Vorplanung für knapp 10kWp

  • Hallo liebes Forum
    Zuerst ein großes Kompliment an das Forum, das eine gute Quelle für Informationen ist. Ich bin neu hier und habe versucht mich an Hand des Forums und anderer Homepages in die PV-Materie einzuarbeiten.
    Ich würde, nachdem ich um die Jahrtausendwende bereits in Solarthermie investiert habe, gern in die PV investieren. Dazu möchte ich, bevor ich mir Angebote einhole, einige Fragen vorab klären.


    Ausgangsbedingungen:
    Motivation: Rendite ca. 5% über 20 Jahre, Energiewende unterstützen, Autarkie - später


    Verbrauch:


    ca. 7.000kWh/anno, hohe Grundlasten durch Aquarium, Pumpe für Bachlauf und EDV. Hoher Tagesverbrauch am frühen Nachmittag. Ich denke, damit werde ich einen relativ hohen prozentualen EV haben. Die Position der roten Verbrauchsanteile kann ich zeitlich einigermaßen frei bestimmen; den Rest ohne Komforteinbußen eher nicht.

    Das Dach:



    PLZ: 30890
    Neigung: 45°, Betonstein, keine Aufdachdämmung, keine Antennen aber Solarthermieröhren
    Ausrichtung: Süd.
    Die Büsche und Bäume (im Osten) auf meinem Grundstück bzw. dem des Nachbarn werden gekürzt, bzw. sowieso gefällt. Insoweit keine Beschattung.
    Die Dachfläche ist groß genug um mit 300Wp Modulen bis kurz unter die 10kWp Grenze zu kommen, ohne dabei den Platz rechts oder oberhalb der Solarthermie zu nutzen. Ich möchte gern eher ein schwarzes als ein blaues Dach, daher vermutlich eher monokristalline Module. Ich werde dann wohl 2 Strings benötigen für 30 senkrecht angeordnete Module (9000Wp) oder 33 waagerecht (9900Wp).
    Später möchte ich, bei weiter gefallen Preisen, evtl. in einen Speicher investieren.



    Es gibt einen Versorgungsschacht vom Dach in den Keller. Der dortige Verteilerkasten hat noch recht viel Luft für weitere Zähler u.a.
    Nun zu meinen Fragen:
    1. 70% Regel weich oder hart?
    2. Wie groß sollte bei 70% weich der Wechselrichter ausgelegt sein?
    3. Wechselrichter lieber auf dem Boden oder in den Keller?
    4. Wechselrichter auswählen, der bereits für DC-Akkukopplung geeignet ist? (dann Installation im Keller)
    5. Feuerwehrschalter, DC-Freischalter – wenn ja wo installieren (Keller, Boden, Außen)?
    6. Wenn ich auf die Solarthermie verzichten würde (Demontage), könnte ich mit 40 x 300Wp Modulen bis auf 12.000Wp kommen. Ab wieviel kWp installierter Leistung ist ein Überschreiten der 10kWp Grenze sinnvoll?
    7. Ich könnte ohne Änderung der Solarthermie noch 3 weitere Module installieren (2 rechts und eines oberhalb der Solarthermie)also insgesamt 36. Würde es Sinn machen diese mit zu installieren und dann nach 12 Monaten in Betrieb zu nehmen um im ersten Anlauf die 10kWp nicht zu überschreiten? Ich könnte in diesem zweiten Schritt eventuell auf dem Carport weitere 2.4kWp unterbringen. Dort wäre aber mit nicht unerheblichen Verschattungen durch die Häuser, je nach Jahreszeit zu rechnen.
    8. Wieviel Luft zwischen den Modulen muss ich für die Halterungen einrechnen? Oder wird direkt durch Montagelöchern in den Modulrahmen auf die Halteschienen montiert?
    9. Was muss ich grob an Montagematerial/Modul für die Kalkulation ansetzen?
    10. Ist es sinnvoll die größeren ca. 2mx1m Module zu installieren? Wird dadurch spürbar der Montageaufwand reduziert?
    11. Welcher Nettogesamtpreis pro kWp bei all incl. (bei knapp 10kWp) wäre realistisch?
    12. Inbetriebnahme: vermutlich zunächst die neuen Preise für die Einspeisevergütung im Febr. (oder April) 2017 abwarten?


    Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten
    Bernd

  • 1. ungedingt 70 weich, schon wg. der Verbrauchsvisualisierung und der Erhöhung des Eigenverbrauchs
    2. Bei Fronius würde man den 8,2er nehmen, dann ist rund 1 kW für 70-weich zur Verfügung, das reicht aus
    3. WR in den Keller, je kühler, desto besser für die Elektronik
    4. Macht keinen Sinn, der Markt entwickelt sich viel zu schnell, in 5 Jahren können die jetzigen Geräte schon lange wieder inkomplatibel sein
    5. Braucht es nicht bei 10 kWp
    6. ST würde ich nicht demontieren, eine funktionierende Anlage, die ja auch mal Geld gekoset hat, abzubauen, ist Unfug. Bringt bei dem Dach, da eh groß und unverschattet ist und 10kWp hergibt, auch keine Verbesserung
    7. Bei 36 würde ich trotzdem unter 10 kWp bleiben und dafür schwächere Module nehmen, das verringert den Preis je kWp
    8. die Module werden durch Halteklammern gehalten, das bedingt 2 cm Luft zwischen den Modulen
    9. keine Ahnung, das macht der Solateur
    10. Sind mittlerweile eher exotisch im Hausbereich, Standard sind die 60-Zeller mit 1x1,6m, ohne Not würde ich dabei auch bleiben
    11. So zwischen 1200 und 1300 EUR, max. 1400 (bei sehr hochwertigen Komponenten) netto je kWp
    12. Ich würde wahrscheinlich bis April warten, um die eventuell steigende Vergütung mitzunehmen, aber zumindest bis Februar

  • Hallo Passra


    Besten Dank für die schnelle Antwort.


    zu 7) Das hat mich jetzt ehrlich überrascht, aber ich kann es nachvollziehen. :danke:


    zu 12) Ich habe mir vor ca. 4 Wochen eine Excelkalkulation erstellt; für die Amortisationszeit von verschiedenen Modulen. Dabei kann ich fast einmal pro Woche den einen oder anderen Modulpreis nach unten korrigieren. Ich denke da warte ich wirklich noch bis zum Februar mit einer konkreten Anfrage. Ich glaube das nennt man nun wirklich Deflation...


    Schöne Grüße


    Bernd