E3/DC Zero-Programm

  • Hi,


    hat schon mal jemand von dem E3/DC Zero-Tarif/Programm gehört und kann mir erläutern, was sich dahinter
    verbirgt?
    Auf der Homepage ist das zwar anhand eines Beispiels erklärt, aber so ganz erschließt sich mir das Projekt noch nicht.
    http://www.e3dc.com/produkte/zero/


    Danke.


    Gruß


    Frozen

    37x Solarwatt 265W Blue 60P
    9,62kWp mit E3/DC S10 9,2kW Speicher
    Feinwerk BWWP TopAir 270

  • Hat dazu schon jemand angebotsnterlagen angefordert?
    Ich trau mich nicht, mich hat sonnenbatterie ja schon wochenlang mit anrufen + werbemails genervt....


    Wir überlegen es uns sehr stark für unsere Mutter für einen Neubau einen batteriespeicher mit einzusetzen.
    Schade das immer keine harten zahlen genannt werden.... Damit man sich das einfach durchrechnen kann....
    Was macht man bei einem Neubau. Stromverbrauch ist das ja immer nur ne Schätzung. + Die jeweils Heizung... ..


    Ist das dann ein Stromanbieter ? Die.h. man zahlt an e3dc bzw. Deren Partner eine mtl. Grundgebühr und anhand der Zähler wird abgeglichen + abgerechnet....?

    - PV-Module: Winaico 300Wp Full Black + Winaico 275Wp => Gesamt 9,85kWp

    - Wechselrichter: Fronius Symo 8.2

    - Heizung: Panasonic Heisha Luft-WP + HeishaMon

    - Stromzähler: commetering Zähler (Discovergy)

    - smarten Stromanbieter: Tibber

    Mit diesem Link erhaltet Ihr als Neukunde + ich jeweils einen Gutschein über 50€ bei Tibber, für den Smarthome Shop von Tibber.... dort gibt es einige smarte Dinge (Z-wave/ZigBee/Wifi/Wallbox/Carsharing/uvm.)

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  • Also wenn ich das Prospekt richtig verstehe, dann geht es bei zero "nur" darum, dass der eingekaufte Strom aus Wasserkraftwerken rechnerisch beigesteuert wird, und das zu kosten von 10% weniger als der örtliche Grundversorger. Klingt für mich jetzt nicht besonders interessant :-/
    Ansonsten steht da ja nichts, weil die gehen ja davon aus, dass du eine PV anlage mit Speicher hast, so dass du eine bestimmte autarkiequote und eine bestimmte Einspeisung hast. Das "Zero" scheint für mich tatsächlich nur soetwas wie ein "EVU wechsel" zu sein

  • Servus
    Ich interessiere mich auch für den Zero Tarif, sowie eine E3DC Anlage.
    Im Webinare auf der PV Magazine Seite haben Herr PippenbrinK E3Dc, Fronius, Sonnen und Senec Ihre Produkte vorgestellt.
    Für mich war es auch nicht 100% erkenntlich wies es gemeint war, nur Herr Pippenbrinck sagte das Strom der nicht gebraucht "eingefroren" wird un im Winter verwendet werden kann.
    Also wenn ich 6000 kW/h produziere und nur 2000 im Sommer benötige kann der Rest durch die Zero Cloud im Winter verwendet werden. Hat das so auch schon jemand gehört?


    Meine jetzige Ausgangslage ist so:
    Wir benötigen 2000 kW/h HH Strom un ca 6000 kW/h Wärmepumpen Strom.
    Wir haben zwei Zähler, einer mit HT/NT Tarif.


    Meine Überlegung wäre jetzt eine E3DC mini, mit 4,6 kW/h Speicher zu nehmen, leider passt nur ca 7 kW aufs Dach.
    Kosten 16000 Netto alles inklusive und dann die Zero zu nutzen um eine Wirtschaftlichkeit zu erhalten.


    Sind diese Gedanken aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar?

