John Deere: Neuer e-Traktor Prototyp

  • Andi_


    Die teure Bio Kuh hatte aber ein netteres Leben und führt über den Preis dazu, das wir weniger Kühe essen. Insofern hilft das schon. Das es energetisch deutlich besser ist, vegetarisch zu leben, weiß ich auch. Habe ich aber keine Lust mehr drauf, haben wir ca 10 Jahre praktiziert.

    10,81 Kwp---> 2*23 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 10.1 (eigener Anlagenteil)
    http://www.tischlermeister-aachen.de/PV/
    9,4 Kwp ------>2*20 Emmvee MS235 M60 an Kostal Piko 8.3 (mit errichteter Anlagenteil)
    Ausrichtung 56° Dachneigung 15°

  • Zitat von KKB68

    Tja, genau so läuft halt das ungeregelte kapitalistische Wirtschaftssystem. Das ist sozusagen Betriebsgrundlage... :mrgreen: Das geht Jahrzehntelang gut, bis die Umverteilung eine zu große Kluft aufgerissen hat. Dann knallts und alles fängt wieder von vorne an. Durch den technischen Fortschritt wird der "Breakpoint" nur weiter in die Zukunft verschoben, das ändert aber nichts an den Grundlagen.


    Aber zurück zum Thema...


    Es gibt mMn kein zurück zum Thema...es IST das Thema, genau darum dreht sich doch alles! Ohne DAS Thema können wir DIESES Thema direkt abhaken und vergessen! Man sollte solche Diskussionen nicht abwürgen mit Offtopic, sie sind unglaublich relevant für uns alle und für fast alle Themen, wie gesagt auch dieses hier.


    Wir sind eigentlich auf dem besten Weg ordentlich funktionierende Technologien wie EE oder E-Antriebe zu nutzen um fossile Brennstoffe zu ersetzen...die Frage ist nur ob die Zeitkoordinaten passen werden um systemrelevante Funktionen am laufen zu halten oder ob vorher alles zusammenbricht...und dann wird es dieses mal wirklich finster, da war der erste und zweite Weltkrieg ein Kindergeburtstag gegen!


    Ansonsten noch zum Thema...für die ersten Anfänge ein schönes Teil, so zu Demonstration was erstmal machbar ist, wie einige gesagt haben haben wir hier im Forum ja schonmal über dieses Thema etwas geredet, ich kann mich auch dran erinnern das ich damals ein paar Beispielrechnungen mit (damaligen) Preis und Gewicht mit LiFePo Akkus gemacht habe, genau die scheinen ja auch da in dem John Deere zu stecken. ^^

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • Fakt ist doch, dass ein Trecker, wenn er für eine bestimmte Arbeit eingesetzt wird, eine bestimmte Menge an Energie benötigt, um die Arbeit zu erledigen. Batterien, die pro Volumen/Gewicht so viel Energie beinhalten, wie Diesel, sind absolute Zukunftsmusik. Dass es technisch möglich ist, an einen Trecker noch einen Anhänger mit Wechselakkus zu hängen, dürfte weitgehend unstrittig sein.


    Der Punkt, um den es letztlich geht, ist doch, ob sich das wirtschaftlich darstellt:
    1. wie lange braucht man, um einen Batterie-Pack zu wechseln
    2. was sind die Kapitalkosten für die Anschaffung (Trecker plus x Batterie-Packs) umgelegt aufs Jahr
    3. was kostet es, wenn man es mit Diesel macht?


    Wenn also die Gewinnung der Energie plus Speicherkosten (deutlich) unter der von Diesel liegt, dann könnten elektrisch betriebene Trecker durchaus wirtschaftlich sinnvoll sein. Das vorgestellte Konzept ist natürlich das Ergebnis von ´grundlegender´ Forschungsarbeit, aber ohne einen (automatischen) Batterieschnellwechsler, wird sich das innerhalb der nächsten Jahr nicht umsetzen lassen!


