PV Insel unterschiedliche ausrichtung

  • Hallo,


    Da ich hier neu bin, will ich mich einmal vorstellen. Ich bin 33, komme aus der nähe von Wien, bin von Beruf Schaltmeister für Hoch und Höchstspannung und interessiere mich seit längerem für die Photovoltaik.


    Ich habe mir über das letzte Jahr eine kleine aber feine PV Inselanlage in meinem EFH aufgebaut, die ich nun erweitern will.


    Folgende Daten Bestandsanlage


    2stk Offgridtec 250W Poly 36V Module in Serie verschaltet - Ausrichtung 120° West 45° Anstellwinkel (ja ich weis, alles andere als optimal :roll: )


    Victron MPPT 150/70 Laderegler (damals schon in Hinblick auf die Erweiterung)


    4 stk 200AH Banner Standbybull Akkus auf 2x24V verschaltet


    1 stk 2500W Pure Sine Inverter






    Nun will ich die Anlage um 4 Panele (selbe Type) erweitern, baulich kann ich 2 Paneele neben den bestehenden integrieren, 2 stk würde ich allerdings nach Süden montieren.


    alle 3x2 würden parallel im Verteiler unter dem Dach zusammengeschlossen werden und von dort mit einer gemeinsamen Leitung (2x10mm2) zum Laderegler geführt werden.


    Jeder Strang ist mit 15A (laut Berechnung) mit einer schnellen gPV Schmelzsicherung im Verteiler unter dem Dach abgesichert.


    nun hätte ich 2x2 module nach westen mit 1x2 Modulen nach Süden parallel auf einem MPPT Laderegler hängen (selbe Leitungslänge)


    Da sich die Spannungen nach Anbruch des Tagen nicht gravierend unterscheiden sollten sehe ich hier weniger das Problem, aber wie schaut es im fehlerfall aus? Einerseits habe ich ja auch die Strangsicherungen verbaut, aber meiner Meinung nach würde es nicht schaden, in den einzelnen Strängen Dioden (P2000M-DIO Diode rectifying 1kV 20A 100A 1.5us P600) zu verbauen (die Verluste in diesem Fall würde ich in kauf nehmen, das diese Insel nur als Backup verwendet wird).


    Wäre toll wenn ihr mir hier weiter helfen könntet..

  • Zitat von teslason


    Da sich die Spannungen nach Anbruch des Tagen nicht gravierend unterscheiden sollten sehe ich hier weniger das Problem, aber wie schaut es im fehlerfall aus? Einerseits habe ich ja auch die Strangsicherungen verbaut, aber meiner Meinung nach würde es nicht schaden, in den einzelnen Strängen Dioden (P2000M-DIO Diode rectifying 1kV 20A 100A 1.5us P600) zu verbauen (die Verluste in diesem Fall würde ich in kauf nehmen, das diese Insel nur als Backup verwendet wird).


    Hallo teslason,


    willkommen im Forum. Dioden wären hilfreich, wenn ein Fehler auftritt, die Sicherung nicht auslöst, die Anlage ausfällt, und lange Zeit nicht beobachtet wird.
    Ein gängiges Schadensereignis durch Überspannung ist, dass die Dioden in den Anschlussdosen der Module durchschlagen.
    Dabei können die Strangdioden auch durchschlagen, und wirkungslos werden. Normalerweise reichen Sicherungen.
    Ich hab weder Dioden noch Sicherungen. Die Leitungen hier können einen Kurzschluss aushalten.


    MfG Georg

  • Danke für deine Antwort.


    Im Kurzschlussfall würden laut meinen Berechnungen auch meine Leitungen das ohne weiteres verkraften, aber ich denke hier mehr in Richtung Brandschutz...


    Das mit dem Überwachen ist auch kein Problem, ich schau eigentlich jeden Tag drüber wenn ich heim komm (neben Garagenplatz. An der eingespeisten Leistung sollte sich laut den Erfahrungswerten gut ablesen lassen, wann eine Sicherung/Diode gegangen ist..


    Hat von euch noch wer eine Insel in ähnlicher Konfiguration mit gPV und Dioden und Erfahrungswerte?

    Paneele: 6x Offgridtec 250W
    Laderegler: Victron MPPT 150/70,
    Akkus: AGM Banner Standbybull 10,5 kWh

  • Hat sonst keiner Erfahrungen im Einsatz von Dioden bei unterschiedlicher Ausrichtung auf einem MPPT Laderegler???

    Paneele: 6x Offgridtec 250W
    Laderegler: Victron MPPT 150/70,
    Akkus: AGM Banner Standbybull 10,5 kWh

  • Keiner eine Meinung dazu?


    Admin, wäre toll das ins Inselforum zu verschieben, ich glaube dort passts besser hin ;-) thx

    Paneele: 6x Offgridtec 250W
    Laderegler: Victron MPPT 150/70,
    Akkus: AGM Banner Standbybull 10,5 kWh

  • Keine Erfahrung, aber eine fundierte Meinung. Die Parallelschaltung mit unterschiedlicher Ausrichtung macht keine Probleme und da du einen MPPT-Laderegler hast wird der auch den optimalen gemeinsamen Arbeitspunkt finden. Wenn man mehr als zwei Stränge hat, dann setzt man eine Diode in jeden Strang, damit sich nicht zwei Stränge gegen einen defekten Strang verbünden können. Die Sicherungen wären jedoch auch schon hinreichend, wenn die auf ungefähr 1,5 * Kurzschlussstrom ausgelegt sind. Viele verzichten auf beide Maßnahmen, denn eine Brandgefahr besteht nicht wirklich, denn Panele sind Heizstrahler mit sehr großer Oberfläche, die jedoch nur unter 20% der aufgenommenen Strahlungsleistung in elektrische Energie umsetzen; bei deiner Anlagengröße besteht somit keine Gefahr, zumal der ´Untergrund´ aus soliden Ziegeln besteht.

    Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann (Francis Picabia)

  • Hallo,


    Ich habe 8 Stränge je 3 Module (60Zeller) in Reihe
    Je 4 Stränge auf einen Outback 80 Flex
    Ausgerichtet in allen Himmelsrichtungen
    Jeder Strang ist mit einer 12A Sicherung abgesichert
    Alles gut, und noch nie eine geflogen
    Am Anfang hatte ich auch Dioden genommen, die wurden mir aber zu warm
    Und was warm wird verbrennt Leistung, und das wollen wir ja alle nicht :mrgreen:


    Gruß Mike

    3 x MultiPlus2

    6 x SmartSolar 150/35

    32 x 280Ah Lifepo4 EVE


    Ich habe ein MultiPlus 48V5000, BMV600 und eine Venus GX über.

  • Vielen Dank für die Rückmeldungen, da bin ich ehrlich gesagt gleich beruhigter.


    Ich glaube ich werde auch bei der Variante ohne Dioden, dafür mit Strangsicherungen bleiben. Es wiederstrebt mir ja auch irgendwie, das ganze wieder ineffizienter mittels Diode zu bauen. Wenn die Anlage schon nicht groß ist, kommts auf jedes Watt Leistung an.. :lol:

    Paneele: 6x Offgridtec 250W
    Laderegler: Victron MPPT 150/70,
    Akkus: AGM Banner Standbybull 10,5 kWh