Mieterstrom - Smart Grid

  • Hallo,


    Ich stelle mir gerade die Frage wie die Stromversorgung bei Mieterstrom funtioniert.
    Folgender Use Case:


    Ein Wohnhaus mit x Einheiten - am Dach des Hauses steht ein Solar Panel - dies soll die Versorgung für die Parteien sicherstellen. Wenn zu wenig produziert wird dann wird der Strom vom Energie Versorger bezogen.


    Fragen zu Mieterstrom:
    1.) Wie viele "Stromversorgungskabeln" gehen dann bei jedem Haushalt hinein? Es müssen doch 2 sein oder?
    1 vom internen Strom vom Solar Panel und
    1 vom externen Energie Provider


    2.) Wenn 2 Kabeln hinein gehen - wie werden diese Balanciert? Ein Steuergerät muss diese beiden doch ausgleichen oder?



    Thx

  • mir fallen da spontan nur zwei Möglichkeiten ein,
    die eine wäre, jeder Mieter hat sein eigenes Solarmodul(e) (ähnlich wie bei den Balkonanlagen)
    oder die PV Anlage versorgt den Allgemeinstrom und macht Warmwasser im Sommer.

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Zitat von wiss1616

    2.) Wenn 2 Kabeln hinein gehen - wie werden diese Balanciert? Ein Steuergerät muss diese beiden doch ausgleichen oder?


    :ironie: schon mal was von einer Mischbatterie gehört ?

    Alle sagten das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hats einfach gemacht.

  • Im Endeffekt bleibt nur übrig, einen zentralen Stromanschluss, an den auch die Solaranlage angeschlossen wird (ein einziges Panel wird nichtmal eine Partei versorgen) und dann für die einzelnen Parteien einen Unterstromzähler verwenden....
    Musst Du halt die ganze Abrechnung machen und die Parteien können nicht mehr einen eigenen Stromtarif wählen....


    Stefan

  • Zitat von klaus24V

    :ironie: schon mal was von einer Mischbatterie gehört ?


    Erzähl dem TS nicht so einen Blödsinn wenn du keine Ahnung hast..... :evil:


    wiss1616:
    Strom geht immer den kürzesten Weg, folglich wird erst der selbsterzeugte Strom von der PV-Anlage genutzt. Reicht das nicht aus wird die fehlende Menge aus dem Netz ergänzt. Es muss also nichts "balanciert" werden, folglich ist auch kein Steuergerät nötig.
    Lediglich die Zählerschaltung muss den Verhältnissen angepasst werden um dem Vermieter die Berechnung des bezogenen PV-Anlagenstroms und des Bezugsstroms aus dem Netz getrennt für jeden Mieter zu ermöglichen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Vielen Dank für die Antwort



    @smoker
    danke für die Antwort
    angenommen es wäre wirklich ein riesiges Panel und versorgt somit einige Parteien.
    Dann habe ich einen Smart Meter in jedem Haushalt um zu ermitteln wie viel jeder benötigt hat.
    Aber ich muss doch sicherstellen dass er auch den Strom bekommt also muss doch irgendwo ein Kabel beim Haushalt reingehen oder? Sonst bezieht er ja erst wieder alles vom Externen Provider und der Strom vom Solar wird nie abgenommen.

  • Zitat von wiss1616


    Aber ich muss doch sicherstellen dass er auch den Strom bekommt also muss doch irgendwo ein Kabel beim Haushalt reingehen oder? Sonst bezieht er ja erst wieder alles vom Externen Provider und der Strom vom Solar wird nie abgenommen.


    Natürlich geht da "irgendwo ein Kabel beim Haushalt rein" :wink:
    Die Solaranlage speisst aber immer hinter dem Bezugsstromzähler ein, sodaß immer erst der selbsterzeugte Strom verbraucht wird.


    Mieterstrom über eine gemeinsame PV-Anlage ist ja noch relativ neu. Daher ist mir persönlich auch noch keine offizielle Zählerschaltung eines Netzbetreibers bekannt wie da genau gemessen wird. Es sind aber mehrere Varianten denkbar, wäre schön wenn hier ein Solateur der sowas schonmal umgesetzt hat eine zulässige Schaltung einstellen könnte.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Zitat von Elektron

    Seite 14: https://www.pv-mieterstrom.de/…Financing_Mieterstrom.pdf
    Gibt es ein Zählkonzept für Mieterstrom.


    Danke, so in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt.
    Grundsätzlich ist das ja nichts anderes als die normale Überschußeinspeisung, bei der hier allerdings der "Direktverbrauch" nicht mehr einem bestimmten Abnehmer zugeordnet werden kann sondern nur für alle Abnehmer gemeinsam ermittelbar ist.


    Interessant wird`s wenn die Messung so erfolgen soll wie in Abb. 11 auf Seite 16 dargestellt :wink:
    Kennt jemand für sowas konkrete Schaltungsbeispiele, denn mit dem o.a. Zählerkonzept kann ja niemand eine so detailierte Abrechnung erstellen wie auf Seite 17 Abb. 12 dargestellt :?:


    EDIT:
    In o.a. Mieterstrom-Summenzählerkonzept hat sich anscheinend ein kleiner Fehler eingeschlichen.
    Die Pfeile der Bezugsstromzähler der einzelnen Mieter zeigen in die falsche Richtung :wink:


    Strenggenommen müsste der Zähler des einen "Marktkunden" auch vor dem Zweirichtungszähler angeschlossen sein. So wie es jetzt dargestellt ist bekommt der Marktkunde ebenfalls "Direktverbrauch" von der PV-Anlage ohne daß dieser vorher über den Zweirichtungszähler eingespeisst und gezählt wurde :wink:

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

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