    Das ist dann auch noch eine Optimierungsaufgabe, denn man macht die Feldarbeit ja normalerweise tagsüber, also benötigt man eine PVA, die in den Zeiten, wenn man ackert, Austauschakkus aufladen kann (je nach Planung auch mit Netzunterstützung).

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hi.


    Ist zwar NachmittagsTVgebabbel dabei, aber hier zeigen sie auch den Hybriden:


    [youtube]

    [/youtube]

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Zitat

    PV-Berlin :
    Diesel hat eine gespeicherte Energie vergleichbar wie Heizöl: ca. 10 kWh je Liter davon werden im Dieselmotor etwa 35-40% nutzbar in mechanische Energie umgewandelt - der Rest ist Wärme(Verlust)


    Das heißt jetzt schlecht gerechnet, ich brauch an einem Arbeitstag 300 l x 3,5 kWh = 1050 kW nutzbare Kapazität aus dem Akku.


    Oder in Tesla gerechnet: 1050 kWh : 69 kWh/Tesla = 15 Tesla - ganz ehrlich, das kann ich mir nicht leisten :mrgreen:


    Das kann ich bestimmt viel besser:


    Bitte nicht falsch verstehen, aber wenn man falsch rechnet oder einfach mit der Physik auf den Kriegsfuß steht, dann bitte doch ganz bescheiden mal nachfrage. Die Angabe g je kWh kenne ich selbstverständlich, bzw. bestimmt intensiver als alle Landwirte in D. zusammen ( Nutzfahrzeuge, Busse und ÖPNV einschließlich Bahn)



    Bei dieser hübschen Abgabe fehlt aber einiges.


    Und ein 400 PS Diesel Motor, der möglichst nicht am Limit betrieben werden sollte (einfach mal ins Diagramm schauen) ist deutlich schwerer als ein 400 PS Asynchronmotor mit Frequenzumrichter, die man selbst bei Voller Drehzahl (möglich sind hier > 3.000 U je min , immer noch mit einem winzigen Lüfter (auch Frequenz gesteuert) gekühlt werden kann. Alleine die Menge an Öl, Wasser und Hydrauliköl, die Leitungen, die Wärmetauscher etc. da bekommt man ja einen Fön!


    Die Angaben beziehen sich selbstverständlich auf die Schwungmasse und eben nicht am Rad, dem Nebenantrieb oder gar den Hydraulikmotor! Schön wäre es ja!


    Ich könnte das noch weiter ausführen (Masse der Aggregate, die ein dummer Diesel braucht, um aus der nicht passenden Drehzahl und dem nicht passenden Drehmoment irgendwas Gescheites zu bewerkstelligen) aber das soll erst mal reichen.


    Diesel hat zwar 10 bis 11 kWh Energieinhalt! Aber von denen muss man ja einiges abziehen. (Förderung, Transport, Verarbeitung)


    Im realen Alltag muss der Diesel und seine Aggregate erst mal auf Betriebstemperatur kommen, um den optimalen Betriebszustand zu erreichen. Logisch! alle sind 10 h am Stück unterwegs!


    Keiner behauptet, das man Heute große Feldbearbeitungsmaschienen und Erntemaschinen , die in einem engen Zeitfenster zum Einsatz kommen jetzt auf den e-Antrieb umstellen kann.


    Es gab aber mal Dampfmaschinen für die Feldarbeit! Deren Einsatz steigerte die Produktivität enorm (Nicht nur die Dampft betriebene Traktoren.)


    Heute gibt es für sehr schmales Geld automatische Mulchmäher , Das spart die Woche 1/2 h bis 1,5 h je Gerät und jede Menge Benzin.


    Ich gehe davon aus, das wir vor 2020 auf jeden Fall Hochleistungs Akku's haben werden, die > 2 kWh je Kg eher > 3 KW je Kg haben werden. Selbstverständlich nicht für den Kurs der Tesla Akkus. Aber im Nutzfahrzeug.- und Baumaschinen.- Bereich dürfen es auch 2.000,- $ je kWh sein! Bei 3.000 bis 5.000 Bh p.A. fette Beute.



