In 13 Monaten 2 Anlagen unter 10kwp - mit Umverstringung

  • Hi


    Mal eine Kopfnuss für Clearingstellen-Junkies und EEG-Besserwisser:
    Auf ein Dach passen 54 PV-Module (alle gleiche Ausrichtung), gewählt werden 300 W Module, damit insgesamt 16,2 kwp aufgebracht werden können. Diese sollen an einen 15,3 Fronius Wechselrichter angeschlossen werden. Im ersten Schritt werden 9,9 kwp aufgebracht, also 33 Module in 2 Strings, 17 und 16 Module. 13 Monate später (De-Minimis-Regelung) werden die weiteren 21 Module (6,3 kwp) aufgebracht. Dabei werden dann die Module so umgeswitcht, dass sich 3 Strings a 18 Module ergeben. Neben Eigenverbrauch werden Überschüsse eingespeist. Es gibt keinen zusätzlichen Zähler, da er ja bei <10kwp nicht vorgeschrieben hat.


    Möglich? Umswitchung sinnvoll? Wird durch die Umverstringung die zuerst in Betrieb genommene Anlage geändert bzw. erweitert - dann auf 2 x 18 Module = 36 x 300w = 10,8 kwp und damit auf über 10 kwp? Muss die Umverstringungirgendwo mitgeteilt werden? Wie funktioniert die Abrechnung, wenn nur über den Wechselrichter abgelesen werden kann? Nach ursprünglicher kwp-Größe?


    Feuer frei!

    IBN Jan 2019: 16,74 kwp (Winaico 310W, DN 12 Grad, Ausrichtung WSW = 60 Grad, PVGIS Classic 824kwh/kwp)

  • Hm, zur umverstring würde ich erst mal sagen, das das Käs-Egal ist. Es ist ja der Generator (=Modul) entscheidend für Inbetriebnahmezeitpunkt/Vergütung. Abrechnung nach Verhältnis kWp in 13 Monaten/ kWp jetzt. Defakto Mischvergütung im Ergebnis.


    Jmd anderer Ansicht?


    Jan

  • Alte Anlage ändert sich nicht, da ist die Umverstringung egal. Beide Anlagen werden im Verhältnis der installierten Generatorleistung anteilig berechnet (also 9,9 und 6,3)...
    Umverstringung interessiert keinen Menschen.
    Geht es rein um den zusätzlichen Zähler? Ob sich das lohnt? Vielleicht wenn Du es selber machst. Wenn das der Solateur macht, wird sich das kaum rechnen....


    Stefan

  • Gehen beide Anlagen ohne einen zusätzlichen Zähler. Einspeisung wird ja - wie bereits angemerkt - im Mischverhältnis kalkuliert.


    Solateur baut Unterkonstruktion direkt komplett mit 1. Anlage und direkt den großen Wechselrichter ein. Zusätzliche Kosten sind nicht zu erwarten. Geht also weniger um die wirtschaftliche Seite als um die rechtliche Bewertung.

    IBN Jan 2019: 16,74 kwp (Winaico 310W, DN 12 Grad, Ausrichtung WSW = 60 Grad, PVGIS Classic 824kwh/kwp)

  • Ist das ein Süddach mit Fronius Symo 15.0-3-M als WR?


    Meiner Ansicht nach musst Du keine 13 Monate warten, da der Monat der IBN der ersten Anlage bereits als 1. Monat zählt.
    Wenn Du also Januar 2017 Anlage 1 baust, kannst Du Januar 2018 die 2. bauen und musst nicht bis Februar warten ... auch nicht, wenn Anlage 1 wegen Schnee oder was auch immer die IBN erst am 31.01.2017 hat und Anlage 2 schon am 01.01.2018 ans Netz geht.


    Ich würde Anlage 1 mit 18/15 verstringen, dann musst man nur noch an einen String ran, um 3 Module dazu zu legen.

    7 KWp PV an 5 KVA Hybrid WR speisen einen 10 KWh Speicher

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  • Zitat von seppelpeter

    Ich würde Anlage 1 mit 18/15 verstringen, dann musst man nur noch an einen String ran, um 3 Module dazu zu legen.


    Dito, wenn schattenfrei.