  • Für mich persönlich nimmt das ganze Thema immer undurchsichtigere Züge an. Wie lange ist eine garantierte Laufzeit? Wie sehr kann man sich darauf verlassen? Ist noch gar nicht so lange her, wo die Interessenten gefragt haben woher sie denn wissen sollen wie lange das Modul hält und wer dann für die Garantie in 15 Jahren einstünde.


    Ich würde eine Betrachtung der Investition immer ohne solchen Versprechen machen.

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


    elektrisch Mobil - TESLA Model S85 2013 bis 2017, seit Juni 2017 MX100D. - Tesla Roadster 2.5 seit Juni 2011 - BMW i3 seit Dezember 2013 - Renault ZOE seit September 2014

  • ... wenn ich das richtig verstanden haben, wird der Überschuss virtuelle/bilanziell erfasst und im Winter kann das dann aus einem Pumspeicherwerk wieder genutzt werden. Also wenn man im Jahr 3500kwh verbraucht und 4000kwh produziert, hat man bilanziell eine 0 stehen. Allerdings soll das für Low sein??


    Gruß
    Markus

  • Für mich ist das ein Speicherkauf mit Wechsel des Meßstellenbetreibers und Stromversorgers um am Ende auf (mindestens) plusminus Null rauszukommen.
    Wo in der Kombination ein Vorteil für den Kunden liegen soll, sehe ich nicht. Das kann man auch selbst einzeln (und beim Stromversorger vermutlich sogar günstiger) realisieren und dürfte bei den meisten Betreibern so laufen.
    Daß, wie bei fast all diesen Angeboten, Steuern nicht mal erwähnt werden (jedenfalls im Prospekt, ein Angebot werde ich mir nciht machen lassen), gefällt mir nicht.

  • Guten Tag,
    bin gerade in meinem E3DC Portal auf diesen neuen Marker "Zero" gestoßen und habe mich mal informieren wollen.
    Die Webseite von E3DC ist wie üblich wenig aussagekräftig. Nehme Bezug auf: http://www.e3dc.com/produkte/zero/
    Viel schönes Gedöns, aber keine ausführlich erklärenden Aussagen für die folgende Versprechen:
    - 10% günstiger als der Örtliche Grundversorger
    - kostenneutral Stromversorgung, auf 20 Jahre
    - CO2 frei


    Ich habe folgendes Youtube Video gefunden in dem der Chef das näher erläutert: https://www.youtube.com/watch?v=ZTwNBDxqvzU
    Ich muss sagen auch hierin ist es teils umständlich erklärt, denke aber das dies so sein muss, um zu verschleiern das E3DC hier im Endeffekt nur als weiterer Stromkonzern auftritt.
    Wie der Gedanke an sich funktioniert wird ab 4:20 erklärt.


    Er führt auf wenn man 130% seines eigenen Strombedarfs erzeugt (aufs Jahr gesehen), dann erreicht man eine Eigenversorgungsquote von 70%.
    Dies bedeutet das man die anderen 60% zum Einspeisen übrig hat und hierfür die EEG Vergütung erhält.
    Mit dieser EEG Vergütung finanziert man die 30% welche man zur Eigenversorgung benötigt.
    So kommt man an 20 Jahre kostenneutralen Strom.
    (Auch nachzulesen im Rechenbeispiel des Flyers: http://www.e3dc.com/fileadmin/…stallateure/E3DC_ZERO.pdf )


    Das kann ich mir auch mit jedem anderen Ökostromtarif bilanziel ausrechnen. Einziger Unterschied wird sein, wenn ich das Zero Programm von E3DC nutze, wird mir das jedes mal auf dem Webportal schön unter die Nase gerieben und vermittelt ein "gutes Gefühl".