    *Die Klimaanlage, für den "nutzlosen" Menschen an Bord frisst garantiert 1 Liter die h .

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von PV-Berlin

    Ich gehe davon aus, das wir vor 2020 auf jeden Fall Hochleistungs Akku's haben werden, die > 2 kWh je Kg eher > 3 KW je Kg haben werden. Selbstverständlich nicht für den Kurs der Tesla Akkus. Aber im Nutzfahrzeug.- und Baumaschinen.- Bereich dürfen es auch 2.000,- $ je kWh sein! Bei 3.000 bis 5.000 Bh p.A. fette Beute.



    *Die Klimaanlage, für den "nutzlosen" Menschen an Bord frisst garantiert 1 Liter die h .


    Mit Verlaub, ich halte diese Einschätzung für Blödsinn!


    Heute hat ein Lithium Akku ca. 15 kg je kWh und da willst Du innerhalb von vier Jahren auf 500 g kommen :?:
    (Quelle: http://en.winston-battery.com/…yp1000ahc?category_id=176 )


    Und Du denkst tatsächlich, 2000,- $ bei Kapazitäten von jenseits der 1000 kWh wären rentabel - mal abgesehen von der ganzen Peripherie die noch benötigt wird (Ladestation / Leitungskapazität usw.)


    Wenn tatsächlich diese Entwicklung kommen sollte, dann haben wir auch in der LW ganz schnell wieder die 15 Minuten Leistungsmessung - da sind Spitzenströme plötzlich sehr teuer...


    Bevor in diesen Bereichen über Elektromobilität nachgedacht wird, sollten wir es erst mal schaffen die e-Autos auf die Straße zu bekommen. Das ist technisch vermutlich nicht so anspruchsvoll.


    Heute werden die e-Autos nicht gekauft, weil man damit nicht mal 200 km weit kommt ohne nachladen - was 90% der Autofahrer vielleicht 10 mal im Jahr machen - und dann sollen Maschinen damit bestückt werden, die umgerechnet bei 50 km/h an einem 14h Arbeitstag 700 km bei voller Leistung laufen sollen :?:

    2004: Schott ASE 300 (285 W) + Schott ASE 275 (275 W)
    2009: Schott Poly 280W
    2010: Schott Poly 290W + BHKW I 5,5 kW
    2012: Schott Poly Protect 180W + Yingli Panda 265W
    2013: BHKW II 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 530Ah Akku für BHKW I

    2015: SMA SI 6.0H + 680Ah Akku für BHKW II

  • Zitat von jdhenning


    2. was sind die Kapitalkosten für die Anschaffung (Trecker plus x Batterie-Packs) umgelegt aufs Jahr
    3. was kostet es, wenn man es mit Diesel macht?


    Genau daran wird es meiner Meinung nach scheitern.
    Niemand kauft sich 2 Wechselakkus, wenn die nur 5-10 Tage im Jahr (Erntzeit/Aussaat) benötigt werden und sonst nur verstauben. (Eine Nutzung als Energiespeicher am Netz ist unrentabel, dafür sind die Speicher viel zu groß bzw. der normale elektrische Verbrauch in der Landwirtschaft zu gering)
    Die Lagerung von Diesel ist da relativ günstig und bis ??2000L?? ohne große Auflagen möglich.
    Außerdem ist der Dieselvorrat auch Reserve für einen (durchaus längeren) Stromausfall (versorgt üblicherweise Traktor + Zapfwellenaggregat)


    Zitat von jdhenning


    aber ohne einen (automatischen) Batterieschnellwechsler, wird sich das innerhalb der nächsten Jahr nicht umsetzen lassen!
    ...
    Das ist dann auch noch eine Optimierungsaufgabe, denn man macht die Feldarbeit ja normalerweise tagsüber, also benötigt man eine PVA, die in den Zeiten, wenn man ackert, Austauschakkus aufladen kann


    Austauch/Wechselakkus machen keinen Sinn, wenn der Traktor 90% des Jahres nur für einfache Arbeiten genutzt wird und ein Akku da locker ausreicht.
    Meiner Meinung nach muss da ein Hersteller- und Systemübergreifend genormter Akkupack entwickelt werden, der sich sowohl in PKW, LKW, Traktor, etc mittels Schellwechsler (in <5min) einsetzen lässt und je nach benötiger Leistung nur mehr Akkupacks eingesetzt werden.

