John Deere: Neuer e-Traktor Prototyp

  • Wir hatten hier neulich die Diskussion ob sich ein e-Traktor praktisch einsetzen lassen könnte.
    John Deere meint wohl ja und hat einen neuen e-Traktor vorgestellt. Hier auch als Video.

    9,6 kWp Talesun TP660P-240, SMA STP 8000TL-20; Ausr.: 70° (West); DN: 33°; seit 10/2012
    10,56 kWp Yingli YL240P-29b, SMA STP 10000TL-10; Ausr.: -110° (Ost); DN 33°; seit 01/2013


    Twitter & Sonnenertrag


    L:70
    D:4
    T:1
    GroßMeisterLusche

  • Geil, alle Vorteile der Tradition und alles moderne der neuen e-Welt! Hatte Gerüchte gehört, das JD wohl doch auf den Zug setzt. Ich denke das wird. Super!


    Und im Gegensatz zu VW, muss JD nicht selbst Akkus fertigen, denn die Wertschöpfung bliebt immer noch gigantisch hoch, wenn man das zukauft. Bei Antrieben etc. müssen sie ohnehin eigene Lösungen finden oder ableiten.


    Eine Landwirtschaft ohne Diesel, ist die Grundlage für die Rettung Afrikas.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Ja, nett. Nur welcher Landwirt will mit lächerlichen 130kWh auf den Acker fahren? Und nach einer Stunde pflügen
    ist dann Feierabend oder gibt es dann eine Wechselbatterie/Wechselschlepper ?
    Ein vergleichbarer Dieselschlepper fährt mit 400l los - das entspricht ca der zehnfachen Menge Energie!
    Elektrische Nebenantriebe machen dagegen ja auch heute schon richtig Sinn.
    Wenn gleichzeitig eine extreme Extensivierung(was den Maschinenaufwand betrifft) in der
    Landwirtschaft stattfinden würde sind reine E-Traktoren vielleicht wirklich bald Alltag. :lol:
    Trotzdem nett und ein guter Schritt sowas mal vorzustellen.
    lg,
    Philip

  • Na, da bin ich mal gespannt!


    Wenn ich an einem Tag mal etwas länger mit meinem Traktor (heute eher Mittelklasse mit 150 PS) unterwegs bin, dann verbrate ich mal ganz schnell 300 l Diesel = 3000 kWh Primärenergie
    Davon sollten ca. 35% in Leistung umgesetzt werden, der Rest geht ja über den Kühler und Auspuff raus


    (hat jemand eine Idee wie ich die Wärme in meinem Pufferspeicher in der Heizung reinbekomme :mrgreen: )


    D.h. ich brauche eine Batterie, die auf 14 Stunden über 1000 kWh nutzbare Leistung bringt :shock:


    Und ich will hinter meinem Pflug keinen Anhänger mit der Batterie nachziehen :mrgreen:

    2004: 127 Schott ASE 300 (285 W) + 60 Schott ASE 275 (275 W)
    2009: 107 Schott Poly 280W
    2010: 86 Schott Poly 290W + BHKW 5,5 kW
    2012: 274 Schott Poly Protect 180W + 166 Yingli Panda 265W mit EV
    2013: BHKW 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 660Ah Akku für BHKW

  • Gebe ich recht, der Akku ist vielleicht noch nicht unbedingt potent genug, aber der Ansatz stimmt doch schon mal.
    Und es muss ja zum Anfang nicht der 14h Einsatz zu pflügen sein.
    Wieviel KW hat denn ein Drescher oder Hexler, die sind von der Bauform ja noch bedeutend größer und hätten noch mehr Platz für einen großen Akku.

  • Der Hexler :) ist ein Häcksler und ein mittelstarker (500kW?) fährt mit ca 1200l Diesel +300l Adblue los.
    Bei ca 30l/Hektar und bis zu 60Hektar/Tag muss er "zwischendurch" mal tanken fahren :shock:
    Du meinst der hat irgendwo Platz für einen richtig großen Akku? :lol:
    lg,
    Philip

  • Und wiegen tun die Akkus ja auch nichts... :ironie:


    Soweit der Akku nur vorhandene Technik ersetzt (Motor / Kraftstofftank usw.) ist er ja gewichtsneutral, manchmal wird mehr Gewicht auch gewünscht (abnehmbares :!: Frontgewicht) - aber normal will ich so leicht wie es nur irgendwie möglich ist auf meinem Boden unterwegs sein.


    Vor allem der große Unterschied zum Auto:
    Wer eine 300 PS Kiste hat, wird diese nur zu einem sehr kleinem prozentuellem Anteil tatsächlich nutzen (z.B. Beschleunigen). Wenn ich z.B. pflüge, dann bin ich den ganzen Tag mit geschätzt im Durchschnitt mehr als 75% Nennleistung unterwegs :!:


    Wie weit würde den ein TESLA kommen, wenn er die ganze Zeit mit 75% Nennleistung unterwegs wäre? Und nach wievielen Kilometern würde der Akku unter dem Arsch zu brennen anfangen :twisted:

    2004: 127 Schott ASE 300 (285 W) + 60 Schott ASE 275 (275 W)
    2009: 107 Schott Poly 280W
    2010: 86 Schott Poly 290W + BHKW 5,5 kW
    2012: 274 Schott Poly Protect 180W + 166 Yingli Panda 265W mit EV
    2013: BHKW 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 660Ah Akku für BHKW

  • Hi.


    Das bedeutet doch einfach das
    a) entweder die Akkutechnik noch ein, zwei Quantensprünge machen muss oder
    b) der Gigantismuss in der Feldbearbeitung ein Ende findet...


    a wird wohl nicht so schnell eintreffen wie die Preise für Kraftstoffe steigen, b bedeutet ,( je nach Sichtweise leider oder zum Glück) das die kapitalistische, exzesive Art der Landwirtschaft nicht mehr möglich ist.

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°
    4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe ZE20, Hyundai Kona 64 bestellt - warten bis 01/20

  • Mähdrescher & Hächsler sind noch weniger geeignet für Batteriebetrieb, minimale Einsatzzeit pro Jahr bei maximalen Arbeitsspitzen. So nen Mähdrescher hat 10-15 volle Einsatztage pro Jahr...


    Das Video zum E-Jonny is aber auch bissl getürkt. Bei 0:36 sieht man wie die einen Zusatzakku mit dem Frontkraftheber aufnehmen. In allen anderen Einstellungen hat der Schlepper aber nichtmal Frontkraftheber :wink:
    Das wäre die eleganteste Lösung für einen Wechselakku, da kann man bis 2t vorne rein hängen und im Handumdrehen wechseln.


    Die 130kWh sind aber ein Witz, selbst bei Pflegearbeiten (wie z.b. mit der Pflanzenschutzspritze) braucht so nen Schlepper ~15l/h Diesel. Da würde der 130kWh Akku auch nur 2-3h halten.


    Ich finds aber trotzdem gut dass sich in dem Bereich etwas tut. Nur wenn man mal mit Prototypen anfängt kann sich ja was verbessern.