In Bangladesch gibt es den ersten P2P-Stromhandel

  • In Bangladesch haben zwölf Millionen Haushalte keinen Zugang zum Stromnetz. Sie sind darauf angewiesen, für ihre Stromversorgung Kerosin zu verbrennen. Gleichzeitig sind vier Millionen Haushalte in dem südasiatischen Staat bereits mit einer Solaranlage ausgerüstet. Jetzt wird dort versuchsweise Solarstrom nach dem Peer-to-Peer-Prinzip über einen Nanogrid ausgetauscht.


    http://energyload.eu/energiewe…p-stromhandel-solarstrom/

  • Hört sich erst mal gut an, was mir aber nicht ganz klar ist ob man zu der Blackbox auch ein Solarmodul bekommt weil ansonsten wäre das verkaufen von Strom ja nicht möglich.


    Für den Monatspreis wäre ein Modul aber auch sehr günstig denn die Firma die diesen Abrechnungsservice anbietet kann ja auch nicht kostenlos arbeiten.


    => Grundgedanke ist sehr gut aber die Beschreibung wie das ganze praktisch funktioniert ist mir nicht ganz klar geworden oder habe ich etwas übersehen?


    Django

  • Ich glaube der Fokus der Firma liegt nicht darauf, Module zu verkaufen. Aufgrund der schlechten Energieversorgung werden "In dem Land ... jeden Monat 20.000 neue Solarsysteme installiert." Nicht von der Firma, sondern allgemein.

  • Ein Gesetzt der Ökonomie, dass weitestgehend unbeachtet bleibt:


    Auch jeder Fehlschlag ist ein Erfolg, denn die anderen Markteilnehmer ersparen sich diesen Irrtum.


    Das ist keine Bewertung des Models. Ich bin erstaunt, wie sie es schaffen, derart niedrige Transaktionskosten hinzubekommen. In Kenia wird seit dem Aufkommen der ersten Mobiltelefone ein Großteil des Zahlungsverkehr über diese abgewickelt und das funktioniert ausgesprochen gut. Auch die Zahlung von Stromkosten wird so organisiert (einer zahlt für einen oder mehrere Haushalte direkt bei der Bank den Betrag ein)


    *Ein Verwandter lebt immer in einer Stadt mit Bank und kann lesen und schreiben.


    Meine unmaßgebliche Einschätzung ist, dass die Rate viel zu hoch ist! Es sollten maximal 50% der Kerosinkosten für die Box drauf gehen, denn zum einen kommt noch der Strom dazu, zum anderen muss der Hebel groß sein, um möglichst schnell und möglichst breit das Thema auszurollen. Mir schon klar, dass die Finanzierung in solchen Ländern alles andere als eine lustiger Spaziergang ist.

  • Also dies Meldung halte ich für einen totalen Unfug!
    Ich war vor zwei jahren in diesem Land und kann nur sagen, wenn etwas an dem Artikel stimmt, dann müssten sich dort in den zwei Jahren "Welten verändert" haben.
    Ja, es stimmt, es gibt dort sehr viele "Solaranlagen". Aber da muss man sich ein Bild darüber machen, was die unter Solaranlage verstehen: da ist irgendwo ein kleines Paneel an einen Stein gelehnt, eine (meist alte) Autobatterie ist direkt angeschlossen, ganz ohne Regler oder irgendwas.... Und genutzt wird der Strom in den Gebäuden, die man dort "Haus" nennt mittels meist zwei 12V Lampen die mit einem abendteuerlichen Kabel mit der Batterie verbunden sind. Sehr oft haben sie noch eine Akkuladestation für das Handy mit dabei, was natürlich viel wichtiger ist als die Lampen..... An und ausgeschalten wird das indem das Kabel irgendwo unterbrochen wird, bezw. wieder zusammengedreht wird....
    Oben erwähnte Pilotprojekte werden dort als besonderes Prästigeprojekt ab und zu mit viel Pomp in einer Ortschaft eröffnet und danach versumpft das innerhalb weniger Monate zu Schrott!