  • Dein Beiträg ignoriert jegliche mögliche Entwicklung der Zukunft und ist daher eher nicht zuende gedacht! Erdöl und damit Diesel sind nicht unbegrenzt verfügbar und werden nicht billig bleiben...Preise für Akkus + EE hingegen kennen nur eine Richtung, nach unten!


    Und du sagst...


    Zitat von Light

    Niemand kauft sich 2 Wechselakkus, wenn die nur 5-10 Tage im Jahr (Erntzeit/Aussaat) benötigt werden und sonst nur verstauben. (Eine Nutzung als Energiespeicher am Netz ist unrentabel, dafür sind die Speicher viel zu groß bzw. der normale elektrische Verbrauch in der Landwirtschaft zu gering)


    ...aber dann sagst du...


    Zitat von Light

    Außerdem ist der Dieselvorrat auch Reserve für einen (durchaus längeren) Stromausfall (versorgt üblicherweise Traktor + Zapfwellenaggregat)


    Merkst du es? :roll:

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • Zitat

    Mit Verlaub, ich halte diese Einschätzung für Blödsinn!


    Heute hat ein Lithium Akku ca. 15 kg je kWh und da willst Du innerhalb von vier Jahren auf 500 g kommen :?:
    (Quelle: http://en.winston-battery.com/index.php ... ory_id=176 )


    das darfst du unbenommen genau so sehen!


    Ich möchte auch dir keine Weisheiten verkaufen oder dich überzeugen.


    Da ich schon fast 100 Jahre alt bin, habe ich viel gesehen und erlebt!


    "Niemand wird bereit sein, für ein Mobil privat mehr als 500 DM auszugeben"
    "Niemals wird man in der Lage sein, den UMTS Standart Akku technisch darzustellen (Akkulaufzeit < 1h)
    " Mehr als 1.000.000 Menschen weltweit benötigen kein mobiles Internet"


    Diese Aussagen sind nicht etwa von doofen Politikern oder sonstigen Blinden, sondern vom Vorstand der Siemens AG und dem Geschäftsbereich Kommunikation.


    Warum Unmögliches so leicht verschwindet?


    Weil die Kids dieser Welt unter der Anleitung von Erwachsenen unglaublich effektiv sind!
    Unmögliches erledigen wir sofort, Wunder dauern etwas länger!

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Zitat von Light

    Meiner Meinung nach muss da ein Hersteller- und Systemübergreifend genormter Akkupack entwickelt werden, der sich sowohl in PKW, LKW, Traktor, etc mittels Schellwechsler (in <5min) einsetzen lässt und je nach benötiger Leistung nur mehr Akkupacks eingesetzt werden.


    Volle Zustimmung. Nur wenn die Kapitalkosten deutlich unter den Verschleißkosten liegen, dann haben Akkumulatoren im industriellen Einsatz eine Berechtigung. Wenn man einen Batterie-Pack hat, den man lediglich während drei Wochen im Jahr benutzt, dann ist das wirtschaftlicher Unsinn.Wenn man den allerdings für den Lieferwagen, den Trecker, das Privatfahrzeug oder die Hausversorgung nutzen kann, dann könnte man in den Bereich kommen, dass sich Reservespeicher wirtschaftlich rechnen. Das würde auch das Problem umgehen, dass man sonst eine gigantische Infrastruktur bräuchte, um private EVs laden könnte. Da die Kosten bei einer Batterie fast linear mit der Anzahl durchgeleiteten kWh ansteigen (Lebensdauer kleiner 15 Jahre), spielt es keine Rolle, ob man zwei, drei oder noch mehr Batterie-Sets in Nutzung hat. Die Kosten bleiben (fast) gleich.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)