    Das man ein Angebot anfordern muss, wird vermutlich daran liegen, dass E3DC dann beim örtlichen Versorger die Preise nachschaut und diese um 10% unterbietet, anstatt allen einen minimalen Preis anzubieten. Gibt bei mir Abzüge in der B Note. ;-)


    Bisher soweit so gut und Themen bezogen. Jetzt meine Einschätzung / zynische Unterstellung:
    Wenn man dann noch unseren deutschen Graustrom mit Zertifikaten für Ökostrom aus norwegischer Wasserkraft grün wäscht, dann ist das ganze auch CO2 neutral.
    (Annahme: Wenn mir jemand Strom aus Wasserkraft verkauft, ist das kein Gewinn für die Umwelt, da seit Jahren die erzeugte Menge Wasserstrom in Deutschland recht konstant ist. Da aber jeder Stromversorger grünen Strom aus Wasserkraft anbietet, gehe ich davon aus, dass diese die Zertifikate mit Norwegen tauschen, nicht den grauen Strom in Deutschland.)


    Ich fänds ja gut, wenn man Windstrom versprochen bekäme, statt Wasserstrom. Aber den scheint man nicht mit Zertifikaten erhalten zu können. Der Windstrom könnte dann zumindest im Winter aus heimischer Produktion stammen und wirklich bei der Energiewende helfen, statt diesem Zertifikate Deal der nicht weiterhilft.


    Einschätzung:
    Ich denke wer sich dieses Bilianziellen Tricks für seine CO2 freie Stromversorgung bedienen will. Kann das für sich selber ausrechnen und ist dann völlig frei in der Wahl!!! der eigenen PV, mit oder ohne Speicher und frei in der Wahl des Stromanbieters (Zertifikate Dealers) wenn er denn CO2 freien Wasserstrom beziehen will.


    Eine deutsche CO2 freie Stromversorgung für den Heimanwender mit dem man seinem eigenen Anspruch gerecht wird sehe ich leider noch nicht. Geschweige den Wirtschaftlich.


    Gruß Knorck

    Better do it right, or do it twice.

  • Gleitflieger
    Deine zwei Zähler wirst du ja haben um unterschiedliche Stromtarife nutzen zu können.


    Nehmen wir aber einfach mal deinen Gesamtverbrauch: 8000kWh
    Dann muss deine Anlage nach meiner obigen Erläuterung schon einmal 10400kWh im Jahr erzeugen (=130%).
    Wenn du die übliche Annahme von 950 kWh/kWPeak pro Jahr nimmst, muss deine Anlage 10,95 kWPeak installiert haben um Bilanziell auf null zu kommen.


    (Über 10 kWPeak kommt noch eine Steuer oben drauf, daher knapp unter 10 bleiben, aber bei dir passen ja nur 7)
    Allerdings sehe ich da ein zusätzliches Problem. Durch die Wärmepumpe ist dein Lastprofil aufs Jahr stark in die erzeugungsarme Zeit verschoben, damit sind die Annahmen für den "Normalen Verbraucher" nicht hilfreich. Im Sommer wirst du mehr einspeisen und im Winter dafür wesentlich mehr beziehen, so dass du eine bilanzielle Schieflage erleiden wirst und wohl eher nicht "bei null" landest.


    Du kannst ja mal deine 2000kWh durch 12 teilen und die Wärmepumpe zu 80% in den Winter legen. Und das dann gegen die typische Erzeugungskurve einer PV halten, für eine ganz grobe Abschätzung.
    Ich denke du fährst mit deiner zwei Zähler Lösung und einer an dein Lastprofil für die 2000kWh angepassten PV am wirtschaftlichsten.


    Wenn du Enthusiast bist, knall das Dach voll. Vielleicht kannst du ja die WP im Sommer auf den normalen Hausanschluss klemmen und die Warmwassererzeugung zur Mittagszeit erledigen lassen (wenn dein Vorratsbehälter ausreicht, ist dann der billigere Akku). So kannst du den Eigenverbrauch optimieren und die Lastspitzen nutzen, anstatt ungenutzt zu lassen. Ob das rechtlich und wirtschaftlich Sinnvoll ist, steht auf einem anderen Papier.


    Gruß Knorck

    Better do it right, or do it twice.

  • Jetzt weiß ich woher das Argument stammt dass man ab 10kWp Unternehmer würde. Du schreibst dass ab 10kWp die Steuer kommt was ja nicht stimmt !

    Orange Solar GmbH - die hier wiedergegeben Aussagen sind eine persönliche Meinung.


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