Fernüberwachung über Mobilfunk / gepachtetes Dach

  • Guten Morgen zusammen,


    ich habe im Februar 2017 die Möglichkeit, auf einem gepachteten Dach eine 40 kWp Anlage installieren zu können.
    Aufgrund der Lage der Halle - ohne Internetanschluß - bin ich auf der Suche nach einer Lösung der Fernüberwachung / Internetverbindung.


    Verbaut werden SMA Tripower WR mit integriertem Webconnect und ich möchte gerne - analog meinen bisherigen Anlagen - die Daten in meinem Sunny Portal per Liveansicht betrachten.


    Mein installierender Solarteur hat was von einer "GSM Modemvariante" erzählt, ich möchte mich aber gerne unabhängig von ihm informieren.


    Ist es möglich, einen mobilen Router mit SIM Karte zu betreiben bzw. dass eine dauerhafte Leitung besteht? Ich vermute mal, für die LIveansicht im Portal benötige ich eine stabile, dauerhafte Internetverbindung? Ich habe schon einmal im Netz gesurft und bin auf diverser Namen der Router wie Globesurfer, Netgear UMTS Router etc. gestoßen, aber sind diese in der Lage, ein dauerhaftes Netz zu spannen oder wählen die sich nur punktuell ein?


    Die Alternative, örtlich einen richtigen Telefonanschluß zu buchen inkl. Installation für ein klassisches T-Com Internet möchte ich umgehen.


    Habt Ihr Tipps für mich?
    Herzlichen Dank & viele Grüße
    Peter

  • Hi Peter,


    eine günstige Lösung ist m.E. die Verwendung der SMA Webbox und einer handelsüblichen Fritzbox + USB-UMTS-Stick für die Datenübermittlung. Habe dies bei 3 Anlagen installiert, funktioniert problemlos in Verbindung mit kostenlosen Netzclub Datenkarten (100MB Volumen, reicht dicke aus).

  • Anstatt der Webbox ist ja in den SMA WR das Webconnect eingebaut.
    Das geht dann wahrscheinlich genauso mit Fritz & USB Stick?


    Alternativ zur Fritz - habe ich gesehen - gibt es auch UMTS WLAN Router, geht das auch?
    Dann hätte ich nur ein Gerät herumstehen oder ist das netzunstabiler?


    Aber wie funktioniert das mit der SIM Karte / Stick?
    Wählt die sich alleine ein oder stellt man die auf Dauerverbindung ein - analog der Dauerverbindung bei sich zu Hause?

  • Ich kenne jetzt die Gegebenheiten vor Ort nicht, aber ich hatte mich für eine Industrievariante von Lucom als Router entschieden....
    Fritzbox und so sind ja eher für den internen Gebrauch, je nach Halle kann es da schon robuster zugehen....


    Bei mir ist der Router dauerhaft verbunden, so dass mein SolarLog je nach Intervall seine Daten übertragen kann....


    Stefan

  • stimmt, die Temepraturbedingungen muss ich berücksichtigen, da die Halle nicht auf Zimmertemperatur beheizt wird.
    Also ist Dein Lucom Router mit einer SIM Karte ausgestattet, die ein dauerhaftes Netz erzeugt aufrecht erhält?


    Das wäre super, da ich so ein mobiles Ding von Netgear dienstlich kenne, mit dem wir auf Messen etc. ein WLAN erzeugen.
    Hier muss ich uns aber immer einwählen bzw. das Internet per Knopfdruck starten. Das suche ich ja eben nicht, da in der Halle mit der PV Anlage niemand anwesend ist.


    Idealerweise wird bei der PV Installation dieser Router angeschlossen, SIM Karte rein, einloggen, Netz steht, WR dran, fertig ;-)
    Das kriegt man hin, oder?

  • Ich habe auch zwei Anlage welche ich aus der Ferne überwache.
    Das einfachste ist eine billige FritzBox (z.B. 3270 aus Ebay) und ein UMTS Stick mit Karte von Congstar (kostet 4,- € im Monat bei 300 MB Datenvolumen). Diese Variante funktioniert, weil ich DynDNS brauche um die VPN zu erstellen.


    Auf der Box richtet man eine VPN Verbindung zu der heimischen FritzBox ein - schon kann ich auf das Netzwerk der entfernten FritzBox zugreifen wie wenn ich direkt vor Ort wäre, d.h. ich gebe die Adresse vom Router oder vom WR ein (z.B. 192.168.2.10) und ich bin direkt auf dem Web-Interface des Geräts. Da kann man dann auch mal ein paar Einstellungen verändern usw.
    Die Datenübertragung an das Portal funktioniert mit dieser Variante selbstverständlich genau so...

