Neubau - Ausrichtung Dach nach PV oder nicht?

  • Hallo Forum,


    meine Freundin und ich wollten nächstes Jahr das Thema Hausbau in Angriff nehmen. Geplant ist ein 150m² EFH mit Satteldach und Erdwärmepumpe. Das Haus soll auf unserem Grundstück in die nord-östliche Ecke kommen, die Zufahrt von der Strasse aus wäre vom Süden.


    Jetzt stellt sich mir die Frage, wie wir die Ausrichtung das Hauses genau machen sollten. Meine Freundin präferiert zur Zeit eine Haustür auf der Traufseite im Osten, so daß die Dachfläche nach Westen und Osten zeigt. Zusätzlich hätte sie gerne noch auf der Westseite einen Flachdacherker.


    Ich hingegen hätte gerne ein PV-Anlage auf dem Dach. Sofern die Rechner im Internet halbwegs genau sind, sollte sich eine Anlage innerhalb von 8-10 Jahren amortisieren. Deswegen würde ich das Haus eher um 90° drehen, so daß die Dachfläche nach Süden und Norden zeigt und man die südliche Hälfte maximal mit PV-Modulen (10kWp?) belegen kann. Die Haustür würde auf der östlichen Seite bleiben, jetzt aber auf der Giebelseite liegen.


    Wie groß wäre der Nachteil, wenn wir die Dachausrichtung nach Osten und Westen machen? Einen Speicher werden wir uns nicht holen. Der Strom dürfte eher morgens und abends verbraucht werden.


    Viele Grüße,
    teutates

  • Klar, Süddach bringt mehr Ertrag, aber du kannst nur eine Dachhälfte belegen. Ost-West könntest du beide Dachhälften maximal belegen. Ich glaube, ich würde mich für Ost-West entscheiden.


    Vielleicht eine andere Dachform möglich? Pultdach nach Süden?

  • Zitat von donnermeister1

    Klar, Süddach bringt mehr Ertrag


    richtig


    Zitat von donnermeister1

    aber du kannst nur eine Dachhälfte belegen.


    falsch
    natürlich kann man auch eine nach Norden ausgerichtete Dachfläche belegen, nur sind die Ertragserwartungen da in Abhängigkeit von der Dachneigung oft so schlecht daß es wenig Sinn macht.


    Zitat von donnermeister1

    Ost-West könntest du beide Dachhälften maximal belegen. Ich glaube, ich würde mich für Ost-West entscheiden.


    auch bei Nord - Süd kann man beide Dachseiten maximal belegen.
    und auch bei Ost - West - Belegung sind die Erträge (in Abhängigkeit von der Dachneigung) oft recht enttäuschend.


    Zitat von donnermeister1

    Vielleicht eine andere Dachform möglich? Pultdach nach Süden?


    das wäre wahrscheinlich wirtschaftlich das optimale, ob es auch ästhetisch das Beste ist :?:


    ich finde daß beim Haus-Entwurf die Photovoltaik-Tauglichkeit nicht das vorrangige Gestaltungskriterium sein sollte.
    Wenn das so wäre, dann würden wir alle in Drehscheunen wohnen.
    Wenn das Haus gut geplant ist und dabei auch eine sinnvolle Möglichkeit für die Montage einer PV Anlage rausspringt, dann ists o.k.
    Besteht überhaupt die Möglichkeit Lage und Ausrichtung frei zu wählen, oder gibt es einen Bebauungsplan der dazu Vorgaben macht ?

  • Zitat von jodl


    falsch
    natürlich kann man auch eine nach Norden ausgerichtete Dachfläche belegen, ...


    Bist du ein Liebhaber davon, getrocknete Weinbeeren aus der griechischen Hafenstadt Korinth auszuscheiden?

  • ich würde ein flaches Satteldach mit Giebel nach Süden machen. Dadurch könnte man sich den Flachdacherker ersparen bzw fällt nicht so wuchtig aus. Bei Süddach sollte die Dachneigung möglichst steil sein. Bei Ost-/Westdach möglichst flach. Bei 60 Grad entspricht die Süddachfläche der Grundfläche des Hauses.



    Roadster 2.5 Model S P85+ Signature Red

    Tesla P85+ seit 8/13 >471.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. Seit 12/19 fährt Frau Tesla M3 AWD. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Es sind noch 4x320W hinzugekommen = 1280W d.h. Gesamt PV-Leistung nun 29,329kWp. Seit 1.11.20 werden die eAutos gesteuert per E3DC-Control und Teslatar zum Börsenpreis von aWATTar geladen.

  • Ich habe meine (erste) PV-Anlage seit 2014!
    Von 2007bis 2008 habe ich "mich darüber geärgert" (ist jetzt übertrieben) dass die Maschinenhalle des Bauernhofes meiner Schwester gleich nebenan ein Ost/West-Dach hat.
    Ab 2009 wurde von mir dass Dach mit 60 kwp PV belegt und ich bin mittlerweile froh, dass es kein Süddach ist!


    Will sagen, mittlerweile überwiegen die Vorteile eines nicht zu steilen Ost-Westdaches!


    Aber ich würde das Kriterium PV nur als eines von vielen betrachten! (und keinen Ehestreit provozieren :wink: )

    Servus
    Toni


    Luschenjagd aufgegeben.
    Elektrisch unterwegs mit Leaf II

  • In meinen Augen ist die PV ein Add On zu einem Haus. Man sollte es im Hinterkopf haben, aber nicht danach alles ausrichten.


    Zitat von donnermeister1

    Bist du ein Liebhaber davon, getrocknete Weinbeeren aus der griechischen Hafenstadt Korinth auszuscheiden?


    :mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen::mrgreen:

  • Bei mir war es auch freigestellt. (Kein Bebauungsplan)


    Ich habe mich für Süd entschieden.


    Zitat

    Klar, Süddach bringt mehr Ertrag, aber du kannst nur eine Dachhälfte belegen. Ost-West könntest du beide Dachhälften maximal belegen. Ich glaube, ich würde mich für Ost-West entscheiden.


    Heute würde ich mich auch für Ost-West entscheiden.

    Am Oberrhein.......etwas wärmer.
    7,9 kWP IBC / Fronius Symo 8.2

  • Zitat von Rhein-PV

    Heute würde ich mich auch für Ost-West entscheiden.


    Was sind denn die Gründe dafür?