Indachanlage mit Calyxo CX3

  • Hallo allerseits,


    ich bin neu hier und hoffe auf eure Unterstützung. Es sollen mehrere Häuser saniert und mit PV ausgestattet werden. Aus ästhetischen Gründen soll dabei eine Indachanlage verbaut werden. Wie sind eure Erfahrungen mit Indach-Anlagen? Und wie sind eure Erfahrungen mit Calyxo Modulen? Das soll nämlich die Kombination werden - Calyxo und Indach.


    Nach einer ersten Anfrage bei Calyxo wurden mir 4 gelistete Indach-Anbieter genannt. 2 in Italien, 1 in der Schweiz (Solrif-System) und einer in Deutschland (aber leider in Konkurs gegangen).


    Die PV-Anlage hat insgesamt eine Größe von ca. 180 kWp. Dabei gehen wir nicht nach dem Eigenbedarfsoptimum, sondern wollen einen möglichst hohen Autarkiegrad über das Jahr erreichen. Dadurch rechnet sich die Anlage natürlich viel schlechter. Auch durch den Umsand, das auch Norddächer belegt werden.


    Daher sind wir hier für jeden Tipp, der die Anlagenkosten senkt sehr dankbar.


    Vielen Dank,
    Andreas


    PS: Gesamtkonzept sieht vor, dass Energie CO2-frei mit PV, KWA, Batterie, WP und Saisonspeicher bereitgestellt wird.

  • Zitat von next step energy


    Daher sind wir hier für jeden Tipp, der die Anlagenkosten senkt sehr dankbar.


    1. Tipp: Norddächer nicht mit PV Modulen belegen
    2. Tipp: kein Indachsystem verwenden
    3. Tipp: keine Cadmium-Tellurid-Module verwenden


    das wirst du wahrscheinlich nicht hören wollen, deiner Beschreibung entnehme ich daß die sog. "ästhetischen Gründe" für diese Auswahl ausschlaggebend sind.
    Wenn das die Priorität ist, dann musst du halt mit den Nachteilen leben.


    Das ist halt jetzt nicht unbedingt eine Kombination die für Wirtschaftlichkeit oder niedrige Anlagenkosten steht

  • Tipp 1: Vergiss Tipp 1 --> nutze SuFu, dann findest du genügend Info --> Thema Dachneigung.
    Tipp 2: Vergiss Tipp 2 --> dieser ist nur gültig unter der Premisse der Erhitzung, Ersatzteile und Kosten. Wenn auf Optik wertgelegt wird, ist dies eine sehr schöne Lösung --> Siehe dazu ebenfalls SuFu (Thema Schweizer User)
    Tipp 3: Stimmt! Schwermetall

    Ausrichtung:


    14,43 KWp @ DN:35°, -10° SSO auf Symo GEN24 und Symo Hybrid
    1,98 KWp @ DN:10°, -100° NO auf AE Conversion


    Fronius Energy Package 12 kWh :lol:



  • Zitat von Diritech

    Tipp 1: Vergiss Tipp 1 --> nutze SuFu, dann findest du genügend Info --> Thema Dachneigung.
    Tipp 2: Vergiss Tipp 2 --> dieser ist nur gültig unter der Premisse der Erhitzung, Ersatzteile und Kosten. Wenn auf Optik wertgelegt wird, ist dies eine sehr schöne Lösung --> Siehe dazu ebenfalls SuFu (Thema Schweizer User)


    der TS hat nach Tipps gefragt die die Anlagenkosten senken.
    Und nicht nach der Optik.
    Daß diese Module eine "besondere Optik" haben, das weiß er selbst und deswegen hat er sie auch ausgesucht, trotz der damit verbundenen Kostennachteile.

  • Hi,


    Zitat von next step energy

    Gesamtkonzept sieht vor, dass Energie CO2-frei mit PV, KWA, Batterie, WP und Saisonspeicher bereitgestellt wird.


    sehr interessant, dieses Gesamtkonzept. Gefällt mir.
    Mit "Energie" ist ausschliesslich Strom oder auch Beheizung gemeint? Was bedeutet KWA?
    Ist eine vollständige Stromautarkie eingeplant?


    Zu Calyxo hier ein Erfahrungsbericht:
    http://www.photovoltaikforum.c…lyxo-modulen-t101606.html
    Ob`s heute noch diese Probleme gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Ich würde aber alternativ zu Calyxo andere Indachanlagen mit schwarzen Modulen in Erwägung ziehen.
    http://www.axsun.de/ax/produkte/indach-laminate-mit-solrif
    http://www.sen.eu/de/SOL-50_Indachmontagesystem
    http://www.nwcomp-solar.de/Indach-Systeme
    http://www.megasol.ch/netzeinspeisung/indach.html
    http://www.passivhaus.de/photovoltaikanlagen/


    Zitat von next step energy

    Dabei gehen wir nicht nach dem Eigenbedarfsoptimum, sondern wollen einen möglichst hohen Autarkiegrad über das Jahr erreichen. Dadurch rechnet sich die Anlage natürlich viel schlechter.


