John Deere: Neuer e-Traktor Prototyp

  • Zitat von NoOne

    Dein Beiträg ignoriert jegliche mögliche Entwicklung der Zukunft und ist daher eher nicht zuende gedacht! Erdöl und damit Diesel sind nicht unbegrenzt verfügbar und werden nicht billig bleiben...Preise für Akkus + EE hingegen kennen nur eine Richtung, nach unten!


    Da wäre ich mir nicht so sicher. Akkus werden sicherlich noch besser werden, allerdings nicht (viel) billiger (steigende Rohstoffpreise/ aufwendigere Fertigung)
    Beim Diesel gehe ich schlichtweg davon aus, dass in Zukunft Erdöl durch Algenkraftstoff mit annähernd gleichen Eigenschaften ersetzt wird.


    Zitat von NoOne


    Und du sagst...


    ...aber dann sagst du...


    Merkst du es? :roll:


    Du willst also den Wechselakku für Notstrom verwenden?
    Da vergisst du aber wohl, dass der Wechselakku für den Traktor nur (fast) unnötig ist, weil der interne Akku jeden Tag nachgeladen werden kann.
    Außerdem wird die Laufzeit mit Akkus niedriger sein, als mit Diesel.
    Gehen wir doch mal von einem kleinerem Betrieb (60 Kühe) mit einem Traktor mit 100PS aus.
    100 PS sind etwa 74KW, idR sind die Tanks für 10h Betrieb ausgelegt (740 kWh), bei einem Verbrauch von 210-250g/kWh hat der Traktor dafür also einen Tankinhalt von min. 155-185 kg
    Ein Elektrotraktor müsste also über einen Akku mit etwa 700 kWh (besserer Wirkungsgrad) verfügen, was bei einer Energiedichte von 200 Wh/kg zu einem Gesamtakkugewicht von 3,5t führt. (wenn ich mich nicht verrechnet habe)
    Traktoren der 100PS Klasse haben ein Leergewicht von etwa 5-7t, daher dürfte der Akku deutlich kleiner ausfallen um die mögliche Nutzlast möglich hoch zu halten.
    Gehen wir also mal von einem Akku mit 350kWh aus, der reicht für für 5 Betriebsstunden oder 3-6 Tage Notstrom bei einem Verbrauch von ca. 55kWh/Tag (Jahr 20.000kWh) oder 110kWh/Tag (Jahr 40.000kWh) siehe S.11
    5 Betriebsstunden reichen nicht lange, da muss nach 2-3 Tagen der Wechselakku in den Schlepper um die Fütterung aufrechtzuerhalten. Bei den üblichen Dieselvorräten geht das Spielchen hingegen durchaus mehrere Wochen.


    (Rechnungen sind vereinfacht und sollen nur einen groben Überblick geben)


    Zitat von jdhenning

    Wenn man den allerdings für den Lieferwagen, den Trecker, das Privatfahrzeug oder die Hausversorgung nutzen kann, dann könnte man in den Bereich kommen, dass sich Reservespeicher wirtschaftlich rechnen.


    Wenn es sich nicht rechnet, sollte soweit gefördert werden, bis es durch technischen Fortschritt/ausreichende Verbreitung/Infrastruktur rentabel ist. Mit PV hat es ja auch wunderbar geklapppt .

  • Zitat von Light

    Meiner Meinung nach muss da ein Hersteller- und Systemübergreifend genormter Akkupack entwickelt werden, der sich sowohl in PKW, LKW, Traktor, etc mittels Schellwechsler (in <5min) einsetzen lässt und je nach benötiger Leistung nur mehr Akkupacks eingesetzt werden.


    Kurz mal überlegen!


    Ein LKW und ein Traktor brauchen viel mehr Energie dementsprechend einen größeren Accu.


    Beim LKW und PKW müsste es ein Flacher ACCU sein damit er im Unterboden Platz hat.


    Beim Traktor wäre ein Kompakter Accu sinnvoller bzw. zwei Bauformen eine für unter die "Motorhaube" und einen zusätzlich als Frontgewicht.


    Der Frontgeeicht könnte Herstellerübergreifend ein System enthalten, damit es auch genügend Stückzahlen gibt.


    Aber ein Accu für alle drei Fahrzeugvarianten wäre die "eierlegende Wollmilchsau."


    Django

  • Zitat von Light


    Da wäre ich mir nicht so sicher. Akkus werden sicherlich noch besser werden, allerdings nicht (viel) billiger (steigende Rohstoffpreise/ aufwendigere Fertigung)
    Beim Diesel gehe ich schlichtweg davon aus, dass in Zukunft Erdöl durch Algenkraftstoff mit annähernd gleichen Eigenschaften ersetzt wird.


    Aha, von so Dingen wie Skaleneffekt wie man sie in den letzten Jahren bei der PV gesehen hat hast du also noch nichts gehört oder wie?


    Und Algenkraftstoff...wirklich so ein Scherzkeks?:mrgreen:

    Zitat von John Perry Barlow

    I'm a free-marketeer. I believe in free markets, but... sometimes you have things that look like free markets but aren't because of artificial reasons. I'm not very happy with the current state of what calls itself free market economy in the world because you've got all these grotesque monopolies that are able to game the system in a way that's to their advantage by virtue of their power, and that's not a free market.

