PV-Anlage Abschlagsrechnung 2016 Endrechnung 2017

  • Hallo,


    Aufgrund einiger Schwierigkeiten, kann unsere PV-Anlage erst im Januar evtl.
    Februar 2017 in Betrieb genommen werden.


    Bisher wurden 2 Abschlagsrechnung über 95% der Kosten der PV-Anlage 2016
    bezahlt. Die Vorsteuer der Rechnungen wurden mir vom FA erstattet.


    Die noch ausstehen 5% der Anlagen werden erst mit Inbetriebnahme fällig. Das heist
    für mich 2017.


    Was muß ich bei der Steuer machten. Zählt für die Abschreibung der PV-Anlage die Endgültige Rechnung oder
    die Abschlagsrechnungen?


    Für mich ist das Neuland. Zur Unterstützung benutze ich das aktuelle "PV-Steuer" Programm.


    Danke für die Unterstützung
    Lutz

  • Zitat von Lutz_GOE

    Aufgrund einiger Schwierigkeiten, kann unsere PV-Anlage erst im Januar evtl.
    Februar 2017 in Betrieb genommen werden.


    Hoffentlich dauern die Schwierigkeiten in deinem Sinne bis Anfang Februar!


    Zitat von Lutz_GOE

    Die noch ausstehen 5% der Anlagen werden erst mit Inbetriebnahme fällig. Das heist
    für mich 2017.


    Was muß ich bei der Steuer machten. Zählt für die Abschreibung der PV-Anlage die Endgültige Rechnung oder
    die Abschlagsrechnungen?


    Üblicherweise beginnt die Abschreibung in dem Zeitpunkt, an dem Nutzen und Lasten auf dich übergehen bzw. an dem die PV-Anlage in deinem Unternehmen genutzt werden kann. Ich habe es jetzt so verstanden, dass die Anlage noch nicht fertiggestellt ist und für dich nutzbar ist; also wird sie auch noch nicht abgeschrieben. Wenn das erst in 2017 der Fall sein wird, dann wird auch erstmalig in 2017 abgeschrieben. Der Inbetriebnahmezeitpunkt sollte da maßgeblich sein.
    Eigentlich bildet die Schlussrechnung die Basis für die Abschreibung, denn dort sollten die gesamten Leistungen und Kosten auftauchen (und am Ende werden nur die bereits erhaltenen Zahlungen abgezogen, um den Zahlbetrag zu ermitteln). Falls dort jedoch nur der Leistungszuwachs in Rechnung gestellt wird (z.B. "5% laut Vereinbarung im Kaufvertrag vom....."), dann musst du halt Abschläge und Schlusszahlung addieren.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Bento! :danke:


    Du hast mich absolut richtig verstanden. Noch ist die Anlage für mich
    nicht nutzbar.


    Also wird erst ab 2017 die Anlage abgeschrieben.


    Gibt es einen Grund, die Anlage erst im Februar 2017 in
    Betrieb zu nehmen? :)


    Nochmals Vielen Dank, Du hast mir sehr geholfen!


    Lutz

  • Ich habe mich auch gerade mit diesem Thema beschäftigt.


    Ich verstehe es so:
    - laut Wikipedia: Afa / Beginn und Ende der AfA, beginnt die Abschreibung mit dem Kalendermonat der Anschaffung oder Herstellung,
    - die Anschaffung definiert sich durch den Eigentumsübergang und
    - Eigentümer an der Anlage wird man laut AGBs meines Solateurs nach Begleichung aller Forderungen gegenüber des Solateurs.


    Das liest sich für mich wie Beginn der Abschreibung mit der Schlussrechnung.

  • Zitat von vuffiraa

    Das liest sich für mich wie Beginn der Abschreibung mit der Schlussrechnung.


    Dazu hat der Forums-Steuer-Pabst kpr mal Folgendes geschrieben:

    Zitat von kpr

    Kleines Beispiel:
    Anlage wird am 31.12.01 in fix und fertiger Arbeit montiert, angeschlossen, in Betrieb genommen und abgenommen.
    Auf der Heimfahrt wird der Solarteur vom Panzer überrollt. Nach 2 Jahren hat die 12-köpfige Erbengemeinschaft die Verhältnisse geordnet und schickt die Schlussrechnung.
    Kämst Du auf die Idee, die Anlage nicht abzuschreiben?????? Wohl kaum. Hoffentlich.


    Das ist aber oft die Diskusson um des Kaisers Bart, da vermutlich bei 90% der Anlagen der Inbetriebnahmezeitpunkt und die Begleichung der Schlussrechnung nicht allzu weit auseinander liegen dürften.


    Allerdings:
    Bei Inbetriebnahme am 31.12.2016 und Begleichung der Schlussrechnung am 02.01.2017 würde ich die Abschreibung in 2016 mit 1/12 beginnen. Selbst wenn das FA dann irgendwann mal anderer Meinung sein sollte und meckert, dann hätte ich zumindest nicht die 1/12 verschenkt, denn sie würden ja hinten dran gehangen. Umgekehrt könnte man die 1/12 jedoch eventuell nicht mehr nachträglich als Betriebsausgabe geltend machen.

    Viele Grüße

    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)


  • Das ist ja ein schönes Beispiel, da kann man nur hoffen, dass der Solateur nicht als Einzelperson unterwegs ist, sondern als Firma... aber egal, den Punkt habe ich verstanden.


    Im Moment reden wir doch aber vom Beginn der Abschreibung vor Inbetriebnahme, da erst im Februar angemeldet wird. So plane ich es für mich, da ich wohl schon eher Eigentümer der Anlage sein werde.

  • Zitat von vuffiraa

    Im Moment reden wir doch aber vom Beginn der Abschreibung vor Inbetriebnahme, da erst im Februar angemeldet wird. So plane ich es für mich, da ich wohl schon eher Eigentümer der Anlage sein werde.


    Du sprichst jetzt von deinem Fall?


    Ich denke, wenn die Anlage fertiggestellt und übergeben ist und nur noch zum Zeitpunkt x eingeschaltet werden muss, dann beginnt die Abschreibung zum Zeitpunkt der Fertigstellung:

  • Zitat von Bento

    Du sprichst jetzt von deinem Fall?


    Ja, wobei ich hoffe, dass das auch dem Threadersteller hilft.


    Meine Anlage muss ich erst nach Inbetriebnahme bezahlen, der Solateur hat da aber ein Sternchen dran, mit der Erklärung: "Inbetriebnahme bedeutet, dass die Anlage komplett installiert wurde und auf Funktionstüchtigkeit ihrerseits geprüft wurde (entweder in Verbund mit dem Wechselrichter oder durch Messung der Strings). NICHT die Abnahme/Inbetriebnahme durch den Energieversorger."


    Ich bin der Meinung, dass die Anlage damit auch theoretisch nutzbar wäre, sie erzeugt Strom. Ob das auch unter Wirtschaftlichkeit fällt, weiß ich nicht, tendiere aber zu ja. Damit sind wir wieder bei der Abschreibung ab Eigentumsübergang.