    Knut

    20.12.11: 11,28 kWp | 22 (-10°) + 26 (-100°) Q.PRO 235 | STP 10000TL-10

    26.03.12: 9,18 kWp | 18 (80°) + 18 (-100°) Q.PEAK 255 | STP 8000TL-10

    17.08.15: 5,72 kWp | 22 (80°) Q.PRO 260 | STP 5000TL-20

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  • Hi,


    Zitat von joopy66

    Im ersten Schritt werden 9,9 kwp aufgebracht, also 33 Module in 2 Strings, 17 und 16 Module. 13 Monate später (De-Minimis-Regelung) werden die weiteren 21 Module (6,3 kwp) aufgebracht. Dabei werden dann die Module so umgeswitcht, dass sich 3 Strings a 18 Module ergeben!


    ist ein guter Plan und rechtlich auch so möglich.


    Ich würde aber von Anfang an alle Module schon installieren, 3 davon so vorbereitet, dass der 16er und der 17er String mit minimalem Aufwand auf 18er Länge umgebaut werden können. Je nach Verhältnissen auf dem Dach kannst Du das so machen, dass das in 5 Minuten von einer Leiter aus zu erledigen ist.


    Nach Inbetriebnahme restlichen Module 13 Monate später muss der WR dann noch von cosphi 0,95 auf 0,9 umgestellt werden.
    Kannst Du aber auch gleich von Anfang an so einstellen, kostet ja nix.

  • Hallo zuammen,
    interessante Vorgehensweise, die bei mir auch passen würde, sofern rechtlich machbar ohne negative Auswirkungen. Wir bauen 2017 neu, KFW40+ Haus mit 2 großen Wohnungen und werden 15 - 20KWp installieren einschl. Speicher.
    Beide Haushalte, KWL und Erdwärmepumpe werden ebenfalls angehängt, PV soll bis in ca. 3 Jahren auch E-Mobil soweit möglich laden.
    Was muß bei diesem PV - Aufbau in 2 Stufen beachtet werden ?
    Kann der erste Teil mit Speicher wegen KFW40+ Tilgungszuschuß auf mich und der andere Teil auf meine Frau angemeldet werden ?
    Welche Unwägbarkeiten können sonst noch auftreten/auftauchen.
    Für techn. Hinweise bez. PV und Speicher wäre ich auch sehr dankbar, da kein Fachmann in der Materie.
    Gruß und :danke:
    FHW6

    Motto : Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. [Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
    14,4 kWp Winaico mit SMA STP 15000TL-30 und 10,2 KWh HV BYD mit SBS 5.0 seit 2018.
    8,68 KWp und 23,42 KWp seit 2010 bzw. 2012 in Gemeinschaftsprojekten.

  • Spannende Fragestellung!


    Ich denk die zwei Anlagen auf zwei Eigentümer zu melden wird schwierig, weil Du ja einen großen WR betreiben willst.
    Somit hätte die zweite Anlage dann keinen WR und ist somit nicht einsatzfähig. Oder?
    Zweites Argument gegen die zwei Eigentümer könnte sein, daß es vielleicht Streß gibt, weil der Stromanschluß wohl nur einmal vorhanden ist, oder laufen die beiden Wohnungen jeweils mit eigenem Stromanschluß und dann einer auf Dich und einer auf Deine Frau? Wobei wenn zwei Anschlüße vorhanden sind, brauchst wieder zwei WR. Hast nur einen Anschluß.
    Drittes Argmuent gegen zwei Eigentümer wären die Umsatzsteuer/Gewerbesteuererklärungen. Wie stellst sicher, daß Deine Frau nicht Strom an Dich und umgekehrt verkauft? Wird in einem Stromkreis wohl nicht zu verhindern sein, kannst aber schwer beweisen woher dann der Strom für die Waschmaschine etc. kommt´, wenn Du einen (!) WR hast.


    Denke läuft entweder auf 2 Eigentümer mit 2 WR, oder 1WR mit einem Eigentümer hinaus.


    VG
    Zehti

  • Okay,
    verstanden, 2 Eigentümer wohl nur mit 2 WR, was aber durchaus denkbar wäre. Oder als gemeinsame Eigentümer mit 1 WR und IBN ds 2.Teiles nach mind. 12 Monaten. Die Anlage könnte dann aber bei 1 WR in einem Aufwasch aufgebaut werden und der 2.Teil nach 12 Monaten zusätzlich angeschlossen werden ?
    Gruß und Danke
    FHW6

    Motto : Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut. [Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr.]
    14,4 kWp Winaico mit SMA STP 15000TL-30 und 10,2 KWh HV BYD mit SBS 5.0 seit 2018.
    8,68 KWp und 23,42 KWp seit 2010 bzw. 2012 in Gemeinschaftsprojekten.