  • Hi,


    Zitat von NoOne

    Und Algenkraftstoff...wirklich so ein Scherzkeks?:mrgreen:


    der Scherzkeks bist Du, wenn Du Biokraftstoffe (insbesondere Algenöl) als Ersatz für Erdöl als Rohstoff nicht siehst.
    Die Technik steht schon lange, ist nur eine Frage des Rohölpreises, der aktuell noch zu gering ist.


    Darum denke ich auch, dass e-Antriebe als Ersatz für Verbrenner in Schiffen, Flugzeugen, Bau- und Landmaschinen sowie LKW in der Breite noch lange nicht kommen werden. Vorher wird BTL wirtschaftlich.

  • Zitat von swissembedded

    Ich finde da braucht es unbedingt einen Mod für den Landwirtschaftssimulator


    Du meinst wohl daß man sich eine Solaranlage bauen muss und dann mit dem E-Traktor keine Treibstoffkosten mehr hat?


    Django

  • Mit 700 KWh in einem Akku, kann ich einen 18 bis 26 t GG LKW 700 km bewegen! Und das bei der Topographie in der Schweiz.


    Also bitte das mit dem Kleinschlepper noch mal nachrechnen. Die 210 bis 250g je kWh werden immer noch am Schwungrad gemessen.


    Aber diese Berechnungen, sind nur ein Randthema. Viel wichtiger und das wurde schon erkannt, sind die Bh p.A.


    Ein PKW wird wie intensiv genutzt? 11.000 km p.A. (Durchschnitt in D.) bei 60 kmh (schon relativ hoch) < 200 h!!!!!


    Nun meinen einige, dass es erst ab < 100$ je kWh verfügbarer Akku Kapazität zum Durchbruch des e-Mobils kommt.


    Ich persönlich kenne nur zwei landwirtschaftliche Betriebe, beide mit mehr als 2.000 ha. Die haben auf jeden Fall mehr als 2.000 Bh je Traktor. Nach dieser Rechnung darf der Hochleistungs-Super-Akku mit ???? Zyklen Standfestigkeit 1.000 $ kosten.


    Beim Verbrauch je Bh sollte man noch mal genau hinschauen. Alleine von der Kurbelwelle, dem Getriebe, über den Nebenantrieb, der Hydralikpumpe, dem Hydraulik-Motor zum Mähwerk geht schon so viel Energie verloren, dass das Hydrauliköl gekühlt werden muss. Dazu kommt, dass man bei einigen Anwendungen in sehr ungünstigen Drehzahlbereich arbeiten muss.


    Nach wie vielen Jahren müsst ihr eure Hydraulikschläuche auswechseln? Vorbeugende Instandsetzung. Die Schläuche, das Öl und eventuell mal ein Steuerventil kosten ja fast nix! *Scherz.


    *Beim ISEKI (mehr als 10 EH) gebe ich in 10 Jahren noch mal Minimum den Kaufpreis hin, nur für Ersatzteile und Tausch. Und ich nutze die nicht mal ansatzweise so intensiv, wie in der Landwirtschaft.

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Da hast Du schon recht, die Nebenantriebe KÖNNEN viel Energie nehmen


    Aber:
    Bei modernen Traktoren sind diese Kriegsschauplätze so gut wie keine Thema mehr!


    Die Fahrgeschwindigkeit ist absolut unabhängig von der Motordrehzahl (Vario-Getriebe)
    Die Hydraulikpumpe pumpt nur noch, wenn sie gebraucht wird (Load-Sensing)
    Der Kühler läuft nur noch mit benötigter Drehzahl (Visco-Kupplung) bzw. gehen die Entwicklung sogar in Richtung Antrieb nur noch bei Bedarf (z.B. Elektrisch :D )
    Das selbe Spiel bei Kompressor und Klima usw.


    Soll heißen:
    Einzig der komplette Umbau bzw. Konstruktion auf elektrische Antriebe bringt noch spürbare Einsparpotenziale
    - Radnabenmotoren (kompletter Wegfall der Getriebe und somit Verluste)
    - Verzicht auf hydraulische Antriebe an Anbaugeräten stattdessen Elektromotoren
    - Hochleistungsakkus mit Schnelladefähigkeit und Wechseltechnik


    Wobei wir dann trotzdem noch das Problem der extremen Lastspitzen in den Netzen hätten - stell Dir mal ein Dorf vor mit 10 km Umkreis. Das Wetter ist das erste mal seit einer Woche schön und alle Bauern fahren um 6.00 Uhr auf den Acker und Mittag wollen alle den 500 kWh-Akku wechseln weil der Abends um 18.00 Uhr wieder voll sein muss für die Nachtschicht...
    Da gehen bei Dir in Berlin die Lichter aus :mrgreen:

    2004: Schott ASE 300 (285 W) + Schott ASE 275 (275 W)
    2009: Schott Poly 280W
    2010: Schott Poly 290W + BHKW I 5,5 kW
    2012: Schott Poly Protect 180W + Yingli Panda 265W
    2013: BHKW II 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 530Ah Akku für BHKW I

    2015: SMA SI 6.0H + 680Ah Akku für BHKW II

  • Hmm, ist denn noch immer ein Wechselakku am Lader? Und wird von der PV gefüttert ("schönes Wetter")?