Modulfelddetektor gegen Stromimport

  • Es wird kritisiert, dass wenige kWha von Einspeisewechselrichtern zu unverhältnismässig hohen Bezugskosten führt.
    Gleich mehrere Anfragen von Forummitgliedern bringen mich dazu, meinen Modulfelddetektor hier genauer vorzustellen.
    Damit möchte ich gleichzeitig die Notwendigkeit für eine solche Einrichtung evaluieren.
    Danach gibt es mehrere Möglichkeiten:
    - Ich publiziere das Schaltbild und eine Funktionsbeschreibung zum Nachbau.
    - Ich baue solche Geräte mit Prototypenstatus hauptsächlich um Erfahrungen im Betrieb zu sammeln.
    - Jemand kann den Modulfelddetektor produzieren und vermarkten.
    Mein eigens für die Steuerung des Hybridwechselrichters entwickelter Detektor arbeitet als Potentialtrenner mit einer SPS.
    Doch für eine reine Ein/Aus-Schaltung des Einspeisewechselrichters könnte die Schaltung vereinfacht werden:
    Die DC-Stringspannung von bis zu 1'000 Volt könnte dem Detektor direkt angeschlossen werden (quasi parallel zum WR).
    Ein erster Spannungsteiler würde die Versorgungsspannung für die Operationsverstärker auskoppeln.
    Ein weiterer könnte die Messpannung für die beiden OPV erzeugen.
    Der eine würde für die obere Spannung zum Einschalten des WR, der andere für die untere zum Ausschalten verwendet.
    Beiden würde eine Zeitstufe angekoppelt, welche so eingestellt würden, dass der WR nur mit dem Netz verbunden ist,
    wenn der String genug Leistung zum Einspeisen liefert und niemals vom Netz gespeist wird.
    Beispiel:
    Würde der String am Morgen 800 VDC liefern, würde nach 30 Min. der WR ans Netz geschaltet.
    Am Abend sinkt die Stringspannung auf 350 V ab und der WR würde nach 10 Min. abgeschaltet.
    Es müssten noch verschiedene Sicherheiten eingebaut werden wie bspw:
    Würde während des Tages ein schneebedecktes Modulfeld schneefrei müsste der Detektor den WR einschalten.
    Geht der WR in eine Begrenzung und die Spannung wird zusammengestaucht, dürfte der WR noch nicht ausschalten.
    Als Ausgabesignal würden zwei 12V, oder 24 VDC Impulse von je etwa 1 Sek. generiert, um ein bistabiles AC-Relais
    zu steuern. Über dieses Relais würde quasi verlustfrei der WR ans Netz geschaltet.
    Welche Eigenschaften sollte mein entwickelter Modulfelddetektor noch haben?
    einstein0

    Bilder

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Zitat von einstein0


    Gleich mehrere Anfragen von Forummitgliedern bringen mich dazu, meinen Modulfelddetektor hier genauer vorzustellen.


    Das Gehäuse erinnert mich irgendwie an einen alten Klingeltransformator :mrgreen:


    Aber darauf kommt`s ja nicht an, ist ja nur ein Versuchsaufbau :wink:

    Zitat

    Beispiel:
    Würde der String am Morgen 800 VDC liefern, würde nach 30 Min. der WR ans Netz geschaltet.
    Am Abend sinkt die Stringspannung auf 350 V ab und der WR würde nach 10 Min. abgeschaltet.


    Passt dann aber nicht für Anlagen mit DC-gekoppeltem Speicher wie z.B. MyReserve weil der auch nachts jederzeit bei Strombedarf entladen werden kann. Aber gut, man kann nicht alles haben... :wink:


    Zitat von einstein0

    Würde während des Tages ein schneebedecktes Modulfeld schneefrei müsste der Detektor den WR einschalten.


    Das sollte funktionieren, wenn der Schnee abrutscht und genügend Moule freiwerden ist die Stringspannung ja hoch genug....


    Zitat von einstein0

    Geht der WR in eine Begrenzung und die Spannung wird zusammengestaucht, dürfte der WR noch nicht ausschalten.


