Polystring-Anlage 9,9kWp korrekt dimensioniert?

  • Ich plane für unser EFH eine PV-Anlage aufbauen zu lassen. Zur Vorbereitung wollte ich den anbietenden Solarfirmen ein paar Vorgaben für die Anlagengröße machen. Ich wollte mit Euch kurz checken, ob die Dimensionierung so klappt.


    Ausgangslage:
    EFH, Stadtvilla, Standort PLZ 14612. Zeltdach 22°, Ausrichtung Süd (172°), verschattungsfrei. Grundriss 12,2 x 11,5m


    Dach Süd+Ost+West sollen mit Modulen belegt werden.
    Es passen etwa 15 Module auf die Südseite und jeweils 10 Module auf Ost+West. Ost+West sollen als Polystring/Multistring parallel auf einen MPP-Eingang des WR gelegt werden. Um möglichst dicht an die 10kWp zu kommen, hatte ich über 285W monokristalline Module nachgedacht.


    Die Einspeisung wollte ich dreiphasig machen.


    Die Begrenzung der Einpeisung wollte ich auf 70% hart auslegen, da meiner Meinung nach bei der Dachgeometrie die 70% eh so gut wie nie erreicht werden.


    Als WR würde ich dann ein Gerät mit 8kW erwarten, wie z.B. den Sunny Tripower 8kW (STP 8000TL-20).



    Nun zu den Fragen:
    - Sind die Komponenten so richtig dimensioniert?
    - Das Haus hat einen äußeren Blitzschutz. Eine Ableitung läuft auf der östlichen Dachfläche mittig zur Dachrinne. Die müßte vermutlich verlegt werden, damit dort Module gelegt werden können, oder?
    - Die Anlage soll in den äusseren Blitzschutz mit einbezogen werden. Auf der DC-Seite des WR bräuchte ich vermutlich für jeden String Überspannungsschutzgeräte (SPD), oder? Je nachdem, ob der WR schon einen integrierten Typ III Feinschutz hat, dann noch Typ I und Typ II auf der DC-Seite.AC-seitig sind die SPDs im Haus bereits vorhanden.



    Vielen Dank für Euren Input!


    Grüße,


    Thomas

  • Auf den ersten Blick klingt das gut. Doch was verstehst du unter Polystring? Oder anders gefragt,
    wie willst du drei Modulfelder unterschiedlicher Grösse und Ausrichtung auf zwei Tracker unterbringen.
    Die Spannungs- bzw. Stromdifferenzen scheinen mir nicht auf den SMA zu passen.
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hallo Einstein,


    Ost und West haben jeweils 10 Moduke. Die sollten parallel geschaltet auf einen Tracker, und das Süddach mit 15 Modulen auf den zweiten Tracker.


    Grüße,


    Thomas

  • Zitat von tkuehne

    Hallo Einstein,
    Ost und West haben jeweils 10 Moduke. Die sollten parallel geschaltet auf einen Tracker, und das Süddach mit 15 Modulen auf den zweiten Tracker.
    Grüße,
    Thomas


    Das hatte ich mir gedacht, doch welchen Gesamtstrom erwartest du vom Ost / West -String?
    einstein0

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  • Da fehlen mir ehrlicherweise als Anwender die Erfahrungswerte, weshalb ich genau den Thread hier aufgemacht habe :).


    Beim Sunny Tripower wäre es so, dass Eingang 15A verkraftet, der andere 10A. Ich würde jetzt den Südstring an den 10A-Eingang hängen und die beiden anderen an den 15A Eingang.


    Die beiden Strings sind ja in Ihrer Ausrichtung um 180° gegeneinander versetzt. Es wäre dann so, dass entweder (morgens und abends) ein String direkt beleuchtet wird und der andere diffus/indirekt, oder (mittags) beide diffus/indirekt. Was sagen die Experten, wie bei der Situation die Stromwerte sein dürften?


    Grüße,


    Thomas

  • Ich denke, mit 22° Dachneigung und 285er Platten wird es über die Mittagszeit knapp mit max. 15 A.
    Wäre schade, wenn der WR bei jedem kalten Windstoss strommässig anstehen, jedoch spannungsmässig kaum ausgelastet würde. Anderseits ist ein 3-Tracker-Modell dieser Leistungsklasse kaum zu finden und zwei WR einzusetzen auch etwas übertrieben. Doch vielleicht fände sich ein 2-Tracker-WR mit geeigneteren Eingangsdaten. Z.B. Solarmax 8MT2 mit 9/18A...
    einstein0

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  • oder 72er Module ansonsten ein WR von Benning mit 3Trackern mit 13kW leicht überdimensioniert



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Zitat von eba

    ...ansonsten ein WR von Benning mit 3Trackern


    Gibt es nicht gerade einen aktuellen Thread über diese WR, wo einer nach dem anderen abraucht?


    Bei 3 Ausrichtungen fällt mir noch SE oder Tigo ein :wink:

  • Zitat von hgause


    Gibt es nicht gerade einen aktuellen Thread über diese WR, wo einer nach dem anderen abraucht?


    Bei 3 Ausrichtungen fällt mir noch SE oder Tigo ein :wink:


    Bei SE oder Tigo fällt mir nur ein: Hauptsache teuer. Ich verstehe nicht, warum man sowas noch installiert?
    Da wären ja 3 sep. WR günstiger. :wink:
    einstein0

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    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Bevor ich O/W auf einen Tracker lege, ist SE oder Tigo immer ein Thema. Mit dem Mehrwert der Einzelmodulüberwachung und dem Mehrertrag gegenüber der Parallelschaltung, ist das IMHO eine vernünftige Lösung.