Ladespannung und Temperatur

  • Hallo alle zusammen. Also leider wurde ja die anderen Freds gesprengt wo ich natürlich nicht unbeteiligt war, dafür entschuldige ich mich hier auch....


    Also es ging um Ausgleichladung und dessen Wirkung.


    Es wird ja geraten das ab und zu oder 1x /Woche mit erhöhter Spannung geladen werden soll um alle Zellen anzugleichen.


    Elektrolyt Schichtung gehört zu dem thema sowie das Verhalten des Akkus bei unterschiedlichen Spannungen.


    Ich habe festgestellt und geprüft verschiedene Ladeprogramme und stelle nun diese Tese auf:


    Die verschiedene LR-Programme taugen im Inselbetrieb rein garnichts!


    Es mag Fälle geben wo es funktioniert aber die Mehrheit hat Probleme damit...


    In den Anfängen betrieb ich die insel in einem Gartenschuppen welcher im Winter auch sehr kalt wurde.
    Die Temperaturangleichung meines Lr lies die Ladespannung bis auf 15V bei 12v System ansteigen .
    Als ich die Anlage erweitert habe baute ich alles im Heizraum ein wo im Jahres Mittel 24 Grad herschen...
    Dort fühlten die Akkus sich auf jeden fall besser aufgehoben.


    Ich installierte den PIp mit MPPT und betrieb parallel jedoch noch enen weiteren Solar 30.


    Die Zeit zeigte recht schnell das die Akkus oft nicht richtig voll geladen wurden... nach Ladeschluss hatte ich immer eine SD von 1,24 laut Säureheber.


    Irgenwann fand ich raus das eine Säureschichtung fast Täglich stattfand.


    Ich rüstete also eine EUW nach . Dies half sehr beim Laden sowie beim entladen.


    Die Laderegler wurden zwischenzeitlich jedoch scon auf die max. Ladespannung eingestellt 29,2V beim PIP
    30V beim Solar 30.


    Nach ausreichender recherche im internet wurde ich auch fündig das im Zyklichen betrieb die LS auf 15 V eingestellt bzw 30v liegen muss...


    Nun kennen wir ja alle den Verlust der Spannung durch Kabellänge...


    Wenn der Akku anfängt zu Gasen sollte er bekanntlich voll sein.


    Ich stellte aber fest das ich bei 30 V noch keine Gasung habe...


    Diese habe ich erst bei 30,5V. (Alle Spannungen mit externen Messgerät nochmal überprüft)


    Nachdem ich den "Kleinsten Billigregler" den ich hatte aufdrehen konnte auf 30,5V gab es keinerlei Probleme mehr...



    Die grossen LR fahren den Akku hoch und setzen bei 1x bei 29,2v aus einmal bei 30v und der Kleine drückt dann weiter bis 30,5V


    seit dem habe ich den Akku nahezu abbends immer voll.


    Sie werden nichtmal richtig Gekocht sie blubbern minimal so das ich in 6 Wochen nichtmal Wasser auffüllen muste.


    Die EUW läuft 3x am Tag ne halbe stunde. eine Trübung oder schwärze am Deckel welches auf Bleiabbau schliesst ist auch nicht feststellbar....



    Mein Fazit: Die käuflichen LR verhindern eher das der Akku richtig voll wird, ein über Last (A) gesteuerter LR wäre viel effektiver, der schliesst wenn keine Ladung mehr angenommen wird!


    WWas ich mehrfach beobachtete war das die LR abschalten weil die Spannung erreicht wird und paar Sek. wieder anfangen da vlt gerade der Kühlschrank an gegangen ist....


    Im Richtigen inselbetrieb wo versch. Geräte selbst unter Standby laufen kann das Programm nicht laufen (funktionieren)


    Es gab genug Momente wo viel zu viel PV anlag jedoch trotzdem durch verbraucher das Programm unterbrochen wurde...


    Die Einzigste Lösung ist nach meiner Meinung eine Konstandspannung anzulegen....


    Hoffe nun gibts eine saubere Diskusion ohne Marken/Hersteller - Schlacht :danke:

    Wer immer tut was er kann wird immer bleiben was er ist!
    OST/WEST 6Kw/p IBC Solar Module SMA WR und SMA Homemanager

    Hyundai Ioniq EV Modell Style und Mitsubishi Outlander PHEV TOP

    Die Hunger auf Ladestrom haben...