    Wie hast Du das denn gerechnet? Je größer die Anlage, um so besser rechnet sie sich.
    Soll doch eine normale EEG-Anlage werden, oder?
    Die schlechteren Erträge auf den Norddächern ziehen die Amortisationsdauer möglicherweise in die Länge, das ist richtig. Aber bei angestrebter möglichst hoher Autarkie unvermeidlich.


    Was für einen Saisonspeicher plant Ihr denn? Das ist normalerweise auch so ein Groschengrab . . .
    Wenn der durch ein kleines BHKW ersetzt wird, rechnet sich das vermutlich besser.

  • für die Autarkie bringt ein Norddach keinen Vorteil, wenn das Süddach nichts mehr bringt, dann kommt vom Norddach schon lange nichts mehr

  • Hi,


    Zitat von jodl

    für die Autarkie bringt ein Norddach keinen Vorteil, wenn das Süddach nichts mehr bringt, dann kommt vom Norddach schon lange nichts mehr


    doch, aber auf sehr geringem Niveau.


    Ich hatte ja bis vor 1 1/2 Jahren auf Nord bei 15° Dachneigung 14,6 kWp kristalline Module.
    Die haben im Winter etwa 500 Watt pro Stunde gebracht, den ganzen Tag über wenn`s nicht gerade extrem nebelig oder dunkel bewölkt war.
    Jetzt habe ich die gleiche Fläche (von den qm her) mit Dünnschicht bedeckt, allerdings nur 8 kWp.
    Die bringen im Winter auch etwa 500 Watt unter gleichen Bedingungen.


    Das ist jetzt nicht der Burner, aber ich brauche diese 500 Watt / Stunde über 6-8 Stunden für die geplante 100% Stromautarkie.
    Ihre Kosten spielen die 8 kWp Dünnschicht jedoch im Sommer wieder ein, dann produzieren sie recht gut.
    Im Winter geht`s jedoch nicht um`s Geld, sondern um die Unabhängigkeit und da ist jedes Watt, was `reinkommt wichtig.

  • Danke allen für die Meldungen.


    Ralf Hofmann,


    ja mit Energie ist Strom UND Wärme gemeint, und hier sowohl (Flächen)Heizung wie auch Warmwasser. Das ist ja gerade die Krux. Und das ganze ohne CO2. Ich weiß, das dies sehr kapitalintensiv ist, es sollte sich aber auf 20-25Jahre rechnen. Eine PV-Anlage rechnet sich um so besser, je höher mein Eigenverbrauch ist. Eigenverbrauch und Autarkiegrad stehen jedoch umgekehrt zueinander. Will ich einen sehr hohen Autarkiegrad, geht mein Eigenverbrauchsanteil über das Jahr gesehen runter. Die Anlage speißt in % vermehrt ein zu ca. 11ct anstatt in den Eigenverbrauch mit ca. 30ct zu gehen.
    Mit KWA meinte ich Kleinwindanlage im Bereich von ca 10 kW. Aber das sehe ich als spätere zusätzliche Überlegung an.


    Vollständige Stromautarkie wäre sehr schön, ja. Ich kenne aber keine aus Kostensicht realistische Lösung, bei der auf Verbrennung von fossilen Stoffen weiterhin verzichtet wird. CO2-freie Energieerzeugung ist ja 1 Kriterium. Wir werden im Winter immer wieder auf einen externen Grünstromanbieter zurückgreifen müssen.


    Tja, und zum Thema Saisonspeicher sind wir uns nur soweit klar, dass es ein Wasserspeicher wird – aus Kostengründen. Ansonsten sind wir bzgl. Größe, Ausmaße, Höhen, Durchmesser, Material, Standort sehr flexibel. Nur leider haben wir keinen Platz den Speicher als Innenspeicher aufzustellen.


    Ja, ein BHKW würde vieles erleichtern. Aber Gas, Holz, Öl scheiden als Energieträger aus. Es sei denn ich mache mir das Gas vorher durch power to gas und habe anstatt eines Wasserspeichers einen Gastank. Hier habe ich aber gar keine Informationen wie weit der Markt für kleinere Einheiten ist.


    Die Alternativen zu Calyxo schaue ich mir an, danke.

