Ermittlung Strompreis für den Eigenverbrauch

  • Hallo,


    wie muss ich denn den Strompreis ermitteln, den ich für den Eigenverbrauch für die Umsatzsteuer ansetzen muss ? Die Anlage ging diesen März in Betrieb.


    a) der Preis den ich aktuell für meine Stromlieferung zahle (ohne Steuern)


    b) ich habe mal irgendwo eine Formel gesehen wo das ganze über die Anschaffungskosten gerechnet wurde (finde ich aber gerade nicht mehr)



    Danke für eure Rückmeldung.


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • a) Ist prinzipiell richtig. Für die USt.
    b) Ist für die USt schlichtweg falsch; KANN aber eine Teilwertvermutung für die Bewertung der ertragsteuerlichen Sachentnahme sein. (Wobei man die sehr leicht torpedieren kann).


    Die Berechnung sieht so aus, dass Du in einer Schattenrechnung ermittelst, was Dich eine gekaufte kWh gekostet hätte, wenn Du auch den Direktverbrauch gekauft hättest (und nicht nur die tatsächlich bezogene Menge).


    Das kann jetzt natürlich zum Schachtelspiel werden, wenn Du auch noch zwischen März und Dezember den Stromanbieter gewechselt hast - UND sich deutliche Preisunterschiede ergeben haben.
    Oder wenn Du den bezogenen Strom seit Inbetriebnahme bis zum 31.12. nicht genau kennst.
    Sowas löst man dann im Wege der Schätzung.


    Achja.... logischerweise der Nettopreis.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Zitat von Karle81

    Das hatte ich gerade eben noch gefunden. Hier wird die Wertentnahme über die AFA und Zinskosten gerechnet.


    ich glaube, du bringst da einiges durcheinander.....
    Es giebt beim Eigenverbrauch zwei unterschiedliche Steuerarten mit unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen.


    1. Umsatzsteuer ( unentgeltliche Wertabgabe ) Bemessung netto nach den Stromkosten incl. Grundgebühr


    2. Einkommensteuer ( Sachentnahme) Teilwertbewertung zBsp. nach den Herstellungskosten

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • ok jetzt wird es Tag ...


    das heißt ich muss für die Umsatzsteuer anhand meines Stromtarifs die Steuer ermitteln und für die Einkommensteuer kann ich anhand der Herstellkosten die Einnahmen ermitteln (ergibt einen geringeren Wert).


    Gruß


    Karl

    Anlage mit 9,9 kWp -> 36 x Winaico WST 275 - Fronius Symo 10.0 - Solar-Log 300 mit 2xS0 Zähler - Ausrichtung nahezu Süd - Neigung 38°

  • Zitat von kpr

    a)
    ...
    Das kann jetzt natürlich zum Schachtelspiel werden, wenn Du auch noch zwischen März und Dezember den Stromanbieter gewechselt hast...


    Dieses droht mir Ende März


    Ich werde aber das ganze Jahr 2017 mit dem neuen Wert berechnen - denke das der Unterschied in der 2 Nachkommastelle zu finden sein wird.
    Für die paar Pfennige glaube ich nicht dass sich der Aufwand der unterjährigen Ausdividierung für mich/FA wirklich lohnt..

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Zitat von Carstene

    Ich werde aber das ganze Jahr 2017 mit dem neuen Wert berechnen - denke das der Unterschied in der 2 Nachkommastelle zu finden sein wird.
    Für die paar Pfennige glaube ich nicht dass sich der Aufwand der unterjährigen Ausdividierung für mich/FA wirklich lohnt..


    :ironie: wenns ganz genau werden soll, dann nimmst du als Erzeugungszähler einen Stromzähler mit zwei Nachkommastellen :mrgreen:

  • Hee Passt zumindest zum Pfenning...
    Gesprochen wurde aber über die Ermittlung des Wertes der kWh... da hilft das schauen auf der Uhr nicht viel weiter..

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Hallo zusammen,
    ich würde das Thema gerne nochmal aufgreifen.


    Welchen Strompreis nehme ich denn als "Grundlage", wenn ich zwei Stromtarife (Hochtarif und Niedertarif für Wärmepumpe) habe?
    Beim Eigenverbrauch kann ich ja quasi nicht "ablesen", ob er in der Hochtarif- oder der Niedertarifzeit verbraucht wurde.


    Beispiel:
    - 500 kwh Eigenverbrauch
    - 19 ct / kwh Hochtarif (also tagsüber)
    - 16 ct / kwh Niedertarif (also nachts)
    Berechne ich die Umsatzsteuer dann mit den 19 oder den 16 ct? Oder muss ich den Mittelwert (17,5 ct) nehmen?



    Und allgemein nochmal zur Überprüfung, ob ich das überhaupt richtig mache:
    Ich habe 2 Zähler. Einen für den Haushaltstrom und einen für die Wärmepumpe.
    Beide sind über eine "Kaskadenschaltung" mit der PV Anlage verbunden.
    D.h. der produzierte Strom wird zunächst für alle Verbraucher im Haushalt verwendet.
    Was "übrig bleibt" wird für die Wärmepumpe verwendet.
    Was dann noch "übrig bleibt" wird ins Netz eingespeist.


    Der Haushaltstrom läuft über einen Tarif (also keine Aufteilung in Hoch- und Niedertarif).
    Der Wärmepumpenstrom hat eben die zwei genannten Tarife.


    Ich muss also meinen Eigenverbrauch schon jeweils aufteilen oder?
    (Ich hoffe, ihr versteht was ich meine.)


    Danke schon mal für eure Hilfe.


    Gruß
    Andreas