John Deere: Neuer e-Traktor Prototyp

  • Zitat von KKB68

    Hi.


    Das bedeutet doch einfach das
    a) entweder die Akkutechnik noch ein, zwei Quantensprünge machen muss oder
    b) der Gigantismuss in der Feldbearbeitung ein Ende findet...


    a wird wohl nicht so schnell eintreffen wie die Preise für Kraftstoffe steigen, b bedeutet ,( je nach Sichtweise leider oder zum Glück) das die kapitalistische, exzesive Art der Landwirtschaft nicht mehr möglich ist.


    Wie hätte es der Herr den gerne?


    A: soll ich wieder Pferde oder Ochsen einspannen?


    B: soll ich im Herbst nicht drei Wochen á 14h ununterbrochen pflügen und säen - natürlich sind da Pausen drin durch das Wetter / Erntearbeiten usw. - aber ich fahre in der Zeit von Mitte September bis Mitte November alleine bei meinem großen Traktor über 300 Betriebsstunden auf den Zähler) sondern mit dem 35 PS Schlepper dann zwölf Wochen nonstop?


    C: will der Schlaumeier dann vielleicht die Arbeit in Variante B übernehmen :mrgreen: weil ich dann vielleicht auch noch Zeit dafür hätte meine Tiere zu versorgen und meine Frau im Bett nicht so frieren muss wenn ich da auch mal wieder drin wäre...

    2004: 127 Schott ASE 300 (285 W) + 60 Schott ASE 275 (275 W)
    2009: 107 Schott Poly 280W
    2010: 86 Schott Poly 290W + BHKW 5,5 kW
    2012: 274 Schott Poly Protect 180W + 166 Yingli Panda 265W mit EV
    2013: BHKW 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 660Ah Akku für BHKW

  • An alle !


    Es gibt schon länger einen Film auf YT wo vermutlich der gleiche Traktor mit einem Zusätzlichen Frontgewicht/Accu zu sehen ist.


    Dies wäre ja sowiso nötig damit man den Accu mit PV Strom laden kann. Bei Landmaschinen wäre ein Wechselaccu natürlich Pflicht und nur weil die Autoindustrie nicht Willens für so ein System ist muss dies ja in der Landwirtschaft nicht auch so sein. :?


    Und wenn der Schlepper autonom über den Acker fährt hat der Landwirt doch Zeit um die Accus im Wechsel zum Acker zu transportieren. Dann kann er unterwegs noch einen Kaffe trinken weil der Traktor ihm rechtzeitig eine APP schickt, daß er wieder frische Energie beenötigt. :wink:


    Und an alle Landwirte hier, der Wirkungsgrad eines e-Motors ist um einiges besser als der eines Diesels somit kann der Accu auch kleiner ausfallen.


    Außerdem muss man ja nicht gleich in der Königsklasse anfangen, denn dies sind die Schlepper die doch die Wenigsten Betriebsstunden im Jahr haben. -wenn aber der Pflegeschlepper der viel öfter zum düngen und spritzen und sonstige Fahrten viel mehr Betriebsstunden im Jahr macht, elektirsch fahren würde, wäre die Einsparung doch genau so groß.



    Bei selbstfahrenden Erntemaschinen wird es noch dauern denn diese haben inzwischen solche Größen erreicht, daß man da ein Kabel wie bei den Bergbaubaggern hinterherziehen müsste.



    Django

  • Dachssolar , ich glaube Klaus meint du solltest erstmal für deine Milch 1€ und nicht 0,3€ und
    für deine Schweine 5€/kg und nicht 1,6€/kg bekommen :D
    Auch du weißt dass es so nicht weitergeht, oder?
    Aber zum Thema, es gibt so viele Einsatzgebiete für "Stromer" in der Landwirtschaft! Wenn dann noch
    dort installierte große PV-Anlagen aus der garantierten Vergütung rausfallen braucht man am Akkupreis
    gar nicht mehr groß drehen. Müßte man sowieso nicht wenn fossile Energie das kosten würde was sie wert ist.
    lg,
    Philip

  • Ich nehme D: Det Trend zu immer größer, weiter, schneller hat auch vor der Landwirtschaft nicht halt gemacht. Inzwischen sind die Schlepper fast Hausgroß und haben Leistungsangaben von mehreren hundert PS. Welcher Landwirt soll sich das leisten können? Und wohin soll das führen? In meinen Augen zu einem immer größeren aussterben der kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe, hin zu Agrargenossenschaften und Lohnunternehmern. Und alle hetzen dem gleichen Problem hinterher und befinden sich in einem Teufwlskreislauf: Bedienung der Kredite zur Anschaffung der Monstermaschinen. Es entsteht Erzeugung von Lebensmitteln nach der Maxime: Quantität statt Qualität. Die großen fressen die kleinen.
    In meinen Augen eine traurige Entwicklung nach Vorbild der USA.