    2004: Schott ASE 300 (285 W) + Schott ASE 275 (275 W)
    2009: Schott Poly 280W
    2010: Schott Poly 290W + BHKW I 5,5 kW
    2012: Schott Poly Protect 180W + Yingli Panda 265W
    2013: BHKW II 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 530Ah Akku für BHKW I

    2015: SMA SI 6.0H + 680Ah Akku für BHKW II

  • Moin moin aus Kiel,


    ich denk bei ner 40kWp Anlage auf nem gepachteten Dach ist kein Platz für Heimanwender Hardware. Wer dort die entscheidenden Taler nicht einsetzt kann sich früher oder später auf Ärger einstellen und muss sich häufiger um das zeug kümmern als ihm lieb ist. Das passiert immer wieder, dass Betreiber zwar für die Anlage ne Menge Geld investieren, aber bei den Peripherie Geräten auf einmal sparen müssen.


    Das Geld für nen anständigen UMTS oder LTE Router kannst du bei der Komponentenwahl und Gestaltung deiner Anlage schon einsparen. Und warum eigentlich bei einer 40kWp Anlage kein Telefonanschluss hin soll, erschliesst sich mir auch nicht. Wenn du später mal zur Direktvermarktung oder sonst wie optieren möchtest, ist es deutlich einfacher mit nem festen Anschluss der von aussen besser erreichbar ist. Wenn Mobilfunk dann vorher intensiv recherchieren, welches Netz vor Ort ist und auch Durchsatz bietet. Und gleich ne Antenne aufs Dach.


    Gruß, Andreas

  • Hallo Andreas,


    ich habe grundsätzlich nichts gegen eine feste Telefonleitung bzw. Beantragung dieser bei der Telekom etc.
    Es scheint nur nicht so einfach zu sein auf dem Gelände bzgl. Leitungen. Die Halle ist zwar erst 1 Jahr alt, diese wurde aber in der Bauphase nicht mit einem Telefonkabel ausgestattet. Ich habe keine Ahnung, was dort seitens der Telekom für ein Aufwand betrieben werden müsste, um eine Leitung dorthin zu bekommen.


    Daher bin ich - den o.g. Umständen entsprechend - nun auf der Suche nach qualitativ guten und stabilen Leitungsalternativen.
    So bin ich nur auf das Thema Mobilfunk gestoßen.


    Ich gehe davon aus, dass diese Option nicht so unüblich ist wenn ich sehe, wo überall PV Anlagen auf landwirtschaftlichen Hallen etc. installiert ist. Auch hier vermute ich keinen gebuchten Festnetz/Internetanschluß über einen Telekombetreiber.


    Also, es scheitert nicht an der Investitionsbereitschaft - im Gegenteil.
    Viele Grüße
    Peter

  • Vielleicht sind ja Leerrohre vorgehalten worden, wär ja schonmal nen Ansatz.


    Nee klar, nicht unüblich aber nicht selten unstabil bis garnicht funktionierend. Auch hier vorher intesnsiv Netzabdeckung checken, es gibt auch in D immernoch Ecken, da kann man Mobilfunk knicken, fast egal in welchem netz. Aber bis Ferbraur ist ja noch Zeit bissl was herauszubekommen.


    Erzähl doch mal mehr zu dem Projekt, vielleicht kann man was optimieren?


    Gruß aus Kiel, Andreas

  • Wenn ich das richtig sehe, dann musst du ja keinen Direkt Zugriff haben. Die WR´s pumpen Ihre Daten in ein Portal und die willst du dir angucken. Also wird nur eine Internetverbindung benötigt. Da das ganze in einer Halle ist, würde ich das an deiner Stelle einfach vorher testen. Die Stick-Lösung mit einer Fritzbox halte ich aus zwei Gründen nicht für wirklich gut:


    1) Die Mini Antennen in den Sticks haben einfach keine Sende/Empfangsleistung. Funktionieren gut, wenn der Empfang gut ist.
    2) So ein Stick ist unheimlich schnell abgezogen und verschwunden.


    Guck mal bei ebay z.B. nach einem Speedport LTE2. Der kann UMTS und LTE und kostet aktuell ca 40€.


    Karte rein, entweder hier kostenfrei eine Telekom Karte mit 5GB Volumen ordern https://www.telekom.de/unterwe…ptionen/data-comfort-free oder zur Not die SIM-Karte aus deinem Handy und einfach vor Ort testen. Der Router hat auch eine Balken-Anzeige die dir zumindest einen Näherungswert bietet, ob das sauber funktionieren kann.
    Wenn das läuft, kannst du den auch direkt an die Wand dübeln lassen. Sollte das nicht laufen, kann man an die Kiste auch noch Außen-Antennen anschließen. Aber das sollte im ersten Step nicht notwendig sein.


    Gruß
    wireless

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