EEG-Förderung oder Stromsteuerbefreiung

  • Hallo Gemeinde,


    ich habe mich mit rechtlichen Änderungen bei meiner PV Anlage nicht mehr weiter befasst, seit sie abgenommen und ans Netz gegangen ist. Grundsätzlich bin ich davon ausgegangen, dass ich mit Errichtung im Jahr 2011 einen rechtlichen Rahmen hatte, der sodann auch Gültigkeit behält.


    Nun habe ich - nachdem mir die OVAG ein nettes und unverständliches Schreiben übersandt hat - mit dem Thema des Verlustes der EEG-Förderung bei Inanspruchnahme der Stromsteuerbefreiung gem. § 9 Abs. 1 Nr .1 oder 3 Stromsteuergesetz befasst. Hier im Forum gibt es auch zwei Threats, die sich mit dem Thema befassen, Tenor dort war --> Keine Panik... betrifft die meisten Anlagenbetreiber ohnehin nicht.


    Da ich der OVAG aber mit meiner Unterschrift bestätigen soll, dass ich keine Stromsteuerbefreiung in Anspruch nehme, möchte ich vorher genau wissen, wofür ich da eigentlich unterschreibe. Einen Rechtsanwalt mit der Prüfung beauftragen mag ich ehrlich gesagt nicht. Darum schildere ich hier mal kurz die Rahmenbedingungen und mein Problem:


    - PV-Anlage mit Eigenverbrauch max. 13.5 kWp
    - Vertraglich speise ich 100% des Stromes in das Netz der OVAG ein und erhalte hierfür eine Vergütung von 28,74 Cent/kWh
    - etwa 20% des erzeugten Stroms verbrauche ich selbst, dieser wird mir von der OVAG "zurückgeliefert", hierfür zahle ich letztlich einen Preis von 16,38 Cent/kWh (28,74 abzüglich 12,36).
    - im Ergebnis habe ich also z.B. 10.000 kWh produziert, bekomme für 8.000 kWh je 28,74 Cent und für 2.000 kWh je 12,36 Cent


    Bis hierhin stimmt hoffentlich noch alles?! Die Abrechnungen die ich seit 6 Jahren bekomme sehen zumindest immer so oder so ähnlich aus..


    Meine Frage ist jetzt, habe ich irgendetwas mit "Stromsteuer" am Hut? Ein Fall des § 9 Abs. 1 Nr. 1 bin ich denke ich nicht (nur EE-Strom im Netz der OVAG wäre mir zumindest neu), u.U. bin ich aber ein Fall des § 9 Abs. 1 Nr. 3 a, denn ich "entnehme" ja tatsächlich Strom aus meiner eigenen Anlage zum Selbstverbrauch. Nur abrechnungstechnisch bin ich doch so gestellt, dass ich sämtlichen produzierten Strom an die OVAG liefere und zur Abrechnung des Eigenverbrauchs unterstellt wird, die OVAG liefert mir den Strom vergünstigt zurück? Rein technisch beziehe ich den Strom doch direkt von meinem Dach, oder nicht?


    Je öfter, länger und intensiver ich mich mit diesen unsäglichen Gesetzestexten und den Kommentaren zum Thema auseinander setze, umso unsicherer werde ich leider.


    Eigentlich wäre ich zufrieden, wenn mir jemand mit Ahnung von der Materie hier nur rein schreibt, bei meiner Anlage und der von mir "gewählten" vertraglichen Gestaltung mit unserem Netzbetreiber bin stromsteuerbefreit (bezüglich des Eigenverbrauchs) oder nicht. Denn das kann ich auf keiner Abrechnung, keiner Erläuterung und in keinem Vertrag herauslesen.


    Ich selbst glaube hoffe, dass ich keiner Stromsteuerbefreiung unterliege und ich das Schreiben der OVAG (s.o.) bedenkenlos unterschreiben kann. Aber besser man fragt nochmals Leute, die sich intensiver mit der Materie auseinander gesetzt haben..


    Danke schon vorab für Eure Antworten. Und Sorry vorab, wenn ich die Antwort auf meine Frage im Forum schlich überlesen habe.


    Thx

  • Moin,


    betrifft uns eigentlich nicht mit kleinen EFH Anlagen.
    Bemüh mal die Suchen Funktion - da gab es mal 'nen Thread drüber.
    Ich habe mein Schreiben schon an den VNB zurückgesandt.


    Gruß
    MBiker_Surfer

    Gruß
    MBiker_Surfer


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