John Deere: Neuer e-Traktor Prototyp

  • Es wird ja niemand gezwungen, dieses zu kaufen! Aber warum muss man Diesel auf ewig subventionieren? Und für die Landwirtschaft darf es ein Schnaps mehr sein.


    Wenn eine Maschine nur 10 bis 15 Tage a.16 h den vollen Einsatz hat, wird diese wahrscheinlich ganz am Schluss und "Anders" umgestellt. Vor allem, wenn die Arbeitskraft viel kostet und das Fenster kurz ist (Witterung)


    Aber das ist alles gar kein Thema z.B. in Afrika. Da kann ich Reis so oft ernten, wie es mir Spaß macht und ich die Saat ansetze. Auch Mais, auch Weizen auch Gerste.


    130 KW elektrisch bedeuten schlicht, dass der auch bei 130 KW noch einen verdammt hohen WG hat, aber auch bei 30 KW Spitze ist. Meine Iseki saufen schlimmer als eine Kuh (von 15 bis 60 PS), wenn ich die voll am Anschlag betreibe.


    130 KW beim Schleppen? Dann brauchst du aber schon 300 PS beim Diesel auf dem Feld oder etwa nicht? Die Berechnung des WG würde ich mal lieber wegstecken, die kann nicht stimmen.


    Aber wie oben schon geschrieben, jeder sol sich den Traktor kaufen, wo er meint Geld am Ende verdienen zu können.


    Und wenn die ersten 2.000 Traktoren an Gemüsebauern, Mast-Ställe, Blumenzüchter und Kommunale gehen, wo liegt das Problem?


    Die effektive Energiedichte von Diesel liegt nach meiner Betrachtung < 2 kWh je Liter = vereinfacht je 1 KG


    Tank
    Kraftstoffanlage
    Motor (Mehrgewicht)
    alle Getriebe (Mehrgewicht)
    Achsen (Mehrgewicht)
    Kardanwellen
    WG des Diesel Motors in allen Bereichen.


    Bei 1.000 Litern sind das immer noch 2.000 kWh, logisch, hab ja Volksschule! Oder bei 400 Litern = 800 kWh.


    Aber dann bin ich mir fast sicher, dass dies noch zu meinen Lebzeiten nur noch ein mitleidiges Lächeln bei den Akku Herstellern auf die Lippen zaubert.


    Ein Traktor der 200 PS Klasse ist nach 8.000 bis 10.000 Bh fertig! Da braucht der E-Motor maximal eine neues Lager!


    * ich habe 2* 15 KW Lüftermotore an Frequenzumrichtern, die laufen 24h 7 Tage seit 2008 (je 1 Lager ; je 10 Keilriemen)

    Wir werden einen Zubau in 2012 von >30 GWp sehen. Tendenz bis 2015 Richtung > 50 GWp. Ab 2020 Werden wir einen Zubau an PV von deutlich über 100 GWp sehen. Bis 2015 wird PV die 5 Cent Hürde knacken. *5% Zins bei nur 12 Jahren Amortisation. *diese Signatur ist aus dem Jahr 2010

  • Moin moin ausm Dorf ;-)


    Ich denke es ist schon sinnvoll Elektromotore in Trecker zu integrieren. Wenn ich allein die ganzen Nebenaggregate bedenke, Klima, Hydraulik, Druckluft, Kühlung die garnicht selten unnütz mechanisch mitdrehen und Reibungsverluste bedeuten... So schalt ich sie ein, wenn sie gebraucht werden. Ob nun 130kWh ausreicht oder nicht ist erstmal *peng* Oder weitere 150kWh im Frontheber mitfahren, iss doch alles Sache der Herangehensweise... Ideen freien Lauf lassen!