  • Moin, es ist (d)ein ewiger Fehler ein pauschales "Rezept" für den Betrieb einer Insel finden zu wollen :(
    Du pickst halt gerne irgendwas raus und glaubst daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können.
    Dann fällt dir wieder was anderes auf und deine Meinung ändert sich. Alles sehr menschlich :)


    Eine Insel muss aber sehr individuell und gleichzeitig komplex betrachten werden!
    (das fett Geschriebene ist real oft gar nicht so leicht zu erfassen...)
    - Akkutyp, tatsächliche Kapazität, Alter, Temperatur, Zustand(SOH)
    - Modultyp, tatsächliche Leistung, Ausrichtung, Verluste (Verschattung, Temperatur)
    - Laderegler (Art der Regelung, Programme, Eigenbedarf, einstellbare Parameter, Temperaturkompensation,Verluste)
    - Wechselrichter (Eigenbedarf, Wirkungsgrad)
    - Verkabelung (Verluste d. Spannungsabfall)
    - Verbraucher (Gesamt- Wh, Wh Tag/Nacht, Grundlast, Leistungsspitzen, Verbrauchsverhalten usw.)
    - sonstige beteiligte "Geräte" (Messeinrichtungen,Displays ect.)
    - vorhandenes Budget oder nennen wir es "Spielgeld"
    - vorhande Zeit, Können, Wissen, Lust (einmalig, öfter, dauernd)


    Wenn euch noch mehr einfällt nur zu...
    Wenn man all diese Punkte mit einbezieht kann man eine Insel vernünftig auslegen oder
    ein auftauchendes Problem auch durch eine geeignete Maßnahme gelöst werden :D


    lg,
    Philip

  • Ich muß sagen seit ich einen temperaturfühler an meinem Laderegler habe, brauche ich keine Ausgleichsladung mehr.
    Die erhöhte Ladespannung bei kälte ist komplett Ausreichend um die Säuredichte oben zu halten.

    KWK Ecopower1.0 1kwp, 1x SB 5.0 und 1x SB 3.0 6,6kwp, 2x Outback Flexmax80 3,5kwp, Speicher 24V/1000ah, Überschußverwertung mit Heizstab in Pufferspeicher (Infrarot auf Q3d Zähler)
    Nachteinspeisung wenn KWK aus über WR

  • Guten Morgen,


    Zitat
    Wenn der Akku anfängt zu Gasen sollte er bekanntlich voll sein


    Die Aussage sehe ich als Falsch an, zumindest gasen meine Zellen schon bevor der Akku voll ist :mrgreen:


    Der Akku ist dann voll, wenn er die Nenn Säuredichte des Herstellers erreicht hat
    Oder wenn ich keine Lust habe die Säuredichte zu messen, wenn er nur noch 1% der Nennleistung aufnimmt


    Du schmeißt zu pauschal mit den Spannungswerten um dich
    Dein Ansatz mit der Temperatur ist ja richtig, nur solltest du das auch in der Spannung einfließen lassen
    Nicht umsonst haben ja die Laderegler eine Temperatur Kompensation


    Gruß Mike

    3 x MultiPlus2

    6 x SmartSolar 150/35

    32 x 280Ah Lifepo4 EVE


    Ich habe ein MultiPlus 48V5000, BMV600 und eine Venus GX über.

  • Hi Tommmi, es macht aber einen gewaltigen Unterschied ob man den Temperaturfühler z.B außen an den unisoliertenTrog
    oder zwischen die Zellen einer PzS steckt die in einer Garage mit fast Außentemp. steht. Mit oder ohne EUW?
    Auch der Ladestrom müssen dabei beachtet werden. Mit <C10 wird man dem Akku nicht "einheizen" können,
    d.h alle Zellen werden ~ ähnliche Temp. haben.
    Ganz anders wenn man (z.B bei reiner S-Ausrichtung der Module) nur wenige Stunden zur Verfügung hat und den
    Akku mit C5 "vollknallen" muss (was nicht so toll ist)
    Hi@Mike, oft ist es (mit normaler Ladung) gar nicht mehr möglich die Nenn-SD zu erreichen. Daher macht es dann
    auch keinen Sinn einfach nur die Ladespannung zu erhöhen, damit würde man nur eine massive Abschlammung und
    Korrosion fördern. Auch die 1%-Regel funktioniert leider nur bei wenigen (und fast neuen ) Akkus, eine ältere PzS
    gönnt sich gerne weit mehr als Erhaltungsladestrom.
    (Dass ihr das selber wisst weiß ich ja :) )


