EEG - Irrgarten ... brauche mal Aufklärung ...

  • Hallo erstmal,


    ich weis, es ist sicher ein wenig spät sich erst jetzt darüber Gedanken zu machen, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass mir hier irgendwo eine Information fehlt ... und je mehr ich hier im Forum lese, desto verwirrter werde ich irgendwie :?


    Also ...


    Grundlegend habe ich den Gedanken, ich hole mir eine PV-Anlage ( 1 kWp ) und kann damit selbst Strom produzieren, diesen auch selbst verbrauchen, und damit meine Stromkosten durch Eigenverbrauch senken ... (die Investitionskosten jetzt mal völlig ignorierend). Soweit denke ich, bin ich noch richtig.


    Der überflüssige Strom (1-Person-Haushalt ... da bleibt tatsächlich noch was über) kann eingespeist werden, dazu bekommt man dann einen anderen Zähler, technische Voraussetzungen etc. mal als gegeben vorausgesetzt. Damit würde ich nach meinem Informationsstand ganze 12 Cent pro kWh bekommen, für die paar Euro die da pro Jahr zusammen kommen kann sich der Aufwand bei der Abrechnung kaum lohnen. Also ... zwischenspeichern für später und NICHT einspeisen.


    Alles schön gedacht, und nun hört man, dass man für den Strom den man ja jetzt NICHT einspeist, plötzlich wieder EEG Umlage zahlen muss - also anstelle diese 12 Cent da zu bekommen und den Netzbetreiber mit meinem überschüssigen Strom zusätzlich zu "belasten", kassiert er jetzt auch noch 6,88 Cent von mir für jede kWh die ich aus meiner eigenen Batterie beziehe.


    Habe ich das alles soweit richtig verstanden?


    Wenn ja, dann erkläre mir doch bitte jemand wo hier noch der Sinn eines Speichersystems ist, wenn ich im Grunde nur draufzahle? Oder gilt das nur für Großanlagen und ich mit meiner mini 1kW-Anlage bin davon gar nicht betroffen?


    Ich finde leider unglaublich viele Schnipsel an Informationen, aber keine endgültige Aussage was nun "Phase" ist und an welchem Punkt ich nun stehe und mich entscheiden sollte. Eigentlich habe ich mich über ein Speichersystem gefreut, aktuell habe ich aber eher das Gefühl, am Ende steht nur der Netzbetreiber mit einer Rechnung an der Tür und ruft fröhlich "Reingelegt!" .....


    Bin für jede Aufklärung zu diesem Thema dankbar ....


    Gruß


    Squish

  • Hi,



    mit `ner Micro-PV-Anlage von 1 kWp bist Du nicht betroffen, weil man für den selbst erzeugten und verbrauchten PV-Strom erst ab 10 kwp-Anlagen EEG-Umlage zahlen muss.

  • Hallo Ralf,


    vielen Dank! Auf genau solch eine fehlende Information hatte ich gehofft ... nun bin ich doch irgendwie erleichtert :)


    Gruß


    Squish

  • Hallo squish,


    erstmal herzlich willkommen.


    Da (wie ich vermute) ein Dach vorhanden ist, warum machst du die Anlage nicht etwas größer? Muss ja nicht ganz groß sein, aber bis 7 kwp bleiben alle "Vorteile der kleinen Anlagen" und der Anlagenpreis (pro kwp) wird günstiger.

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • Hallo Eisbaer,


    ich hatte sogar mal mit einem Speichersystem von E.On geliebäugelt. Damit wären auf meinem Dach im Sommer 4kWp und im Winter aufgrund Sonnenstand und der damit einhergehenden Verschattung immerhin 2kWp möglich gewesen - oder man hätte generell einfach nur Module für 2 kWp aufgelegt. Sah jedenfalls vom Grundsatz her schon mal gut aus.


    Das alles scheiterte dann aber daran, dass meine Dachziegel vermörtelt sind, und da will keine Firma bei gehen. Und jetzt das Dach neu machen zu lassen nur für die Solarmodule wäre ein wenig .... unwirtschaftlich ;)


    Allerdings, sollte das Dach tatsächlich mal dran sein, dann werden die Dachziegel nur noch geklammert und das Dach auch für die Installation von Solarmodulen vorbereitet - man kann das System ja jederzeit erweitern :)


    Gruß


    Squish

  • im Sommer solltest du mit deinen überschüssigen Strom Warmwasser machen...
    Dann kommst du auf 100% Direktverbrauch und die Anlage rentiert sich schnell.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von klaus24V

    im Sommer solltest du mit deinen überschüssigen Strom Warmwasser machen...
    Dann kommst du auf 100% Direktverbrauch und die Anlage rentiert sich schnell.


    Klaus:
    er hat keinen "überschüssigen Strom", er hat nicht einmal eine PV Anlage, deshalb kann er auch nicht auf 100 % Direktverbrauch kommen, und nichts kann sich schneller rentieren.

  • Zitat von jodl

    er hat nicht einmal eine PV Anlage.....


    er ist lt. Profil Betreiber von 1,02 Kwp, nun ich gehe mal ganz fest davon aus, das die Anlage schon auf dem Dach liegt :mrgreen:

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von Squish

    Das alles scheiterte dann aber daran, dass meine Dachziegel vermörtelt sind, und da will keine Firma bei gehen. Und jetzt das Dach neu machen zu lassen nur für die Solarmodule wäre ein wenig .... unwirtschaftlich ;)


    Allerdings, sollte das Dach tatsächlich mal dran sein, dann werden die Dachziegel nur noch geklammert und das Dach auch für die Installation von Solarmodulen vorbereitet - man kann das System ja jederzeit erweitern :)


    keine Ahnung wo die 1,02 kWp installiert sind, auf dem Dach offenbar nicht.

  • Richtig, die Anlage ist NICHT auf dem Dach :) Da es keine Firma gab die sich an mein Dach heran traute, habe ich mir 4 Module á 255Wp auf meinem Schuppen montiert ... daher habe ich jetzt erst mal eine ganz kleine Lösung mit eben 1,02 kWp.


    Ist nicht viel, aber für den Anfang doch auch schon ganz nett ... :)