    Über Zapfwelle kann man später sprechen, mir schwebt gerade son bisschen die Hybridgeschichte im Kopf rum, der Verbrenner kann sich auf die reinen Antriebskräfte konzentrieren, bzw. im optimalen Drehzahlbereich von mir aus auch nen DC Zwischenkreis aufladen, wenn Power übrig ist. Und wenn dann noch Kapazität übrig ist, warum nicht auch ne kleine Unterstützung des Antriebes? Wenn ich nen 30KW Motor beim Anfahren für 5Sekunden dazuschalte, kann der Verbrenner schonmal um 80KW kleiner werden. Dann sind wir bei den meisten Schleppern schon wieder unter 200PS. Kenne gerade die aktuelle Verteilung in den Leistungsklassen im Bestand nicht. Fest steht aber: Je grösser, (und neuer) desto Lohnunternehmer.


    Klar ist pflügen jetzt erstmal nicht die Priorität 1, die es zu ersetzen gilt. Spannend fände ich auch den Gedanken der Rekuperation in hügeligen Gegenden. Ich muss keine Energie mehr aufwenden (Druckluft) um Energie zu vernichten.


    Es wird wohl aber mal wieder daran scheitern, dass sich alle Hersteller nicht auf ein System einigen Können, Spannungsmässig, wie auch Steckertechnisch bzw. sonstige Standards...


    Aber, je früher mit dem Nachdenken begonnen wird, desto besser. Und es soll vorkommen, das Landwirte die entsprechenden PV- Anlagen haben, um für die passende Nachladung sorgen zu können...


    Fazit: Positiver Ansatz, den ich für ausbaubar halte.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
    Industrieservice und Montage
    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
    +49 151 44 555 285
    a.witt@pvservice.net
    USt-ID: DE 292086601


    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." [Gandi]


    Sämtliche Dienstleistungen rund um Photovoltaik: Wartung, Repowering, Datenlogging, Direktvermarktung etc.

  • Hi.


    Ich bin ja mal gespannt wie die großen Dieselhersteller auf diese Entwicklung reagieren. Was ist eigentlich in den dicken Eimern verbaut? Deutz, Cat, Same oder Daimler? Und die Getriebehersteller finden das bestimmt auch nicht so prall... :mrgreen:

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210, 2019er Kona Trend 64

    Verbrennerfrei... bis auf die Fichtenmoppeds :mrgreen:

  • Zitat von Dachssolar

    .......Vor allem der große Unterschied zum Auto:
    Wer eine 300 PS Kiste hat, wird diese nur zu einem sehr kleinem prozentuellem Anteil tatsächlich nutzen (z.B. Beschleunigen). Wenn ich z.B. pflüge, dann bin ich den ganzen Tag mit geschätzt im Durchschnitt mehr als 75% Nennleistung unterwegs :!:


    Wie weit würde den ein TESLA kommen, wenn er die ganze Zeit mit 75% Nennleistung unterwegs wäre? Und nach wievielen Kilometern würde der Akku unter dem Arsch zu brennen anfangen :twisted:


    Mein Tesla hat 69kW davon 75% sind ca. 52kW. Also etwa 1,5h das wären rund 250km und kein brennender Akku



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Ich war doch aufgerufen, wieweit ich komme, wenn ich mit 75% Nennleistung unterwegs bin.
    Ich habe es noch nie geschafft mit > 400Wh/km unterwegs zu sein.
    Dann bin ich tatsächlich im Schnitt zwischen 160km/h und 180km/h unterwegs, allerdings geht sowas nur auf kurzen Stecken oder um 3Uhr früh auf der BAB. Habe es nur ein einziges Mal ausprobiert, das war als ich mein MS neu hatte.
    Die restlichen 280.000km war ich auf der BAB meist nur noch mit Richtgeschwindigkeit unterwegs.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.