    9,87 kWp - 47 x Sanyo HIP-210NKHE1 - Süd+13° - SMA SB4000TL-20 - SMA SB5000TL-20
    0,2 kWp - Süd+13° - Victron Color Control GX - Victron MPPT 100/50 - BMV-700 - 24V 660 Ah - Axpert Voltronic GS 3K 3000VA Inverter

  • Zitat von Dachssolar

    Wie hätte es der Herr den gerne? will der Schlaumeier


    Hi.


    :mrgreen: Das liebe ich in diesem Forum... direkt in die Eier :mrgreen:


    Das sind Schlussfolgerungen... keine Wünsche... deshalb schrieb ich " je nach Sichtweise", und da hier keiner eine Glaskugel besitzt gehe ich von der im allgemeinen gültigen Zeitspanne bei Grundlagenforschung-Entwicklung-Marktreife u.s.w. aus.
    Das mag sich durch "beschleuniger" wie Hochleistungsrechner und bessere Vernetzung verkürzen, aber ein wirklicher phänomenaler Durchbruch der zu der hier im Thread geforderten Leistungsdichte bei Akkus führt ist IMHO nicht in naher Zukunft zu erwarten. Nichts anderes meinte ich mit a)


    zu b) ... wir brauchen hier wohl nicht eine Debatte über Sinn und/oder Unsinn westlicher Agrarwirtschaft zu führen, da halt ich mich schon lange raus. :mrgreen: Mir ging es dabei eher um die Tatsache das es, ohne Zeitspannen hin und herzurechnen , absehbar ist das der Treibstoff für diese Agrarwirtschaft, eben billiges Öl endlich ist. Was macht denn Deine Kalkulation wenn Du das doppelte für Deinen Energieeinsatz löhnen musst? Bei dem vom Handel den Verbrauchern eingeimpften "Geiz ist Geil" Denken und dem Profithunger der Lebensmittelbranche wird das mit dem weiterreichen der Kosten imho schwierig... :mrgreen:


    Wie sieht dann Plan b aus? Szenario... Treibstoffpreise ( oder Anforderungen an saubere Abgase... ) steigen, und alternative Antriebskonzepte sind mit der Maschinengröße oder dem Nutzungsverhalten (Einsatzzeiten, entfernung zur Lademöglichkeit..) nicht zu machen? Wie gehts dann weiter?

    Grüße,
    Klaus


    9,18 kWp 34xPlus SW 270 Mono, Symio 7.0.3M O/W 39°, 4,72 kWp 16xPlus SW 295 Mono, Symio Hybrid 4.0-3 s O 39°
    20,18m²/135VR SunExtreme HD SteamBack an 1500L W 39°
    Seit 05/16 Twizy, 2016er Zoe R210,

    Hyundai Kona 64 bestellt - warten bis 01/20 - jetzt doch schon 24.05.19 :danke:

  • Zitat von Dachssolar

    A: soll ich wieder Pferde oder Ochsen einspannen?


    B: soll ich im Herbst nicht drei Wochen á 14h ununterbrochen pflügen und säen - natürlich sind da Pausen drin durch das Wetter / Erntearbeiten usw. - aber ich fahre in der Zeit von Mitte September bis Mitte November alleine bei meinem großen Traktor über 300 Betriebsstunden auf den Zähler) sondern mit dem 35 PS Schlepper dann zwölf Wochen nonstop?


    C: will der Schlaumeier dann vielleicht die Arbeit in Variante B übernehmen weil ich dann vielleicht auch noch Zeit dafür hätte meine Tiere zu versorgen und meine Frau im Bett nicht so frieren muss wenn ich da auch mal wieder drin wäre...


    Wie immer diese Übertreibungen.


    Ich weis, daß du jetzt denkst was will denn der Klugscheisser der hat doch keine Ahnung.


