlage kaufen.
    Da wir den Kaufpreis der Neuanlage natürlich nicht absetzen können und im Kaufpreis
    die PV auch nicht extra ausgewiesen ist, empfiehlt sich
    dann die Kleinunternehmerregelung, oder eher nicht?


    ja, die würde sich empfehlen, wenn die PV-Anlage nicht sehr viel einspielt im Jahr.
    Wenn die Erlöse aber über`m KUR-Limit liegen, geht`s nicht.


    Warum wird die PV nicht extra verkauft, sondern mit dem Haus zusammen?
    Das bringt Dir massiv Nachteile, ohne dem Verkäufer Vorteile zu bringen. Da verdienen nur der Notar und der Staat dran. :roll:


    Warum könnt Ihr den Kaufpreis der Neuanlage (warum "Neu", ist die PV-Anlage denn neu?) denn nicht absetzen?

  • Normalerweise müsstest du den alten Vertrag der PV Anlage übernehmen können. Die ganz alten Anlagen haben ja nur eingespeist. Wenn das so eine ist bringt dir der Verzicht der KUR garnix, im Gegenteil, du hast da nur mehr Aufwand. Einzig wenn mal was kaputt gehen sollte, dann bekämst du die MwSt. zurückerstattet. Bei den jetzigen Anlagen empfiehlt sich, die KUR nicht zu wählen damit man die MwSt. der Anlage zurück erhält. Nach 60 Monaten kann man dann die KUR wählen und zahlt dann keine Umsatzsteuer mehr auf den eigen verbrauchten Strom!

    9,975 kWP (35 x LG285S1C-B3)
    Fronius Symo 10.0-3-m
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  • Hi,


    Zitat von FISO

    Normalerweise müsstest du den alten Vertrag der PV Anlage übernehmen können.


    was für einen Vertrag? Man braucht keinen Vertrag für eine PV . . .


    Zitat von FISO

    Bei den jetzigen Anlagen empfiehlt sich, die KUR nicht zu wählen damit man die MwSt. der Anlage zurück erhält.


    Falls der Verkäufer die MwSt. überhaupt ausweisen kann. Ist das seine einzige PV und/oder seine einzige gewerbliche Tätigkeit, kann er keine MwSt. ausweisen beim Verkauf und man kann als Käufer auch nix zurückbekommen.


    Da muss der TE erstmal mit mehr Infos `rüberkommen.

  • Zitat von Selina


    ...
    Da wir den Kaufpreis der Neuanlage natürlich nicht absetzen können und im Kaufpreis
    die PV auch nicht extra ausgewiesen ist,
    ...


    Nun, dass der Kaufpreis nicht ausgewiesen ist, ist kein Hinderungsgrund die Anschaffung des Wirtschaftsguts nicht abzuschreiben. Dann wird eben der Wert ermittelt. Am einfachsten den aktuellen Buchwert nehmen.


    Zitat von Selina


    ...
    empfiehlt sich dann die Kleinunternehmerregelung, oder eher nicht?
    ...


    Tja, das kommt darauf an. Erwirbst du eine PV, bei der es vergüteten DV gibt, kommst du mit der KUR nicht um die USt für den DV rum. Stichwort UStAE 2.5. Bei einer PV ohne vergüteten DV sparst du die USt für den DV.

  • Ohne das IBN zu kennen und zu wissen, wie der Vorbesitzer es steuerlich behandelt hat (wozu er auskunftspflichtig ist), ist das eher stochern im Nebel.

    Zitat von donnermeister1


    Bei einer PV ohne vergüteten DV sparst du die USt für den DV.


    Es gibt aber noch (ist noch ein paar Monate hin) keine die schon 5 Jahre in Betrieb sind (außer jemand hätte so viel Geld Anlagen vor 2009 nicht als Volleinspeisung zu betreiben), daher wäre anteilig die evlt. gezogene Vorsteuer zurückzuzahlen, wenn man zur KUR wechselt.

  • ich habe mich mit der "Neuanlage" total falsch ausgedrückt.


    die PV Anlage ist 10 1/2 Jahre alt und es wird alles eingespeist.
    Der jetzige Besitzer meinte, dass er nur noch einen Wert von ca. 1000 € angeben könnte
    somit ist sie nicht extra ausgewiesen.
    Für den Strom bekommt er ungefähr 20.000€ pro Jahr. Er hat auch nur dieses Haus mit der PV Anlage.
    Ist ansonsten ein ganz normaler Rentner.


    Selina

  • Zitat von Selina

    Für den Strom bekommt er ungefähr 20.000€ pro Jahr. Er hat auch nur dieses Haus mit der PV Anlage.
    Ist ansonsten ein ganz normaler Rentner


    wirklich 20.000€ im Jahr?
    dann ist die Anlage also ca 40Kwp?


    ( die steuervergünstigte Kleinunternehmerregelung giebs nur bei Umsätzen bis 17500€ im Jahr,
    macht aber bei Volleinspeisung keinen Sinn )

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

    Einmal editiert, zuletzt von machtnix ()

  • Zitat von Selina

    ..die PV Anlage ist 10 1/2 Jahre alt und es wird alles eingespeist.
    Der jetzige Besitzer meinte, dass er nur noch einen Wert von ca. 1000 € angeben könnte
    somit ist sie nicht extra ausgewiesen.
    Für den Strom bekommt er ungefähr 20.000€ pro Jahr.


    Ich weiss ja jetzt nicht, was du für ein "Haus" gekauft hast, aber wenn die o.g. 20.000,- € tatsächlich der Nettojahresertrag sein soll, dann müsste die PV-Anlage mind. 40 kWp haben und dein Dach eine Größe von mindestens 350 m².


    Ich bin mir in diesem Fall auch nicht sicher, ob ich dir zu einer Anlage mit einem Restwert von etwa 145.000,- € gratulieren soll, denn für dich wäre ein separater Kaufvertrag über diesen Wert allemal besser gewesen als der Ansatz des Buchwertes von 1.000,- €.


    Oder sollte es etwa so sein, dass du einen Jahresertrag von 2.000,- € meintest? :wink:


    Edit: machtnix war schneller. :wink:

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)