    An welche Begrenzung denkst du dabei :?:
    Bei einer Leistungsbegrenzung (wie z.B. bei der in DE üblichen 70% Regelung) ist das Gegenteil der Fall, die Stringspannung wird nicht "zusammengestaucht" sondern sie steigt, da der WR zur Begrenzung der Leistung aus dem MPP herausfährt.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Die Frage ist auch, ob das "harte" Abschalten der Wechselrichter gut für die Geräte ist. Bei meinen KACO Powador-Wechselrichtern bin ich mir da nicht so sicher. Aber vielleicht haben wir hier Experten.


    Auf jeden Fall spannend dieser Lösungsansatz!

  • Anstelle hier durch externe Komponenten die Unfähigkeit einzelner WR-Hersteller zu kaschieren sollte man eher mal von selbigen abraten, schließlich ist es technisch kein Problem, die DC- (und AC-)Leistung auf 1 W genau zu bestimmen und entsprechend zu- bzw. abzuschalten. Das ist doch seit mind. 10 Jahren schon Stand der Technik...


    Ciao


    Retrerni

  • Ich versuche mich mal in einer ersten Zusammenfassung, ohne Namen zu nennen.
    Das Hutgehäuse ist günstig und erfüllt seinen Zweck. Mein Prototyp enthält eine 5 mm kaschierte Grundplatine für die Hochspannung und aufgesteckte Elektronik im 2,5 mm Raster.
    Das Gerät ist gedacht für Bestandsanlagen, um Netzbezugskosten durch den WR zu verhindern.
    Natürlich sollten neuere WR, oder sogar integrierte Speicher intelligenter sein.
    Ich füttere meinen 3 kW-Hybrid mit 4,5kWDC. Wenn der WR in die Begrenzung läuft, zieht er die Spannung zusammen.
    Wird ein WR extern limitiert und die Stringspannung steigt, zieht er keinen Netzstrom und der Detektor bleibt inaktiv.
    Meist teure astronomischen Uhren können die Wettersituation nicht berücksichtigen. Bereits einfache Dämmerungsschalter
    mit LDR detektieren Licht zuverlässiger.
    Ein "hartes" Abschalten ist relativ. Der WR wird praktisch leistungslos geschaltet und hat überdies auch eigene Relais.
    Ja, oft ist die Unfähigkeit von Entwicklern sträflich. Doch ein WR müsste zuerst einen Leistungstest machen, bevor er sich aufs Netz schaltet. PV-Strom dazu hätte er ja. Aber was war zuerst, das Huhn, oder das Ei?
    :danke: für die Teilnahme!
    einstein0

    33 J Erfahrung mit PV im Netzverbund. Erster zweiachsiger Tracker in Australien.
    2 kW- Hybrid-Insel im Camper, BEV: Hyundai Kona. 30kW-PV-Anlage Ost/West.
    PV-Notstromversorgung 10 kWh im MFH mit Infini 3 kW Hybrid-WR und 10 kWh Li-Testspeicher.

  • Hi Retreni,


    ich habe
    - verschiedene KACO Powador (aus 2015)
    - Sinvert PVM20
    - alte SMAs
    im Einsatz. Diese verbrauchen alle Standby-Strom. Ich würde mir auch wünschen, dass die in diesem Bezug "intelligenter" sind. Als Laie hört sich das irgendwie nicht schwer an. Trotzdem bieten sie es nicht an.
    Frage stellt sich, welche Geräte wirklich ohne Standby auskommen.
    Wenn ich sehe, wie groß dieser Tread ist: http://www.photovoltaikforum.c…saetzliche-gr-t89739.html
    Haben sehr viele das Problem.


    Oder ob es halt dann doch Alternativen gibt bzw gesucht werden müssen. Daher bin ich Einstein auch dankbar für seinen Tread.


    Zitat von Retrerni

    Anstelle hier durch externe Komponenten die Unfähigkeit einzelner WR-Hersteller zu kaschieren sollte man eher mal von selbigen abraten, schließlich ist es technisch kein Problem, die DC- (und AC-)Leistung auf 1 W genau zu bestimmen und entsprechend zu- bzw. abzuschalten. Das ist doch seit mind. 10 Jahren schon Stand der Technik...


    Ciao


    Retrerni