    1. Hatten meine Eltern früher einen kleinen Nebenerwerbsbetrieb mit Kühen/MIlch, Schweinen und andere Kleine Nutztiere.
    Ich kann dir nur sagen daß in der Zeit ca. 1975- 1980 kurz bevor das Milchkontingent weingeführt wurde Wir Winters bei entsprechendem Eiweis und Fettgehalt über 0.8 DM/l Milch bekommen haben.


    dies würde heutzutage einem Preis von über 40 ct entsprechen ohne die Preissteigerungen/Inflation zu berücksichtigen.


    Ich bin vor ca. 25 Jahren Milchsammelwagen gefahren und habe auf einer Erzheugerversammlung die brisanteste aller Fragen gestellt, die sich aber nur von logischem Denken ergeben hat. Die Versammlung war um ca 22Uhr zu Ende.
    An nächsten Morgen um 7 Uhr hat mit mein Chef mitgeteilt, daß ich Hausverbot in der MIlchzentrale habe.
    => da haben Nachts einige Telefone geglüht weil die Geschäftspraktiken durchschaut und ausgesprochen waren.


    Was hat euch Landwirten denn euer Gigantismus und der Industrie nacheiferndes Handeln gebracht?


    N I C H T S !!!


    Ich kenne beide Seiten Landwirtschaft und Industrei. Ich versuche den Landwirten in meinem Bekanntenkreis schon über 30 Jahre klar zu machen, daß sie sich nicht an der Industrie orientieren können auch wenn die "Berate" dies ihnen immer vorbeten.
    Eine Kuh kann man nämlich nicht abschalten. eine Produktionsanlage kann ich abschalten und die Leute nach Hause schicken dann habe ich nur noch die laufenden Kreditkosten. Und wenn ich durch das Wetter wie dieses Jahr Ertragseinbusen habe dann sollte ich vorher ein Polster errwirtschaftet haben ansonsten bin ich heutzutage ganz schnell weg vom Fenster.


    Ich bin auch sicher, daß über 90% der Milchviehbauern gefangene Sklaven ihrer Betriebe sind weil sie sich durch die immer größeren Ställe so verschuldet habren, daß es nur zwei Wege gibt


    1. Immer weiter machen bis der Gerichtsvollzieher kommt
    2. Den Strick nehmen und dem ganzuen ein Ende bereiten.


    Ende nächstes Jahr haben wir dann die Zuckerrübenbauern die nach Hilfe schreien denn nächstes Jahr fällt wieder ein Kontingent so daß alle ganz viel Zuckerrüben anpflanzen werden und die Südzucker sich jetzt schon ins Fäustchen lacht wenn sie die Rübenpreise nach unten korrigieren kann wenn alle wieder im Unverstand anbauen ohne über den Tellerrand zu schauen.


    Django

  • Django
    Wo ist der "Gefällt mir"-Button!? ;-)

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  • So ein Käse, da ist nichts mit Gefällt mir Button.


    Zitat von django65


    Was hat euch Landwirten denn euer Gigantismus und der Industrie nacheiferndes Handeln gebracht?


    N I C H T S !!!
    Django


    Als ob da die Landwirte das Problem wären... Wir leben in einem Kapitalistischem, Marktorientierem System. Der "Gigantismus" ist einfach der Technische Fortschritt zusammen mit Marktwirtschaft. Dagegen kann kein Landwirt langfristig ankommen. Wer heute noch mit der Sense auf 3 Morgen sein Getreide erntet, welches dann das 10 fache Kostet kann eben auf Dauer nicht überleben.
    Das EINZIGE was er dagegen tun kann, er muss sich neue Märkte erschließen (Nieschen suchen) und diese dann bedienen. Angefangen von Direktvermarktung bis hin zu regionalem Bioanbau. Dazu brauchts aber auch genug Kunden damit es überhaupt zu einem Markt kommt. Nur Angebot ohne Nachfrage funktioniert halt nicht. Wenn heute alle Landwirte auf Bio umstellen würden wäre der Markt über Nacht kaputt da die Nachfrage dazu fehlt und alle Landwirte pleite. Und dann??


    Das Problem ist nicht der Landwirt, sondern unser Wirtschaftssystem und die Geiz ist Geil Mentalität der Verbraucher. Umso billiger umso besser. Täglich nen Kilo Schweinefleisch für 3,5€ fressen aber sich über "Gigantismus" aufm Acker aufregen. Da bekomm ich echt das kotzen! :evil:


    Btw braucht man heute wesentlich weniger Rohstoffe & Energie für 1kg Getreide als noch vor nen paar Jahrzehnten. Auch Biogetreide braucht hochgerechnet genauso viel Input, da man weniger Erntet.

