Erfahrung: Batteriespeicher und Wirkungsgrad - komisch...

  • Hallo zusammen,


    ich hab seit knapp einem Monat meinen Batteriespeicher in Betrieb und seit letztem Samstag auch alle Stromzähler installiert, damit mein Solar-Log parallel zur Herstellerlösung mitloggen kann.


    Mir fällt auf, dass der Hersteller anscheinend seine Zahlen wie auch immer "beschönigt"


    Beispiel von heute, 15.12.2016 (OK, nicht so toll Sonne, aber immerhin ging der Speicher fast halb voll)


    Hersteller (ich lass jetzt mal die Firma weg, damit die Diskussion nicht in die falsche Richtung läuf):
    Beladung mit 3,17kWh, Entladung lag bei 2,50kWh - also Wirkungsgrad bei knapp 79 Prozent


    Solar-Log sagt mir aber:
    Beladung mit 3,65kWh und Entladung nur bei 2,25kWh - also Wirkungsgrad von knapp 62 Prozent


    Der Zweirichtungszähler vom Solar-Log hängt direkt an der Leitung die nach der Sicherung zum Speicher geht.


    Der Speicher hat 22 Watt Eigenverbrauch, das sind in 24 Stunden knapp 530 Watt (was ich aber nur messen kann, wenn der Speicher komplett leer ist).
    Wenn ich diesen Eigenverbrauch nun bei den normalen Hausverbrauch anrechne, dann kommen die Differenzen schon fast hin.
    Aber auch nicht ganz, der Tag ist noch nicht um und ich hab in Summe jetzt schon mehr als die 530 Watt.


    Vielleicht lieg ich auch komplett falsch, aber ich denke meine Stromzähler lügen nicht, einen Fehler hab ich auch nicht gefunden - deshalb die Frage an Euch:

    Hat wer eine ähnliche Installation und kann meine Zahlen bestätigen - oder evtl. das Gegenteil berichten?


    Gruß Karl

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

    5,7 kWp (Heckert+SMA) seit 2017.

    10 kWh Li-Speicher von SENEC seit November 2016 und noch mal

    5 kWh Speicher (wieder SENEC) seit Dezember 2019.

    Seit Februar 2020 fahre ich e-Golf (300er).

  • Ich versuche mich mal in einer Antwort:


    (Mein) Batterie-WR scheint seinen Stromverbauch aus der Batterie zu beziehen. Beim Trennen vom Netz (Wechselstromseitig) bleibt der WR trotzdem an - erst beim Trennen von der Batterie gehts wirklich aus.
    Bei Wenig Sonne wird immer wieder mal ein Schluck nachgeladen um den eingestellten Wert für "BatterieLeer" zu halten - Das fällt bei Sonnenschein eben nicht auf.


    Die Systeme zeigen diesen "Eigenverbrauch" scheinbar nicht an


    Aus deinen eigenen Zählern zeigen eben dass an was sie "netzseitig zu sehen bekommen"


    Grüsse
    Carsten

    7,28 kWp, 6000TL20, Ost mit 28 x ReneSola JC260M-24/Bb (02/2013)
    2,65 kWp, 2500TL21, West mit 10 x SolarWorld AG SW 265 mono (EU)
    6,48 kWp, SB5.0, W/NW mit 22 x SolarWorld AG SW 270 mono (EU)
    14,8 kWh Hoppecke Batterie mit SI 6H-11

  • Und Du musst schon zugeben dass es so quatsch ist, oder?


    Der Verbrauch des Batteriespeichers selbst gehört eindeutig mit in den Wirkungsgrad eingerechnet (egal ob das der WR oder ws auch immer ist) - nd nicht in den Hausverbrauch reingegemogelt.


    Ich glaub die Programmierer welche bei VW raus sind machen jetzt auf Speicherprogrammierung.

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

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  • Hallo karlh,


    ich habe seit über 2 Jahren einen PV-Speicher. Es ist ein PB-System um keinen Hersteller zu benenn. Darf ich davon ausgehen, dass es bei Dir auch ein PB ist oder hast du einen Li?


    Ich hatte nach der Installation des Speichers einen Anstieg meines Hausverbrauches zu verzeichnen. Dies veranlasste mich in meinen Schaltschränken mehrere Zähler zu installieren und siehe da: Mein Hausverbrauch ist wieder ganz normal!
    Allerdings ist zu verzeichnen, dass erheblich mehr in den Speicher hinein geht als das systemeigene Monitoring ausweist. Laut Monitoring liegt der Wirkungsgrad bei 82%.
    Wenn ich über die verbauten Zähler den Wirkungsgrad berechne liege ich unter 75%.
    Wenn ich die Werte vergleiche liegt der Akku-Verbrauch genau um die Differenz höher, wie der Hausverbrauch geringer ausgewiesen wird, was die Verschiebung ausgleicht.
    Mein Hausverbrauch entspricht mit den verbauten Zählern wieder dem historischen verbrauch, was die Richtigkeit der Messwerte untermauert.
    Der Hersteller wurde darauf hin angesprochen. Laut Aussage meines Herstellers bezieht sich der Wirkungsgraus des Speichersystems ausschließlich auf das Speichermedium und nicht auf die sonstige Technik und deren Verbrauchswerte.


    Auch sehe es genau wie Du. Wenn der Wirkungsgrad eines PV-Speichers ausgewiesen wird, dann muss die ganze Stromaufnahme ins Verhältnis zur Stromabgabe gesetzt werden.


