Eigenverbrauch steht bei Einnahmen=Richtig oder Falsch??

  • Hallo


    Ich habe ein paar Fragen zu meinem Anliegen bitte nicht gleich abwürgen,
    ich habe mich schon einwenig eingelesen steh aber noch bei manchen Punkten auf dem Schlauch :)


    Zu meinem Anliegen,ich habe meinen Steuerberater meine Einkommensteurerklarung machen lassen und da geht’s auch um meine PV Anlage 9.98KW in Betrieb gegangen im März 2014 ,so bei der Gewinnermittlung 2015 hat der Steuerberater außer Abschlägen vom NVB noch zusätzlich meinen Direktverbrauch (Eigenverbrauch) den Betriebseinnahmen zugeordnet .


    Es steht dort so drin:


    Betriebseinnahmen:


    12 Abschläge vom Netzbetreiber 01/15-12/15 1596 Euro
    Direktverbrauch 2393KWh x0,20 Euro+19% 569 Euro


    Meine Frage ist,gehört der Eigenverbrauch überhaupt in die Betriebseinnahmen?,


    denn ich dachte immer man muss nur die 19% vom Eigenverbrauch versteuern sprich in meinem Fall
    19% von 2393 KWh = 90,93 Euro die ans FA zum nachzahlen sind und nicht die 569 Euro die ich so wie der Steuerberater das aufgelistet hat von mir selbst gekauft habe inkl.19 % und das ganze dann noch wird zu den Betriebseinnahmen gerechnet was sich negativ auf meine Gewinn/Verlust Rechnung auswirkt.


    Habe ich jetzt ein Denkfehler oder hat Steuerberater ein Fehler gemacht?



    Man möchte ,dass Eigenverbrauchanteil so hoch wie möglich am Jahresende ausfällt und wird dann bestraft in dem man den Eigenverbrauch noch selbst von sich zum Preis von 0,20 Euro/Kwh kaufen muss und dann die gesamte Summe versteuern muss???


    Kurz zur Erklärung ich habe mein Eigenverbrauch dem Steuerberater selber mitgeteilt das heißt ich habe den vorher selber ausgerechnet (der gesamtproduzierten Strom vom WR minus eingespeisten Strom an Netzbetreiber = Eigenverbrauch) .Ich kriege auch keine Vergütung auf mein Eigenverbrauch!


    Ich danke euch für kurze Aufklärung die ich jetzt gebrauchen kann.,vielleicht kann einer oder anderer mir einfach und verständlich erklären was wohin gehöhrt?


    Grüße

  • richtig, Eigenverbrauch steht bei den Einnahmen.
    Im Gegenzug hast du ja die komplette Anlage steuermindernd als Betriebsausgabe abgesetzt.
    Diese steuermindernde Aufwendungen gilt es für den Eigenverbrauch durch Einnahmebuchung ( Sachentnahme) zu neutralisieren.
    Wenn dein Sterberater dafür 20 cent ansetzt so wäre das für die Berechnung der Mwst. ok,
    für die Berechnung der Sachentnahme würden auch die Herstellungskosten genügen, welche deutlich niedriger sind.


    zum Nachlesen empfehle ich Dir dir diese Info Seite 33 http://www.finanzamt.bayern.de…oltaikanlagen_2015-02.pdf

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • die 19% Mwst auf den Eigenverbrauch bezahlst du nur, weil du die Regelbesteuerung ausgewählt hast und die Vorsteuer für den Anlagenkauf vom Finanzamt erstattet wurde. Das ist wie ein zinsloser Kredit vom Finanzamt, den er nun häppchenweise zurück gezahlt haben möchte. Möchtest du keine Umsatzsteuer mehr zahlen, kannst du im 7. Jahr zur Kleinunternehmerregelung wechseln. Dann bekommst du zwar auf deine Ausgaben auch keine Vorsteuer mehr erstattet, kannst dann dafür die Vorsteuer als Betriebsausgabe steuermindern absetzen.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Dem Grunde hat der Berater da alles richtig gemacht.
    Die Bemessungsgrundlage für die unentgeltliche Wertabgabe ("Eigenverbrauch" = veralteter, in die Irre führender Begriff) ist eigentlich Dein eigener Einkaufspreis für Strom im gleichen Zeitraum - ohne USt.
    Die 20 Cent könnten daher hoch gegriffen sein; aber wir reden hier wohl eher von Peanuts.


    By the way: Der Wechsel zur Kleinunternehmerregelung ist nach Ablauf von 5 Veranlagungszeiträumen möglich.
    Also wenn Du 2014 losgelegt hast, könntest Du 2019 zur KUR wechseln.


    Ungeachtet dessen läuft aber auch noch der 60 monatige Berichtigungszeitraum für die Vorsteuer ab erstmaliger Zuordnung des Gegenstands zum Unternehmen,. Gehen wir davon aus, dass die Zuordnung durch Geltendmachung der Vorsteuer im März 2014 erfolgt ist, dann wären in 2019 noch zwei Monate offen. Würdest Du in 2019 wechseln, wären 2/60 der Vorsteuer zurückzuzahlen; dafür entfallen 12 Monate USt auf den Direktverbrauch.
    Reines Rechenspiel. (Aber vorher wirklich genau schauenm wann die Zuordnung erfolgte.)
    "7. Jahr" ist daher ein wenig grob - aber wäre auf der sicheren Seite.


    "Bestraft" wirst Du übrigens nicht. Du wirst nicht bevorteilt.
    Alles gut.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Ok.Leute.


    Vielen Dank für die Infos,jetzt kenne ich mich dank euch mehr aus :)


    Hier ist muss ich sagen ein tolles Forum!



    Grüße