  • Zitat von Wade

    Das Problem ist nicht der Landwirt, sondern unser Wirtschaftssystem und die Geiz ist Geil Mentalität der Verbraucher. Umso billiger umso besser. Täglich nen Kilo Schweinefleisch für 3,5€ fressen aber sich über "Gigantismus" aufm Acker aufregen. Da bekomm ich echt das kotzen! :evil:


    Ich gebe dir Recht, die Landwirte beugen sich dem System bzw. passen sich daran an oder sind quasi dazu gezwungen.
    Es ist aber nicht nur der Verbraucher an dieser Entwicklung Schuld, auch die gesamte Industrie und der Handel aufgrund von Gewinnmaximierung. Und hier sind wir dann wieder angelangt bei unserem kapitalistischen Wirtschaftssystem und dem Schuld- und Zinsgeldsystem.

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  • Das ganze nennt sich Fortschritt - ob man den nun will oder nicht:
    Die Arbeiter sind nach dem Krieg weg in die Industrie - der Bauer hat sich einen Traktor gekauft.
    Als der nächste Traktor dann die doppelte Leistung hatte, dann konnte der selbe Bauer plötzlich die doppelte Fläche in der gleichen Zeit bearbeiten - die Fläche kam vom Nachbarn, der meinte bei BMW mehr zu verdienen und verpachtet hat...
    Oder dessen Kinder lieber Ing. studiert haben und bei Fendt größere Traktoren gebaut haben - besser als Kühe melken... :mrgreen:


    Vereinfacht dargestellt - aber so in etwa war es oder ist es


    Wer zu den guten alten Zeiten zurück will, der soll dann einfach mal den Fortschritt aufhalten - aber nicht nur in Deutschland, sondern weltweit! Weil da dann nämlich die billigen Lebensmittel herkommen würden, die alles so gerne bei AL*I und LI*L kaufen. Andere Länder wollen uns nämlich Lebensmittel verkaufen, damit sie Devisen bekommen um die BMW / VW / Mercedes aus Deutschland dann bezahlen zu können, wo die ganzen Kinder der ehemaligen kleinen Landwirtsbetriebe heute als Arbeiter / Ingenieure arbeiten.


    Denkst Du, ich bin glücklich darüber, daß bei uns im Dorf immer weniger Bauern sind?
    Das hat Auswirkungen auf das ganze Gemeinschaftsleben / Vereine bis hin zur Einsatzbereitschaft der örtlichen Feuerwehr. Was hilft hier das neue Auto, wenn alle die es bedienen sollten viel weiter entfernt ihre Arbeitsplätze haben?


    Aber wir brauchen hier über dieses Thema nicht diskutieren, weil es nichts bringt!
    Viele haben ihre Kinderbuch Bauernhofidylle im Hinterkopf, kaufen Lebensmittel im Sonderangebot und schimpfen darüber weil es so wenig BIO-Bauern gibt!
    Und in diversen Foren wird dann über die Subventionen für die Landwirtschaft geschimpft - obwohl die BIO Schiene wesentlich höher subventioniert werden MUSS, damit diese überhaupt überlebensfähig ist - weniger Ertrag pro Fläche und wesentlich mehr Arbeitskraft je Produkteinheit.
    Gekauft wird dann BIO aus dem Supermarkt - ist nämlich billiger wie im Hofladen und das Angebot ist auch größer :twisten:


    Ach ja, noch was: gerade BIO braucht mehr Diesel (=Energie) je Hektar, weil jedes Unkraut mechanisch bekämpft werden muss und sind im übrigen oft sogar flächenmäßig besser ausgestattet als die "normalen" Landwirte.
    Aktuelle Beispiel:
    http://www.agrarheute.com/news…rm&utm_content=2016-12-07


    Aber was rede ich, Argumente haben in einer emotionalen Debatte sowieso keinen Sinn!
    Jeder der heute seine Gartenkresse auf der Fensterbank grün bekommt ist ja mittlerweile Experte für Landwirtschaft... :?

    2004: 127 Schott ASE 300 (285 W) + 60 Schott ASE 275 (275 W)
    2009: 107 Schott Poly 280W
    2010: 86 Schott Poly 290W + BHKW 5,5 kW
    2012: 274 Schott Poly Protect 180W + 166 Yingli Panda 265W mit EV
    2013: BHKW 5,3 kW
    2014: SMA SI 6.0H + 660Ah Akku für BHKW