    lg,
    Philip

  • Das Problem ist ja häufig, mit welcher Wortdefinition man arbeitet. Wissenschaftlich gesehen ist eine Batterie erst dann voll, wenn man in ihr kein Sulfat mehr findet! Allerdings hilft einem diese Definition nicht bei der täglichen Routine. Man muss da mit Definitionen arbeiten, die dafür sorgen, dass man in der Nähe des finanziellen Optimums liegt.


    Eine Bleibatterie mit EUW kann vom Wirkungsgrad her durchaus bei 95% liegen; Voraussetzung hierfür ist, dass sie praktisch nie gast. Man macht also keine Ausgleichsladung, sondern man macht eine individuelle Zellenpflege (falls möglich). Man muss die Batterie auch nicht täglich voll laden, da sollte eine Vollladung alle zwei Wochen auch reichen; wenn man die Energie gerade über hat, kann man es natürlich auch täglich machen.


    Manchmal habe ich beim Lesen von Posts über Batterien den Eindruck, dass es fast nur Schlamper und Perfektionisten gibt. Die Schlamper lassen ihre Batterie auch mal den Winter über auf 30% SOC dümpeln und die Perfektionisten nutzen einen Batteriemonitor, dessen Daten sie täglich mit Exel auswerten. Dabei reicht ein einfaches Voltmeter, auf das man abends einmal schaut, um den Verbrauch für den nächsten Tag überschlägig zu planen.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Naja,


    den Schlampern wurden hier ja oft genug gepredigt nicht so vorzugehen
    Aber nur mal abends auf ein Voltmeter zu schauen ist auch etwas wenig
    Gerade weil ja abends die Spannung etwas höher liegt, nach gedachter Ladung
    Also ein BMV sollte schon Pflicht sein
    Und in der Grundeinstellung sagt ein BMV schon mehr über den Akku aus, als ein Voltmeter


    Ging jetzt ja nur um ZMeister seine Aussage der Ladeparameter
    Das letzte Jahr habe ich auch nur Bulk und Dauerabsorption gefahren
    Allerdings mit leicht erhöhter Spannung von 2,43V/Zelle bei 25Grad
    Darunter drifteten bei mir die Zellen in der SD auseinander


    Nur die 2,5V/Zelle (bei welcher Temeratur) ist bei ZMeister etwas hoch gegriffen :juggle:

    3 x MultiPlus2

    6 x SmartSolar 150/35

    32 x 280Ah Lifepo4 EVE


    Ich habe ein MultiPlus 48V5000, BMV600 und eine Venus GX über.

  • ZMeister,
    wo hast du das gelesen
    „Nach ausreichender recherche im internet wurde ich auch fündig das im Zyklichen betrieb die LS auf 15 V eingestellt bzw 30v liegen muss“
    :danke:

    3 x MultiPlus2

    6 x SmartSolar 150/35

    32 x 280Ah Lifepo4 EVE


    Ich habe ein MultiPlus 48V5000, BMV600 und eine Venus GX über.

  • Zitat von ZMeister

    Also es ging um Ausgleichladung und dessen Wirkung.


    Es wird ja geraten das ab und zu oder 1x /Woche mit erhöhter Spannung geladen werden soll um alle Zellen anzugleichen.



    Da liegt der Hund schon am Anfang begraben... :wink:


    Mit höherer Spannung laden (oder auch Absorbtionsladung) dient dazu die Säurebeschichtung auf den Platten aufzulösen, oder zumindest zu vermindern. Verlängert die Lebenszeit und bekommt bei richtiger Anwendung auch tiefentladene Zellen wieder auf ein annehmbares Niveau.


    Klar, mit der Zeit wird auch die Zellenspannung auf max. angeglichen, dort wo möglich, aber nicht exact.


    Um die Zellen anzugleichen gibt es Balancer, die machen sonst nichts anderes, aber das können die gut... :mrgreen:

    Paneele: 6x Offgridtec 250W
    Laderegler: Victron MPPT 150/70,
    Akkus: AGM Banner Standbybull 10,5 kWh