PV-Anlage Speicher und Mieterstrom

  • Hallo an alle,


    es wird mal wieder Zeit aktiv zu werden. Da wären noch 250 QM Flachdach frei Sowie 95 Kw PV auf vier Dächern zwischen 2010 und erstes Q2012. Alles zur Eigennutzung geeignet, sollte den Mietern zu gute kommen, Win-Win.


    Jetzt suche ich schon nach Information in Bezug auf PV-Aktuelle Angebote, Preise für Speichersysteme und Mieterstrom abrechnungen bzw. Modelle, die realiesiert werden können. Habe mir jetzt mal die "Webinare" der Senec angehört, halte das aber eher für Rattenfängerei, nicht umsonst scheinen dort jemand aus dem Versicherungsvertrieb tätig zu sein, die geschenkten KWHs, die man bekommen kann, wiegen meistens nicht dir Grundgebühr auf und konkrete Speicherpreise gibt es nicht, statt dessen wird man abends um 20:30 von nem Elektriker gestört, dem es erst mal egal ist, mit wem er spricht (wir schon richtig sein...) und man dann auch wenig konkretes hört....Die sind mit ihrem Vertriebskonzept schon überfordert, wenn Wohnsitz und Standort PV verschieden sind :lol::lol: . und haben es im allgemeinen auf die kleinen Eigenheimbesitzer abgesehen... ist wohl einfacher Geld zu machen. Hat jemand schon mal was ähnliches umgesetzt, gibt es Leute mit Erfahrung auf dem Sektor?


    Warum gibt es zum Thema Speicher hier keinen Angebotsvergleich oder Preisdatenbank? Gehört doch zu PV wie ein zweiter Schuh?


    Gruß an alle

  • Speicher:
    Ich bin mir nicht sicher, ob das mit dem Speichern klappen wird. Meines Erachtens sind die Mieterstrommodelle in denen sich Mieter zu GbR oder Genossenschaften organisieren und damit Betreiber der Anlage (im Sinn des EEG) werden nicht rechtssicher. (Dazu Leitfaden Eigenverbrauch der BNetzA). D.h. du musst mit der vollen EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch rechnen und das macht den Betrieb eines Speichers schwierig. Ggf. ist durch die Verordnungsermächtigung eine Besserung, aber ein Teil der EEG-Umlage auf den Direktverbrauch wird auch dann anfallen. Denke, dass es deshalb auch nicht ganz einfach wird Angebote zu bekommen.


    Modelle:
    Im Prinzip ist das einzige Modell ein Liefermodell. Irgendjemand betreibt die ANlagen und verkauft den Strom an die Mieter. Vertragliche Bindung hier nur über max 2 Jahre möglich.


    Abrechnung allgemein:
    Mieterstrommodelle werden meistens mit Summenzähler + virtuellem Zählpunkt gemacht. Die Mieterzähler werden aus dem Netz abgemeldet. Das Konzept kann mit intelligenten Zählern oder ferrarsi umgesetzt werden. Nachtei der inteligenten Zähler: teuer, Vorteil: Abrechnung einfacher. In der Regel übernimmt der Betreiber der Anlage auch die Reststrolieferung und wird MSB.


    Allgemeine Infos zum Mieterstrom (u.a. mit Infos zu möglichen MSB): https://www.pv-mieterstrom.de/leitfaden-zum-pv-mieterstrom/


    Sonst: Auch auf regionale Förderung achten. In NRW gibts glaube ich auch eine Förderung für Speicher.


    Ingesamt: Das Thema Mieterstrom ist nich banal und es gibt Hindernisse... Die kann man aber abarbeiten und dann kann das die win-win Situation werden.


    Wie schätzt Du denn die Mieterbeteiligung ein? Wollen die Strom vom eigenen Dach oder ist das ggf. eine WEG?