Doppelbelastung von Speichern ist passé

  • Auf die reine Speicherung von Strom in Batterien muss ab dem neuen Jahr keine EEG-Umlage mehr gezahlt werden. Dies haben Bundestag und Bundesrat mit der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) vergangene Woche beschlossen. Abweichend ist die Regelung bei Speichern, deren Strom nicht komplett selbst verbraucht oder komplett in ein Netz gespeist wird. Wer sich beispielsweise über sein System selbst versorgt, aber auch am Regelleistungsmarkt teilnimmt, zahlt ab einer bestimmten Strommenge EEG-Umlage – die ersten 500 Kilowattstunden pro installierter Kilowattstunde Speicherkapazität sind aber frei.


    Fürsprecher gab es für die bisherige Praxis nicht. Ein Vertreter vom Bundeswirtschaftsministerium erklärte einmal öffentlich, dass eine Doppelbelastung von zwischengespeichertem Strom nicht im Sinn des Ministeriums sei. Aber das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gab bislang keine andere Interpretation her: Die EEG-Umlage ist für den Verbrauch von elektrischer Energie zu zahlen. Fließt Strom in einen Speicher, gilt das als Verbrauch. Kommt der gespeicherte Strom der Eigenversorgung zu Gute, gilt dies ebenfalls als Verbrauch. Beim Einspeichern und beim endgültigen Verbrauch der Energie fällt beide Male EEG-Umlage an – es sei denn die Photovoltaikanlage als auch der Speicher haben maximal zehn Kilowatt Leistung und sind von der Zahlungspflicht befreit.


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  • Zitat von Elektron

    zahlt ab einer bestimmten Strommenge EEG-Umlage – die ersten 500 Kilowattstunden pro installierter Kilowattstunde Speicherkapazität sind aber frei.


    500 Vollzyklen im Jahr, geht das nicht etwas an der Realität vorbei?

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Zitat von machtnix

    500 Vollzyklen im Jahr, geht das nicht etwas an der Realität vorbei?


    Lesen..... :idea:

    Zitat von Elektron

    Wer sich beispielsweise über sein System selbst versorgt, aber auch am Regelleistungsmarkt teilnimmt


    Regelleistung kann sowohl Entladung in`s Netz als auch Beladung des Speichers aus dem Netz bedeuten :!:
    Da sind natürlich mehr Zyklen möglich als bei reiner Beladung durch eine PV-Anlage :idea:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von Elektron

    die ersten 500 Kilowattstunden pro installierter Kilowattstunde Speicherkapazität sind aber frei.


    Das heißt also bei, sagen wir mal 10KWh Speicher = 5000KWh Freigrenze
    Das ist schon ne menge und denke auch realistisch

    37 PV-Module 230Watt NeMo 54P Heckert-Solar (8,51 kWp) Wechselrichter Fronius Symo 8,2
    11 PV-Module 300Watt NeMo 60M Heckert-Solar (3,3 kWp) Wechselrichter Fronius Primo 3.0
    SENEC.Home 10.0 Li

  • Zitat von Elektron

    Fließt Strom in einen Speicher, gilt das als Verbrauch. Kommt der gespeicherte Strom der Eigenversorgung zu Gute, gilt dies ebenfalls als Verbrauch. Beim Einspeichern und beim endgültigen Verbrauch der Energie fällt beide Male EEG-Umlage an


    Ich glaube nicht, dass das jedem sooo bekannt ist/war. Hier im Forum wird ja ständig probagiert, dass der Eigenverbrauch erst ab Ausgang Batterie/Speicher erfolgt :idea:

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Zitat von PV-Express

    Ich glaube nicht, dass das jedem sooo bekannt ist/war. Hier im Forum wird ja ständig probagiert, dass der Eigenverbrauch erst ab Ausgang Batterie/Speicher erfolgt :idea:


    Das liegt auch daran:

    Zitat von Elektron

    ......es sei denn die Photovoltaikanlage als auch der Speicher haben maximal zehn Kilowatt Leistung und sind von der Zahlungspflicht befreit.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59