  • Hi,


    Zitat von next step energy

    ja mit Energie ist Strom UND Wärme gemeint, und hier sowohl (Flächen)Heizung wie auch Warmwasser. Das ist ja gerade die Krux. Und das ganze ohne CO2.


    sehr schönes Projekt, da bin ich auch schon seit einiger Zeit dran.


    Zitat von next step energy

    Eine PV-Anlage rechnet sich um so besser, je höher mein Eigenverbrauch ist. Eigenverbrauch und Autarkiegrad stehen jedoch umgekehrt zueinander.


    Das ist natürlich richtig, aber unvermeidlich. Den Preis muss man bei einer solchen Zielsetzung natürlich zahlen.
    Ist imho aber derzeit noch egal, da die Einspeisevergütung noch hoch genug ist.
    Dadurch kann die PV alleine ja niemals ein Zuschussgeschäft werden, sofern man nur die Dachflächen und die Südfassade nutzt.
    Eine Nordfassade mit Modulen zu belegen, da wäre ich schon eher skeptisch . . . :wink:


    Zitat von next step energy

    Mit KWA meinte ich Kleinwindanlage im Bereich von ca 10 kW. Aber das sehe ich als spätere zusätzliche Überlegung an.


    Wenn das Haus nicht an einem sehr gut geeigneten Windstandort steht, wird sich so ein Gerät ebenfalls negativ auf die finanzielle Bilanz auswirken, leider.
    Und für einen 50 m Mast, auf dem ein 10 kw Windrad steht gibt`s im Wohngebiet niemals eine Genehmigung.


    Zitat von next step energy

    Vollständige Stromautarkie wäre sehr schön, ja. Ich kenne aber keine aus Kostensicht realistische Lösung, bei der auf Verbrennung von fossilen Stoffen weiterhin verzichtet wird. CO2-freie Energieerzeugung ist ja 1 Kriterium.


    Meinst Du mit CO2-frei den Verzicht auf jegliche Verbrennung von Kohlenstoff oder nur den Verzicht auf die Verbrennung fossiler Energieträger?


    Zitat von next step energy

    Tja, und zum Thema Saisonspeicher sind wir uns nur soweit klar, dass es ein Wasserspeicher wird – aus Kostengründen. Ansonsten sind wir bzgl. Größe, Ausmaße, Höhen, Durchmesser, Material, Standort sehr flexibel. Nur leider haben wir keinen Platz den Speicher als Innenspeicher aufzustellen.


    Klar, bei einem Saisonspeicher für mehrere Häuser kann der nur vergraben werden, denn da sind Speichergrößen von 100.000 Litern noch klein. Was ist mit einem Eisspeicher?


    Zitat von next step energy

    Ja, ein BHKW würde vieles erleichtern. Aber Gas, Holz, Öl scheiden als Energieträger aus.


    Warum scheidet Holz aus?


    Zitat von next step energy

    Es sei denn ich mache mir das Gas vorher durch power to gas und habe anstatt eines Wasserspeichers einen Gastank. Hier habe ich aber gar keine Informationen wie weit der Markt für kleinere Einheiten ist.


    Ist alles noch im Versuchsstadium, aber es gibt erfolgversprechende Prototypen.
    Stichworte Algenöl, Bio-Reststoffe, Micro-Biogasanlage und Brennstoffzelle.
    Wasserstoff ist noch lange nicht soweit.

  • Hallo Ralf,


    an so einem Projekt bist du auch dran? Wollen wir uns dann nicht mal offline austauschen?
    Meld dich doch einmal unter info a t Liebon de oder anrufen 0 1728237677
    Wind: ja, gute Lage und wir sind im Außenbereich. Trotzdem denke ich wird das Genehmigungsprozedere langwierig.
    Ist ja auch nur der letzte Schritt, wenn alles ausgebaut und bewirtschaftet wird. Bis dahin fahren auch mehr elektrisch...
    CO2-frei: ohne Verbrennung, höchstens die Verbrennung von H2 oder Methan, welches vorher gespalten wurde. Holz ist keine konsequente Lösung, sondern nur eine Nische für einige Leute. Würden alle Holz, in welcher Form auch immer, verbrennen, sind nicht genügend Ressourcen da. Keine Verbrennung - kein Neuanbau - keine Monokulturen.
    Saisonspeicher: wir denken momentan in der Größenordnung 500qm. Eine Alternative als Eisspeicher scheint sich nicht zu rechnen. Da sind wir aber natürlich sehr offen, falls sich das als Irrglaube herausstellt.
    Power-to-gas: das ist momentan leider auch mein Gefühl, dass wir hier noch keine serienreifen Produkte haben.


    Gruß, Andreas