    Für mich wäre jetzt natürlich interessant, was für ein Speichermedium (Material) Du hast und wenn es ein LI-Speicher sein sollte, natürlich welcher Hersteller es ist, gerne über PN, im die Diskussion hier nicht zu verzerren.


    Gruß Assel+

  • Das könnten ja die WR Hersteller auch so machen. Ist da nur recht schwierig weil direkt der Erzeugungszähler dahiner hängt.


    Mich würde mal interessieren ob da alle Batteriespeicherhersteller tricksen - also für mich ist das tricksen, nichts anderes.


    Mache gerade eine Volladung.


    Die beschönigte Anzeige vom Hersteller sagt mir 2000 Watt, der Solar-Log sieht aber, dass in Wirklichkeit 2230 Watt gezogen werden.


    Somit braucht der Wechselrichtetn über 200 Watt - das ist schon eine Ansage


    Vielleicht sollte man den TÜV oder der Stiftung Warentest das mal checken lassen.


    Gruß

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

    5,7 kWp (Heckert+SMA) seit 2017.

    10 kWh Li-Speicher von SENEC seit November 2016 und noch mal

    5 kWh Speicher (wieder SENEC) seit Dezember 2019.

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  • Nah "Vollladung" gibt mir ja das Notwendige an Wissen. Da sind wir ja dem gleichen Hersteller aufgesessen!

  • Zitat von karlh

    Vielleicht sollte man den TÜV oder der Stiftung Warentest das mal checken lassen.


    Gute Idee
    Vielleicht werden dann manche Werbeaussagen/Berechnungen endlich mal als Betrug angesehen.



    Denn, wenn das Speichersystem tatsächlich nur einen echten Wirkungsgrad von ~60% hat, kannst du gar keine Amortisation erreichen bzw. mit jeder entnommenen kWh kostet es dich mehr Geld als du mit der angeblichen unrentablen Einspeisevergütung erwirtschaften kannst.


    Nein, ich will kein Speicherbashing betreiben, aber für alle Interessenten und "ungläubige" oder auch hier wieder Schwarz auf Weiß:


    Beispiel 4KWh nutzbarer Speicher, 250 Vollzyklen p.a.
    Anstatt 1000kWh Einspeisevergütung = 123€
    1000kWh in Batterie gespeichert, 600 entladen= 150€ (bei 25ct pro kWh Bezugsstrom)


    Das sind lediglich ein Plus von 27€ p.a.


    (Wenn jemand nicht die KUR gewählt hat, muss auch noch die Sachentnahme fürs FA abgezogen werden, dann gehts sogar ins Negative. Bei winterlichen Ausgleichsladungen oder Vollladungen mit Netzstrom wirds wohl ebenfalls Negativ)


    Für mich jedenfalls wieder eine klare Verarsche. Und für die Kollegen die es nur fürs grüne Gewissen machen: 40% sauberste Energie einfach verpufft...

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • Aber eigentlich ist die Ersparnis doch nur die Differenz aus Bezugsstrom und dem Preis was mich mein PV-Strom bei Eigenverbrauch kostet.


    Ich zahle ab Januar 24,20 Cent für die kWh (Brutto).


    Der PV-Strom kostet mich 19,50 Cent pro Kilowattstunde (ist eine Anlage aus 2012, gab hier ja noch die Vergütung für den eigenverbrauchten Strom).


    Somit bin ich bei 4,7 Cent pro kWh die in den Speicher reingeht, abzüglich der Verluste natürlich, die ja nicht so wenig sind, wie sich bei mir gerade herausstellt.


    Karl

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

    5,7 kWp (Heckert+SMA) seit 2017.

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    5 kWh Speicher (wieder SENEC) seit Dezember 2019.

    Seit Februar 2020 fahre ich e-Golf (300er).

  • Zitat von karlh

    Der PV-Strom kostet mich 19,50 Cent pro Kilowattstunde (ist eine Anlage aus 2012, gab hier ja noch die Vergütung für den eigenverbrauchten Strom).


    moin
    Verstehe nicht ganz deine Rechnung. Wieso 19,5ct wenn du noch eine Vergütung für Eigenverbrauch bekommst?


    Meine Anlage mit 19,31ct (aus 5/2012), EVU 23,35ct Brutto


    1000kWh EEG-Vergütung= 193€ oder
    1000/600kWh aus Speicher= 140€ Strombezug gespart zzgl. Finanzamt/Sachentnahme


    Bei aktueller Einspeisevergütung und "deinem" Wirkungsgrad ist es ein für 5000€ erkauftes Nullsummenspiel.


    Wie weit müsste denn die Einspeisevergütung noch runtergehen, damit zumindest AKTIV der Speicher/Inverstition sich laaaaangsam abbezahlt?


    Grüße

    Gruß PV-Express



    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012

  • 24,43 Cent wäre die Einspeisevergütung die mir ja flöten geht, weil ich selbst verbrauche.
    8,05 Cent bekomme ich aber trotzdem an Eigenverbrauchsvergütung (wie Du ja auch wahrscheinlich).
    Dann noch die 19% Steuer drauf und ich bin genau bei 19,50 Cent.

    12,16 kWp (Suntech+SMA) seit 2012,

    29,64 kWp (Heckert+SMA) seit 2015 und

    5,7 kWp (Heckert+SMA) seit 2017.

    10 kWh Li-Speicher von SENEC seit November 2016 und noch mal

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    Seit Februar 2020 fahre ich e-Golf (300er).