  • Die Entwicklung elektrisch angetriebener Landmaschinen wird nicht von oben nach unten stattfinden.
    Stallschlepper, die nebenbei Abgase in geschlossenen Räumen produzieren, sind wesentlich interessanter fuer die
    Elektrifizierung. Aber eben nicht so spektakulär fuer die Medien.
    Mit der autonomen Fortbewegung auch auf dem Acker ist es doch gar nicht mehr nötig 14 oder mehr Stunden am Tag vor Ort zu sein.
    Warum sollten dann noch solche Monstermaschinen das Non plus Ultra sein ?
    Wenn Land/Energiewirte den eigenen selbst erzeugten Strom auf ihren Feldern verfahren, ist das sehr wohl nachhaltig.

  • tenman, du hast insofern Recht dass bei leichten Arbeiten und im Stall die Elektrifizierung einfacher vonstatten geht und mehr Nutzen bringt. Es gibt ja auch schon einige Elektro Radlader und Hoflader, die viel in den Ställen unterwegs sind und dort keine Abgase mehr erzeugen.


    Aber auch mit autonomen Schlepper gibt es immer einen optimalen Zeitpunkt auf dem Acker. In manchen Jahren hat man mehrere Wochen Zeit, in manchen nur wenige Stunden. Irgenwie wird das Wetter in der Ernte und zur Saat immer unbeständiger, die Arbeitsfenster zunehmend kleiner. Vor allem wenn man auf pfluglos arbeitet ist Schlagkraft sehr wichtig um ordentlichen Ackerbau zu betreiben. Nen bissl Regen beim Pflug macht nichts, der ballert da durch. Da kannst meist direkt danach säen weil man trockenen Boden hoch bringt. Mitm Grubber gibt das nen einzige Matsche und man kann froh sein überhaupt noch was zu säen, gute Erträge wird man damit nicht mehr einfahren...

  • Zitat von PV-Berlin

    Meine Iseki saufen schlimmer als eine Kuh (von 15 bis 60 PS), wenn ich die voll am Anschlag betreibe.


    Ist ja auch kein Wunder. Fehlender Hubraum muss eben andersweitig ersetzt werden.

    Zitat von PV-Berlin


    130 KW beim Schleppen? Dann brauchst du aber schon 300 PS beim Diesel auf dem Feld oder etwa nicht? Die Berechnung des WG würde ich mal lieber wegstecken, die kann nicht stimmen.


    130KW sind bereits >170PS, dazu kommt aber noch die Leistung für Hydraulik (Lenkung), Steuerungen, Klimaanlage, Arbeitsbeleuchtung, Druckluft (für gebremste Anhänger), etc welche unabhängig von der Antriebsart (Gas, Diesel oder Elektro) anfällt.


    Zitat von PV-Berlin


    Die effektive Energiedichte von Diesel liegt nach meiner Betrachtung < 2 kWh je Liter = vereinfacht je 1 KG


    Da kann ich leider nichts dazu sagen, da ich keine Daten habe.
    Allerdings nur soviel: Die Abwärme ist im Winterbetrieb durchaus erwünscht um Hydrauliköle leichtflüssig zu halten und den Fahrer zu wärmen. Die Wärme muss beim Elektroantrieb andersweitig erzeugt werden.


    Zitat von tenman

    Stallschlepper, die nebenbei Abgase in geschlossenen Räumen produzieren, sind wesentlich interessanter fuer die Elektrifizierung.


    Das mag bei den Großbetrieben zutreffen, aber bei den Kleinbetrieben ist der Stallschlepper auch der Ackerschlepper, Gabelstapler, etc.


    Zitat von tenman

    Mit der autonomen Fortbewegung auch auf dem Acker ist es doch gar nicht mehr nötig 14 oder mehr Stunden am Tag vor Ort zu sein.


    Autonomes Fahren wird sich bei Kleinbetrieben so schnell nicht durchsetzen.
    Hier ist Schlagkraft und Flexibilität gefordert. Zum Einsatzszenario gehören dann eben auch Tage an denen eine Tankfüllung nicht ausreicht, obwohl sonst eine Tankfüllung 1-2 Monate reicht.