Speichernachrüstung in bestehende Anlage

  • Hallo zusammen.
    Seit einem Jahr betreibe ich eine 10 kwp Solaranlage ohne Speicher die ich komplett selbst gebaut habe.Den Speicher habe ich gar nicht geplant nur wegen den hohen Kosten. Heute haben wir von der Firma aus einen alten Rechenzentrum demontiert. Im Auftrag ist auch die Demontage und die Entsorgung von der Batterieanlage. Jetzt bin ich am überlegen die Batterien zu mir in die Garage zu schleppen. Es sind 10 St. Ogi Bloc 160 die 10 Jahre alt sind aber haben kaum Ladezyklen hinter sich. Es ist zu schade die wegzuschmeissen aber wie ich die in meine Anlage integrieren soll habe ich auch keine Ideen. Die Zeit zum Überlegen habe ich nur bis Montag. Kann mir jemand vielleicht helfen wie man kostengünstig den Speicher nachrüsten kann?

    9,945 kWp 39 x Heckert Nemo 60P 255W, Fronius Symo 10.0-3-M
    Inbetriebnahme: 14.01.2016
    Ausrichtung: DN:40°, -16°
    Refusol PV-Heater, 8 x Yingli 160W
    Inbetriebnahme 22.12.2015

  • Hi, dieser Akku ist nur sehr bedingt für zyklische Anwendung geeignet!
    Hast du mal die Säuredichte aller einzelnen Zellen gemessen?
    Bei dem Alter würde ich mir da keine große Mühe mehr machen, als täglich genutzter Homespeicher mit ca 6-8kWh netto
    wird er dir wahrscheinlich gar nicht mehr sehr viel älter werden.
    lg,
    Philip

  • Danke für die Antwort. Die Säuredichte habe ich nicht gemessen aber ich denke das wird im Rechenzentrum regelmäßig gemacht.Wenn die Batterien 2-3 Jahren halten würden würde ich die nehmen. Nur die Frage ob es möglich ist die überhaupt zu verwenden ohne viel Geld zu investieren.

    9,945 kWp 39 x Heckert Nemo 60P 255W, Fronius Symo 10.0-3-M
    Inbetriebnahme: 14.01.2016
    Ausrichtung: DN:40°, -16°
    Refusol PV-Heater, 8 x Yingli 160W
    Inbetriebnahme 22.12.2015

  • Moin, die OGi sind nach DIN auf 1000 Zyklen gebaut mit 15 Jahren Brauchbarkeitsdauer. Dadurch dass sie
    positive Gitterplatten und keinerlei verfügbaren Schlammraum haben sind sie für gelegentliche Hochstromanwendungen
    ideal aber für leichte zyklische Arbeit eher ungeeignet. Ist sozusagen eine sehr hochwertige Starterbatterie!
    Aber wenn sie jetzt noch ihre volle SD (Hoppecke 1,24kg/l) haben
    und du sie nicht unter DOD50% entlädst können weiter 2-3 Jahre durchaus realistisch.
    Nur- wenn du danach keinen Speicher mehr kaufen willst lohnt eine Integrierung in die vorhandene Anlage niemals!
    Und auch dann mit einem neuen Speicher monetär sicher nicht. Aber du kannst ja schon mal die Augen offen halten
    ob dir z.B eine gebrauchte OPzS oder eine wenig genutzte PzS über den Weg läuft :)
    Garage ist schon mal ganz gut, jede Bleibatterie braucht eine gewisse Lüftung, Zündquellen in der nahen Umgebung
    muss man ausschließen. Wenn irgendwie möglich würde ich nicht integrieren sondern mit neuen Modulen erweitern
    und eine Inselanlage bauen die z.B bestimmte Verbraucher über Nacht versorgt um Strombezug zu vermeiden.


    lg,
    Philip

  • Die Idee, die Batterien in eine bestehende Anlage zu integrieren, kannst du knicken, falls die Anlage nicht so ausgelegt ist, dass eine spätere Integration schon vorgesehen ist. Da du fragst, wie man das machen kann, ist das also nicht der Fall.


    Folglich bleibt dir nur die Idee von e-zepp, dir eine zusätzliche Halbinsel zu bauen; die bezeichnet man dann als nicht netzgekoppelte Notstromanlage, die man allerdings täglich testet. Falls du den entsprechenden Basteldrang und den notwendigen Platz hast, solltest du das machen. Basisinfo findest du hier: http://wiki.polz.info/doku.php

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Dann hat sich das erledigt. Platz für die Batterien hätte ich aber die Dächer sind alle voll so das höchstens ein Solarmodul drauf passt [emoji12]


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    9,945 kWp 39 x Heckert Nemo 60P 255W, Fronius Symo 10.0-3-M
    Inbetriebnahme: 14.01.2016
    Ausrichtung: DN:40°, -16°
    Refusol PV-Heater, 8 x Yingli 160W
    Inbetriebnahme 22.12.2015

  • wo stehen den die Batterien, würde sie evtl nehmen

    6,25 kwp - 25x SW Poly 250 Protect - WR Kaco blueplanet 4.6 TL1 - Ost/West - Solarlog 300 PM+

  • Ich würde mir einen AC Speichermanager von SMA (Sunny Island) oder Dowell I3000
    anschaffen.


    Mit 3 Phasensensor kostet der Dowell dann ca. € 2000, der SMA etwas mehr z.B. hier :


    [Werbelink gelöscht]


    Daran kannst Du Deine Hoppecke OGi Bloc 6V 160 / 6V 218Ah (10C) 8 Stück seriell somit also eine 48V Bleibatterie anschließen.


    Das ergibt Brutto ca. 10 kw/h Speicherkapazität. Für ein solches System bezahlen viele andere momentan ca. € 5000.


    Im Speichermanager wird so eingestellt, daß nur 50 % dieser Kapazität also ca. 5 kw/p genutzt werden.


    Wenn dann nach einigen Jahren die Batterie schlapp macht, gibt es beim Schrotthändler ca. 300 Euro dafür (500x€0,60)


    Das ist dann die Basis für einen 5 kw/h Lithium Batterie, die dann vielleicht unter 2000 € liegt.

  • Es ist immer wieder erstaunlich auch von "Fachleuten" kW/h zu lesen.
    Leistung wird in kW gemessen. Arbeit ist (einfach ausgedrückt) Leistung mal Zeit also wird sie in Kilowattstunden = kW mal Stunden = kWh gemessen.